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Future Utility 2030

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Energieversorger auf ihrem Weg in eine neue Zukunft

F U T U R E U T I L I T

F U T U R E U T I L I T Y 2 0 3 0 - E N E R G I E V E R S O R G ER A U F I H R E M W E G I N E I N E N E U E Z U K U N F T EFFIZIENZSTEIGERUNG UND KUNDENBINDUNG: VERZAHNUNG DER UNTERSTÜTZENDEN IT MIT DEN IT-KERNPROZESSEN Eine in das System integrierte Informations- und Betriebssteuerungstechnologie sowie intelligente Anlagen werden die Effizienz sowie das serviceorientierte Arbeiten deutlich verbessern. Energieversorgungsunternehmen vernetzen die unterstützende IT und die digitalisierten Geschäftsprozesse zur Steuerung von Produktion, Übertragung und Verteilung immer stärker miteinander. Beispiele sind die automatische und kontinuierliche Überwachung von Erzeugungs- und Verteilungsanlagen. BEISPIELE Energieerzeugung und Übertragung Die Anlagen zur Energieerzeugung, die bei einzelnen größeren Anbietern schon einmal 800 Turbinen umfassen können, kommunizieren kontinuierlich miteinander sowie mit den Leitständen und den IT-Systemen der Energieproduzenten. Dabei erzeugen sie mittels Machine-to-Machine-Communication an 24 Stunden pro Tag und 365 Tagen pro Jahr immense Datenvolumina. In der Konsequenz müssen Daten von einer Vielzahl an Maschinen, Geschäftsprozessen und Millionen von Kunden gesammelt und analysiert werden. Entscheidend ist dabei die Konvergenz der digitalisierten Steuerung der physischen Betriebsinfrastruktur und der kaufmännischen IT-Anwendungen zur Unternehmenssteuerung. Dies gilt auch für die Übertragungs- und Verteilernetze. Regelmäßige Datenströme von elektronischen Sensoren können zu Überwachungszwecken in Echtzeit sowie für Verbrauchsanalysen oder Frühwarnsysteme in der Energieversorgung genutzt werden. Ausfälle und Versorgungsengpässe können durch frühzeitigen Eingriff vermieden oder zumindest reduziert werden. Kundenbindung und Vertrieb Für den Markterfolg werden der Vertrieb und der Einsatz der richtigen Instrumente zur Kundenbindung immer wichtiger. Die Interaktion mit Kunden findet immer stärker über Apps auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets statt. Bereits heute bieten einige der großen Energieversorger Apps, um die Kunden über Angebote und Tarife zu informieren oder ihnen die Steuerung ihres Energiemanagements im Haushalt zu erleichtern. Die gesammelten Daten sind für die Energieversorger enorm wichtig, um ihre Kunden besser zu verstehen und individuelle Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Es können auch jederzeit aktuelle Verbrauchsprognosen erstellt oder Kunden- und Risikogruppen gebildet werden. Bei den Energieversorgern werden mit den Daten, die durch Smart Metering gesammelt werden, nicht nur Stamm- und Abrechnungsdaten anfallen, sondern auch minutengenaue Verbrauchsdaten, die Bedarfsanalysen ermöglichen und eine Clusterbildung erlauben. Weiterhin können Kunden- und Verbrauchsdatenauswertungen helfen, die Umsätze durch zusätzliche Angebote zu erhöhen. Auf einzelne Kundengruppen zugeschnittene Produkte und Dienstleistungen lassen sich hochpreisiger vermarkten und gelten nicht als „me too“. Mittels Analytics-Lösungen werden dazu interne Kundendaten und externe Marktzahlen ausgewertet. Um den Kunden stärker in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen und Transparenz über die Erzeugungsund Verbrauchsdaten zu gewinnen, müssen Energieversorger deutlich stärker als bisher in ihre Back-End- Prozesse investieren. Dies geschieht, indem sie im Back-End die Silostrukturen in der Datenhaltung abbauen und einheitliche und zentrale Datenbanken aufbauen, auf die alle relevanten Funktionsbereiche (Marketing, Vertrieb, Kundendienst etc.) zentral zugreifen können. 14

F U T U R E U T I L I T Y 2 0 3 0 - E N E R G I E V E R S O R G ER A U F I H R E M W E G I N E I N E N E U E Z U K U N F T Kaufmännische IT-Business-Anwendungen Verantwortung: CIO Betriebstechnik Verantwortet sie jemand? Enterprise Anwendungen Vertikale fachbereichsbezogene Anwendungen Zentralisiert Verteilt ERP Finance A/P HR Geographic info system (GIS) Enterprise asset management (EAM) Customer information system (CIS) Supervisory control and data acquision (SCADA) Enterprise management system (EMS) Automatic generation control (AGC) Programmable logic controllers (PLCs) Advanced Sensors, monitors and fault indicators Meters Payroll Energy trading & risk management (ETRM) Distribution asset analysis (DAA) Gateways/substation integration Corporate IT network Control networks(s) Abbildung 4: Beispiele für die zwei bisher getrennten Welten von kaufmännischer IT und betrieblicher Anlagensteuerung und ihre zukünftige Durchlässigkeit. Investitionen in die datenbezogenen Prozesse sollten daher forciert werden. So sind Business- und IT- Projekte in den Technologiebereichen „Business Analytics“, „CRM“ und „Big Data“ in der Energiebranche sehr häufig anzutreffen. Die Zusammenführung von betrieblicher Steuerungstechnologie mit kaufmännischer IT erfordert weiterhin die Koordinierung traditionellen IT-Managements mit der Steuerungstechnologie für die Betriebsprozesse für Produktion, Übertragung und Verteilung (Bauteile, Sensoren und Aktoren oder Software zur Überwachung und Steuerung der Anlagen). Kaufmännische IT-Anwendungen Typische Anwendungen für betriebswirtschaftliche Planung, Entscheidungsunterstützung, für das Management von Betriebsprozessen und zur Ressourcensteuerung: • CIS - Customer Information Systems. Zur Handhabung von Kundendaten, Messdaten und Rechnungsdatum. • DRMS - Demand Response Management System. Zur Verwaltung von Angebots-Nachfrage- Steuerungsprogrammen und auch virtuellen Kraftwerken. • EAM - Enterprise Asset Management. Für Anlagenverwaltung, Inventar- und Lieferkettenverwaltung. • ERP - Enterprise Resource Planning zur kaufmännischen Unternehmenssteuerung. • EPM - Energy Portfolio Management. Für Produktionssteuerung, Energiehandel und Risikomanagement, Preis- und Auslastungsmanagement sowie Analysen. • MWFM - Mobile Workforce Management. Bedarfsplanung und Einsatzsteuerung von Wartung und Wartungsmitarbeitern. • AMI - Advanced Metering Infrastructure. Sammelt und verwaltet Zählerdaten einschließlich Fernauslösung und Fernsteuerung. 15

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