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Future Utility 2030

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Energieversorger auf ihrem Weg in eine neue Zukunft

F U T U R E U T I L I T

F U T U R E U T I L I T Y 2 0 3 0 - E N E R G I E V E R S O R G ER A U F I H R E M W E G I N E I N E N E U E Z U K U N F T IT IST KERNPROZESS UND STRATEGIE Eine der wesentlichen Erfolgsfaktoren nachhaltig erfolgreicher Unternehmen und Geschäftsmodelle ist das Akzeptieren der Tatsache, dass Informationstechnologie nicht irgendeines der Cost Center im Hintergrund ist, sondern ein Generator für Kosteneindämmung, Geschäftsentwicklung und Umsatzwachstum. Dies drückt sich in der immer engeren Zusammenarbeit zwischen der IT und den Fachbereichen aus. Die IT hat sich in vielen Branchen von einer rein kostenorientierten Rolle zu einer wertschöpfenden Funktion entwickelt, was den digitalen Transformationsprozess erst ermöglicht und beschleunigt. Für Energieunternehmen gibt es an dieser Stelle noch viele Herausforderungen. Voraussetzung für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Business und IT ist ein intensives Veränderungsmanagement, das den Übergang begleitet. Entscheidungsstrukturen müssen neu geordnet und Arbeitsabläufe verändert werden. Es ändern sich auch die Anforderungen an die Zusammenarbeit mit externen Beratungs- und IT- Dienstleistern. Die bisherigen IT-Dienstleister bringen nicht immer die benötigten Kompetenzen hinsichtlich der Konzeption und Umsetzung der neuen Themen wie virtuelle Kraftwerke, Smart Metering oder Big Data mit. EVU benötigen Dienstleistungspartner, die sowohl die physikalischen und energiespezifischen Themen beherrschen als auch die klassische IT-Welt gut kennen. Vor allem kommt es darauf an, wie gut sie beide Welten miteinander verzahnen können. In vielen EVU kommt hinzu, dass die IT-Abteilung inhaltlich und technologisch sehr weit weg von den Anforderungen der Fachbereiche ist, weshalb neue Wertschöpfungspartnerschaften entstehen müssen. optimale Steuerung muss ein Verbund von Energieund Datennetzen aufgebaut werden. Ferner bedarf es geeigneter IT-Prozesse, um das durch Smart Grid bedingte dramatisch ansteigende Datenvolumen verarbeiten zu können. Aufgrund der wachsenden Anzahl von kleineren Einspeisungen in die örtlichen Verteilernetze für Strom sind sowohl die Energieerzeugung als auch die Stabilisierung der Netze schwieriger geworden. Mehr als 90 Prozent des regenerativ erzeugten Stroms müssen über die Verteilernetze aufgenommen und verteilt werden. Problematisch ist bereits der Fakt, dass die Netze vielfach nicht auf eine dezentrale Einspeisung von Strom ausgelegt sind und erst sukzessive modernisiert werden. Vor allem aufgrund der durch Smart Grid exorbitant ansteigenden Datenmengen ist die Koordinierung einer großen Anzahl von regional verteilten Erzeugungsstellen notwendig. Eine Variante hierbei ist das virtuelle Kraftwerk als eine Zusammenschaltung von dezentralen Stromerzeugungseinheiten. Für die Energieversorger ist in diesem Beispiel die Produktionsplanung und die Abrechnungen zwischen vielen Erzeugern und Finanzkreisen hochkomplex. Dies stellt hohe Anforderungen an die Modernisierung der Geschäfts- und IT-Prozesse durch den Einsatz von Automatisierungslösungen und analytischen Softwareanwendungen. Mithilfe komplexer statistischer Verfahren können risikoorientierte technische und wirtschaftliche Zusammenhänge identifiziert und Wahrscheinlichkeiten berechnet werden, um ein genaues Bild von der aktuellen und bevorstehenden Auslastung des Netzes zu erhalten. Beispiel: Management von Produktion und Verteilung mit Smart Grid: Zur technologischen Umsetzung von Smart Grid sind einige Herausforderungen zu lösen: Mit Blick auf eine 10

