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DE | inscom 2014 Report

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Digitale Innovation in der Versicherungsbranche

Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion „Digital Innovation – Lust oder Frust?“ Schnellboote statt Tanker „Digital Innovation – Lust oder Frust?“ lautete das Thema der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion, die auch dieses Mal einen der Höhepunkte der inscom darstellte. Welchem Veränderungsdruck sehen sich Versicherer im Zuge der Digitalisierung ausgesetzt? Was zeichnet innovative Unternehmen aus? Was beflügelt und was hemmt Innovationen? Und wie verändert sich die Rolle des CIO? – viele Themen für einen lebhaften Meinungsaustausch. „Wer auf die Veränderungen durch die fortschreitende Digitalisierung unserer Gesellschaft nicht reagiert, wird zukünftig in Probleme geraten“, brachte Dr. Jörg Dahmen von der Generali Deutschland die Lage auf den Punkt. Versicherungen müssen sich jetzt bewegen und beim Thema „Digital Innovation“ ernst machen – darin waren sich alle Teilnehmer der Podiumsdiskussion einig. Während die Generali bereits mit innovativen Lösungen punktet (siehe Seite 18) und auch US-Versicherer die Zeichen der Zeit schon länger erkannt haben, verharren viele Versicherer noch wie „schwerfällige Tanker, die zum Beschleunigen auf Ruderer setzen“ – so Professor Johann Füller. Ein Problem der deutschen Versicherer ist seiner Meinung nach deren ausgeprägte Innensicht. Anstatt zu überlegen, welche Tarife sie noch einführen könnten, sollten sie fragen, was der Kunde wirklich braucht. Den Markt und das Nutzungsverhalten der Konsumenten beobachten und dafür neue Lösungen entwickeln, das zeichnet innovative Unternehmen aus. Ein weiteres Merkmal ist der Mut zum Experiment, mit kleinen agilen „Schnellboot“-Teams einen neuen Blick auf Versicherungen zu werfen und Produkte neu zu denken. Der US-Markt nimmt hier leichter neue Impulse auf als der europäische, so Michael D. Barnett. Zum einen weil der US-Markt offener für ausländische Unternehmen sei. Zum anderen weil die Versicherer Anregungen aus dem Ausland schneller aufgriffen. Zudem, so der Experte, sei auch das unternehmerische Denken – das dritte Merkmal eines innovativen Versicherers – stärker ausgeprägt: „In den USA sind die Marktakteure eher bereit, Regeln zu brechen, um sich auf Innovationen zu konzentrieren.“ 8

„Der CIO der Zukunft muss heute schon planen, was das Business morgen wünschen sollte.“ Dr. Rainer Janßen, CIO, Munich Re „Der CIO wird in den Vorständen eine wichtigere Rolle spielen und sollte in Zukunft so wichtig sein wie heute die CFOs.“ Michael D. Barnett, President and CEO, mL3 global life „Digitalisierung nur aus dem Blickwinkel von Prozessoptimierung und Automatisierung zu betrachten, greift zu kurz: Wir müssen alle Elemente der Wertschöpfungskette in den Fokus nehmen – von der Produktentwicklung bis zum Leistungsfall.“ Dr. Jörg Dahmen, Abteilungsleiter Prozessoptimierung, Generali Deutschland „Versicherungsunternehmen sind wie große Tanker, langsam und unbeweglich. Jetzt kommen kleine, wendige Schnellboote, die nicht nach den bisherigen Regeln handeln. Wenn sich die Unternehmen weiterhin wie die Tanker verhalten, können sie nicht bestehen.“ Prof. Dr. Johann Füller, CEO, HYVE – the innovation company Ein wichtiger Innovationstreiber ist Big Data. Konzerne wie Google oder auch Walmart wissen Daten effektiv zu nutzen und werden schon bald in Konkurrenz zu etablierten Versicherern treten. Allerdings bilden Datenschutzrichtlinien und Privacy-Anforderungen im stark regulierten Versicherungsmarkt erhebliche Innovationshemmnisse. Dabei liegt das Problem laut Dr. Rainer Janßen vor allem in der Vielzahl der lokalen und globalen Regelungen, die einander oft widersprächen. Hier wäre eine Vereinheitlichung der Regulierung wünschenswert. Als weiteres Hemmnis gilt der Mangel an Fachkräften. Doch müssen, so Dr. Rainer Janßen, nicht zwingend neue Köpfe angeworben werden: „Manchmal genügt es, etwas frische Luft hereinzulassen. Dann kann man auch mit dem bestehenden Personal innovativ weiterarbeiten.“ Rollen in der IT werden sich verändern – auch die des CIO: „Als Chief Innovation Officer ist er gefordert, stärker in die Rolle des CEO zu schlüpfen“, denn, erklärt Professor Johann Füller: „In Zukunft wird jedes Unternehmen zum Teil auch ein Softwareunternehmen sein.“ 9

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