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Future Utility 2030

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Energieversorger auf ihrem Weg in eine neue Zukunft

F U T U R E U T I L I T

F U T U R E U T I L I T Y 2 0 3 0 - E N E R G I E V E R S O R G ER A U F I H R E M W E G I N E I N E N E U E Z U K U N F T Betriebssteuerungstechnik (Operationale Technologien) Typische Software-Anwendungen, die Anlagen für die Produktion und Verteilung von Elektrizität in Echtzeit oder Fast-Echtzeit überwachen und steuern: • ADMS - Advanced DMS Acquisition. Zur Betriebsdatensammlung in Echtzeit. • DMS - Distribution Management Systems. Zur Steuerung und Kontrolle von Verteilungsnetzen, einschließlich Fehlerlokalisierung und -behebung, Statusabschätzungen, Ausfallmanagement usw. • EMS - Energy Management Systems. Zur Steuerung von Übertragungsnetzen. • GIS - Geographic Information Systems. Zur punktgenauen geografischen Lokalisierung und Steuerung. • MDM Meter Data Management. Für das Fehlermanagement. • OMS - Outage Management System. Zur Spannungsüberwachung und Einhaltung. • SCADA - Supervisory Control and Data. Zur allgemeinen betrieblichen Datensteuerung. ICT und ergänzende Technologien Applikationen und Services für Kommunikation und Unternehmenssteuerung, wie: • Sicherheitskonzepte • Dynamische ICT-Lösungen • Integrierte Telekommunikationslösungen • Infrastruktur- und Workplace-Lösungen • Document Management, Archivierung & Storage • Applikationslösungen wie zum Beispiel Application Management, ERP, BI, Testing • Cloud Services für Versorger • Energieabrechnung und Portale • Energieeffizienz für Unternehmen • Home Management ENTWICKLUNG ZUSÄTZLICHER ANGEBOTE Die EVU lösen sich bereits schrittweise von ihren traditionellen Produktstrategien und werden dies weiterhin forcieren müssen. Energienahe Dienstleistungen kommen hinzu. Die großen vier sind hier zum Teil schon auf einem guten Weg. Etliche Regionalversorger und Stadtwerke haben dagegen noch ein gutes Stück des Weges vor sich, haben aber ebenfalls bereits begonnen. BEISPIELE FÜR PORTFOLIONAHE NEUE GESCHÄFTSFELDER Einsatz erneuerbarer Energieträger Zunächst einmal können die EVU selbst die neuen Energieträger einsetzen. Gas, Kohle und Atom werden durch Windparks und Solarfarmen ergänzt und ersetzt. E.ON als einer der Großen hat hier bereits wesentliche Fortschritte gemacht und einen erheblichen Teil seiner Energieerzeugung auf erneuerbare Energieträger umgestellt. Die EnBW ist ebenfalls auf einem guten Weg von der ehemals dominierenden Atomkraft weg. Aber auch Regionalversorger wie zum Beispiel die hessische HSE AG oder RWE Innogy beteiligen sich an Windparks, die nicht einmal notwendigerweise in ihrem Versorgungsgebiet liegen müssen, sondern eine effiziente Produktion mit einer sicheren lokalen Versorgung in unterschiedlichen geografischen Regionen verbinden. Dezentrale Erzeugung und Steuerung Eine weitere Option ist die Beteiligung an der dezentralen Energieerzeugung bis in die Haushalte hinein. Mini-Blockheizkraftwerke, besonders in den privaten Haushalten eingesetzt, werden in die Energieerzeugungsstruktur eingebunden. Energieversorgungsunternehmen betreiben in den Haushalten beziehungsweise Häusern stationierte Kraft-Wärme- Kopplungsanlagen. Warum können die EVU das? Sie haben den Vorteil, nahe beim Kunden zu sein, in der Regel mit direktem Zugang und Leitungen. Viele Anbieter anderer Branchen haben ihre Kunden nicht so gut angebunden. 16