F U T U R E U T I L I T Y 2 0 3 0 - E N E R G I E V E R S O R G ER A U F I H R E M W E G I N E I N E N E U E Z U K U N F T VERSCHIEBUNG DER INVESTITIONSSCHWERPUNKTE Die Aufgaben für die Energieversorgungsunternehmen, ob kleine oder große, sind daher gewaltig. Zur Modernisierung und Erweiterung der Infrastruktur und zur Erschließung neuer Geschäftsfelder sind riesige Investitionen und ein Umverteilen der Ausgaben nötig. All das erfordert neben neuen Formen der internen Zusammenarbeit vor allem finanzielle Mittel primär aus dem Cashflow des laufenden Geschäfts. Dies zwingt die EVU, eine ausgewogene Balance zwischen gegenwärtigem und zukünftigem Geschäft zu finden – zwischen den mittlerweile recht mageren „Cashcows“ des traditionellen Geschäfts und den hohen Investitionen in die Geschäftsfelder von morgen. Ein Blick auf andere Branchen Ein großes Problem – aber sind die Energieversorgungsunternehmen damit allein? Nein, denn eine Analogie besteht zur Automobilindustrie: Dort werden, ebenso unter dem Druck von veränderten sozialen Präferenzen und politischen Vorgaben, neue Strategien entwickelt und konsequent umgesetzt: neue Konzepte für Antriebe, für weniger Emissionen, für ganze Mobilitätskonzepte wie car2go oder DriveNow sowie für neue Autoideen, um die Bedürfnisse von Kunden in anderen Ländern zu decken. In Entwicklung, Produktion und IT muss daher massiv investiert werden, ebenfalls aus dem laufenden Cashflow. Es gilt, ein komplexes Spannungsfeld zwischen harten Kosteneinsparungen und Investitionen in Innovationen zu beherrschen. Ein probates Instrument zum Meistern dieser beiden Herausforderungen ist die Modernisierung der IT-Strukturen, um mehr Effizienz zu erreichen und gleichzeitig die unterstützenden IT-Prozesse für die neuen Anforderungen fit zu machen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Konsolidierung der IT-Systeme sowie der Datenbanken, aber auch auf der stärkeren Automatisierung in den Geschäftsprozesse, um die Durchlaufzeiten und damit die Produktivität zu erhöhen. Die Automobilindustrie ist ferner ein gutes Beispiel dafür, wie sich starre Prozesse flexibilisieren lassen – der Anfang muss nur erst gemacht werden. Mag sein, dass die Automobilindustrie beim Konsumenten noch ein etwas besseres Ansehen genießt, weil Autos im Gegensatz zu Kilowattstunden durchaus anschaulicher und schlicht das emotionalere Produkt sind. Dafür hat die Energiewirtschaft andere „Assets“, auf die sie bauen kann. WELCHE PERSPEKTIVEN HABEN EVU MORGEN UND ÜBERMORGEN? Die Energieversorgungsunternehmen stecken, wie die Automobilindustrie vor Jahren, mitten in einer der größten Aufgaben, die sie in ihrer bisherigen Existenz zu bewältigen hatten: dem Umbau ihrer Unternehmen und der gesamten Branche sowie der digitalen Transformation. Für eine Lünendonk-Studie über künftige Herausforderungen und deren Umsetzung wurden unter anderem Top-Manager von Energieunternehmen persönlich befragt, welche mittelfristigen Herausforderungen sie im Zeitraum 2015 bis 2020 zu bewältigen haben. Die häufigsten Antworten entfielen auf folgende Themen: • Wachstum/Positionierung • Corporate Social Responsibility • Nachhaltigkeit • Veränderte Kundenanforderungen • Effizienzsteigerung und Kostensenkung Diese unterschiedlichen und in ihrer Priorität der Umsetzung abweichenden Aufgaben haben jeweils einen unterschiedlich weiten Zeithorizont, sozusagen eine Zukunft I und eine Zukunft II. 11

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