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Lünendonk® Trendstudie

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Versicherungen 2020 - Trends, Technologien und Geschäftsmodelle

VERSICHERUNGEN 2020

VERSICHERUNGEN 2020 TRENDS, TECHNOLOGIEN UND GESCHÄFTSMODELLE die größten Herausforderungen in diesem Themenblock dar. Die mittlere Bewertung liegt bei 3,2. In engem Zusammenhang damit steht eine „Rückläufige Kundenloyalität/steigende Wechselbereitschaft der Kunden“ (Mittelwert: ebenfalls 3,2). Die Wechselbereitschaft ist umso höher, je standardisierter und damit austauschbarer das Versicherungsprodukt ist. Allerdings lässt sich durch einen kundenfreundlichen Service und eine (in den Augen der Versicherten) gerechte und transparente Schadenabwicklung die Kundenbindung massiv steigern. Grundsätzlich bereitet den Versicherungsunternehmen auch einige Sorgen, dass die „Akzeptanz von Versicherungsprodukten“ abnimmt und die Verbraucher ihnen immer weniger vertrauen (Mittelwert: 3,0). Dies gilt insbesondere für die „Akzeptanz junger Kundengruppen für Versicherungsprodukte“ (Mittelwert: 3,0). Bei diesem Punkt sehen die Befragten auch einen vergleichsweise hohen Handlungsbedarf. VERSICHERUNGEN SEHEN SICH DEN KOMMENDEN AUFGABEN GUT GEWAPPNET Nicht jede der aufgeführten und bewerteten Herausforderungen verlangt nach Ansicht der Studienteilnehmer einen Optimierungsbedarf proportional zu ihrer Relevanz. Manches Problem scheint bereits auf einem guten Wege in der Umsetzung zu sein: Verglichen mit den Bewertungen zu den Herausforderungen fällt in einigen Fällen die Einschätzung des notwendigen Optimierungsbedarfes deutlich ab, in einigen Fällen erheblich – um mehr als ein Drittel einer Bewertungsstufe. Dies gilt insbesondere für die „Umsetzung von gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben“. Offensichtlich sehen sich die Versicherungsunternehmen hier auf einem guten Wege (Herausforderung: 3,3; Optimierungsbedarf: 2,9). Hierzu gilt anzumerken, dass die EU-Vermittler-Richtlinie und Solvency II bereits seit Jahren die Versicherungen stark beschäftigen und sich entsprechende Projekte in einem fortgeschrittenen Stadium der Umsetzung befinden. Allerdings binden diese Projekte auch wichtige interne Ressourcen, die im operativen Geschäft fehlen. Ähnliches gilt in Bezug auf den „Hohen Preiswettbewerb bei Standardprodukten“ – auch hier wird der Optimierungsbedarf deutlich geringer eingeschätzt als die eigentliche Herausforderung. Dies scheint darauf hinzudeuten, dass die Studienteilnehmer sich im Markt gut gerüstet sehen (Optimierungsbedarf: nur Mittelwert von 2,9 von maximal 4 Punkten; Herausforderung: Mittelwert von 3,2). Überraschenderweise trifft der gleiche Befund auf den Optimierungsbedarf in Bezug auf einen als bedrohlich eingestuften „Volatilen Kapitalmarkt“ zu (Optimierungsbedarf nur 2,9). Möglicherweise nehmen die Unternehmensrepräsentanten an, dass die absehbar niedrig bleibenden Zinsen zwar äußerst unangenehm sind – insbesondere für Lebensversicherer – jedoch im Grunde von volatilen Schwankungen bei einer historischen und vermutlich langen Niedrigzinspolitik nicht gesprochen werden kann. Möglicherweise sind die Strategien der Branche zur Abwehr der Geldpolitik bereits größtenteils ausgereizt und Gegenmaßnahmen auf das geringe Zinsniveau kaum möglich. Wenig Sorgen machen sich die Versicherungen ganz offensichtlich auch in Bezug auf den Eintritt neuer Konkurrenten in den Versicherungsmarkt. Beur teilen sie bereits die Herausforderung als weniger gravierend (Mittelwert: 2,8), so sehen sie auch einen geringen Optimierungsbedarf in der Anpassung ihrer derzeitigen Vertriebs- und Marketingstrategien. Dies wird durch die mittlere Bewertung von 2,5 deutlich. Die auf den Vergleichen der Mittelwerte beruhenden Aussagen wurden durch die Betrachtung der detaillierten Bewertungen der Befragten noch deutlicher. Jeweils weit über 80 Prozent der Antwortenden sehen fast alle Herausforderungen als „relevant“ beziehungsweise „sehr relevant“ an. 12