F U T U R E U T I L I T Y 2 0 3 0 - E N E R G I E V E R S O R G ER A U F I H R E M W E G I N E I N E N E U E Z U K U N F T Virtuelle Energiehändler Die zukünftige Energieerzeugung kommt von kleinen, dezentralen Energieerzeugern. Im Energiemarkt organisieren Dienstleister in dieser Kategorie den Betrieb und die Vermarktung virtueller Kraftwerke. Sie vernetzen dezentrale Erzeugungsanlagen durch moderne Steuerungstechnik und stellen den Kunden eine entsprechende Plattform zur Verfügung. Contracting Ein neues Geschäftsgebiet auch für EVU ist die Unterstützung bei Betrieb und Finanzierung von Energieanlagen für Geschäfts- und Privatkunden. Energiedienstleistungen werden entwickelt zur Verbesserung der Energieeffizienz, des dezentralen Energiemanagements oder zum Betrieb virtueller Kraftwerke. Die EnBW beispielsweise plant eine Reihe neuer Geschäftsmodelle wie zum Beispiel selbstregulierende Straßenbeleuchtung, Software für den energieeffizienten Einsatz von Strom oder andere Angebote. Strom vom eigenen Dach, Wärme aus dem eigenen Blockheizkraftwerk: Die RWE Effizienz GmbH liefert nicht mehr nur Kilowattstunden, sondern ein „warmes Haus“ als Komplettdienstleistung. Beraten werden Privatkunden bei Umbau, Finanzierung, Anlagenkauf und Stromeinspeisungen. Energieberatung bei Rekommunalisierungen Haushalte, Unternehmen, Kommunen und Städte, die sich für eine eigene Stromerzeugung entscheiden, benötigen herstellerunabhängige Beratung. Einspar- Contracting, Energiemanagement, Risiko- und Lösungsberatung sind nur einige Themengebiete. Ebenfalls in diesen Bereich gehören die technische Beratung von Energieerzeugungsanlagen, deren Installation und technische Wartung. Smart Meters zur Datenverbindung von Verbrauch und Produktion Bis 2022 sollen 80 Prozent der Privathaushalte in Deutschland mit intelligenten Zählern ausgestattet sein. Für Neubauten und Grundrenovierungen ist der Einbau von Smart Meters bereits seit 2010 vorgeschrieben. Sie steuern das gesamte Stromnetz sowie die Haushalte und stromverbrauchenden Geräte im Haushalt. Nur: Sie lohnen sich heute für den Privathaushalt noch nicht, da die Amortisation durch die Einsparung beim Stromverbrauch zu lange dauert. Zukünftig kann das mit zeitvariablen Tarifen ganz anders aussehen. Zusätzliche Vorteile entstehen, wenn zum Beispiel Kleinsterzeuger von Strom mit moderner Regeltechnik ausgestattet sind und so von den Kraftwerken Erzeugungsspitzen abgeregelt werden. Dazu müssten die Netzbetreiber die Anlagen fernsteuern. Smart Meters – also intelligente Stromzähler ‒ sind das Verbindungsglied zwischen den Haushalten und dem Smart Grid beziehungsweise der Stromproduktion. In Deutschland gibt es je nach Quellenangabe an die 50 Millionen Stromzähler. Mit der Öffnung des Messund Zählerwesens für den Wettbewerb hat die Bundesregierung die Voraussetzungen für die Verbreitung neuer Technologien geschaffen, mit denen eine zeitgenaue Analyse des Verbrauchs und somit eine verbesserte Eigenverbrauchssteuerung beziehungsweise -optimierung erreicht werden kann. Gebäudeautomation und Smart Homes Energiedienstleistungen wie das Management des Smart Home (im privaten Bereich) sowie ein Facility- Energy-Management für gewerbliche und industrielle Kunden sind Beispiele, wie Energieversorger ihre Kunden mit After-Sales-Leistungen umfangreicher bedienen können. Die RWE AG hat eine ganze Produktfamilie für das Smart Home aufgelegt. Hierzu gehören Steuerungsanlagen beziehungsweise Steuerungszentralen und die entsprechenden Aktoren und Sensoren zur Steuerung von Haushalt und Haus. Der überwiegende Teil der in Gebäuden verwendeten Geräte wird heute noch manuell oder halbautomatisch geschaltet. Dies kann mit intelligenten Steuerungsan- 17

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