VERSICHERUNGEN 2020 TRENDS, TECHNOLOGIEN UND GESCHÄFTSMODELLE Nur hinsichtlich der „Akzeptanz junger Kundengruppen für Versicherungsprodukte“ und dem „Mangel an Vertrauen“ scheinen die Befragten überraschenderweise etwas weniger besorgt zu sein. Diese Herausforderungen sind nach Meinung etwa eines Viertels der Befragten „weniger relevant“ oder „überhaupt nicht relevant“ für ihr Unternehmen. Und nahezu 40 Prozent (38,3%) sehen wenig oder überhaupt keine Veranlassung, auf den bereits erfolgten Eintritt neuer Marktteilnehmer zu reagieren – sei es durch Abwehrstrategien oder Kooperationen. EINSCHÄTZUNG DES TATSÄCHLICHEN OPTIMIERUNGSBEDARFES Für den Optimierungsbedarf der Versicherungen ergibt sich ein grundsätzliches Muster: Der Bedarf für Optimierung wird durchweg als geringer eingeschätzt als die Herausforderung. Für fast alle abgefragten Optimierungsoptionen gilt, dass jeweils bis zu 30 Prozent oder mehr der Studienteilnehmer sie als „überhaupt nicht relevant“ oder „weniger relevant“ ansehen. Aber es gibt durchaus Problemstellungen, bei denen die Befragten in ihren Unternehmen größeren Verbesserungsbedarf sehen. Gerade in der demografischen Entwicklung und bei der Anpassung von Rekrutierungsstrategien für Fachkräfte halten immerhin gut drei Viertel (76,4%) der Führungskräfte Optimierungsprojekte für „relevant“ und „sehr relevant“. Bis auf die Kommastelle genau trifft diese Einschätzung auch auf den Optimierungsbedarf in Hinblick auf die „Rückläufige Kundenloyalität/steigende Wechselbereitschaft der Kunden“ zu. Aufgaben von Versicherungen nach Priorität der Umsetzung Mittelwerte – Bewertungsskala von 1 = „keine Priorität/kein Optimierungsbedarf“ bis 4 = „sehr hohe Priorität/hoher Optimierungsbedarf“ n = 120 Keine Priorität/ kein Optimierungsbedarf Sehr hohe Priorität/ hoher Optimierungsbedarf Entwicklung innovativer Produkte 3,0 3,2 Verbesserte Vertriebsund Beratungsprozesse 2,9 3,1 Verbesserung der Unternehmenssteuerung/ integrierte Betrachtung von Finanzen, Kunden, Risiken und Prozessen 2,8 3,0 Optimierung der Ertragsstrukturen Reduzierung der Komplexität der Geschäftsprozesse 2,9 3,0 3,0 2,9 Einführung neuer Technologien in der Kundenkommunikation (Smart-Phones, Tablet PC, etc.) Optimierung der Schadenabwicklung 2,7 2,9 3,0 3,0 Optimierung und Automatisierung des Management Reporting Internationalisierung/Wachstum 2,8 2,6 2,6 2,5 Herausforderungen Optimierungsbedarfe 1 2 3 4 Abbildung 3: Die Entwicklung von innovativen Versicherungsprodukten hat laut den Befragten die höchste Priorität für die künftige Geschäftsentwicklung. Neben der Einführung neuer Technologien sehen die Interviewpartner hier auch die größten Optimierierungspotenziale in ihren Unternehmen. 13

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