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03 | 2016 NEWS

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u Unternehmenssteuerung

u Unternehmenssteuerung Abbildung 8: Prozess in bankplanung.punkt Steuerungscockpit – Aufbau und Funktionsweise am Beispiel der Kapitalplanung Im Folgenden wird die Funktionsweise des Steuerungscockpits am Beispiel der Kapitalplanung näher erläutert und die einzelnen Schritte detailliert betrachtet. Der Kapitalplanungsprozess führt (geplante) Ertragsgrößen aus den einzelnen Geschäftsfeldern, aufsichtsrechtliche Kategorisierungen der Risikoaktiva und Eigenkapitalplanung in den Kapitalquoten zusammen. Eine ertragssteigernde Maßnahme aus einem Geschäftsfeld, wie etwa die Ausweitung der Marge, führt zu einem höheren (geplanten) Ertrag, der sich über die Gewinnthesaurierung positiv auf die Kapitalquoten auswirkt, da mehr Eigenkapital angerechnet werden kann. Soll die Ertragssteigerung durch Erhöhung des Neugeschäftsvolumens erreicht werden, wirkt dies gleichzeitig über die Bilanzstrukturplanung und die damit verbundene Planung der Risikoaktiva sowohl auf die Entwicklung des Eigenkapitals als auch auf eine Erhöhung der Risikoaktiva (in Abhängigkeit des Produkts beziehungsweise Geschäftsfelds). Eine pauschale Aussage, wie sich eine derartige Maßnahme auf die Kapitalquoten auswirkt, ist nicht möglich. Ausgangsbasis sind die Ist-Abläufe der Geschäftsfelder, die in das Tool integriert wurden. Für die Planung können Mustergeschäfte mit den Werten Laufzeit, Tilgung und Margen(-Bestandteile) definiert und festgelegt werden (siehe Abbildung 8). Anschließend werden die Anteile der Risikoaktiva (RWA 6 ) der einzelnen Geschäftsfelder hinterlegt, um einen Zusammenhang zwischen Geschäftsfeldplanung und Entwicklung der Risikoaktiva herzustellen. Bei der Planung der Geschäftsfelder gilt es, Volumenentwicklungen zu erfassen. In der Eigenkapitalplanung werden die Rahmenbedingungen für die Eigenkapitalberechnung festgelegt. Die tatsächliche Eigenkapitalentwicklung hängt ganz entscheidend von der Ertragsrechnung ab. Alle notwendigen Berechnungen finden im Tool statt, sodass sich die Analyse im Steuerungscockpit direkt anschließt. Die Analyse (Abbildung 9) startet beim Überblick der KPI 1 . Hier wird die Gesamtkapitalquote des aktuellen Jahres und der fünf Folgejahre ausgewiesen. Sie ergibt sich aus der Geschäftsfeldplanung, der Ertragsrechnung, der Parametrisierung der Risikoaktiva-Anteile und der Eigenkapitalplanung – Auswahl „CRR 7 “ im Werttreiberbaum 2 . Über die Auswahl „RWA“ im Steuerrad 3 wird die Summe der Risikoaktiva in ihre Bestandteile nach RWA-Kategorie aufgeschlüsselt 4 . Sie sind letztlich das Ergebnis der Bilanzstrukturplanung. Über die Auswahl des Bruttokonditionenbeitrags 5 in der GuV kann im Schieberegler 6 die Auswirkung einer Ergebnisausweitung simuliert werden. Sie wirkt über das Jahresergebnis und die Gewinnthesaurierung auf die Eigenkapitalausstattung – die Gesamtkapitalquote (zum Beispiel im Überblick KPI) verbessert sich. Wird im Bereich der Geschäftsfelder ein einzelnes Geschäftsfeld 7 ausgewählt, kann über den Schieberegler eine Volumenausweitung dieses Geschäftsfelds simuliert werden. Dies führt zu einer 6 RWA = Risk Weighted Assets 7 CRR = Capital Requirements Regulation 8 I NEWS 03/2016

Unternehmenssteuerung t 1 5 7 3 6 2 4 Abbildung 9: Beispiel der Kapitalplanung im Steuerungscockpit Erhöhung sämtlicher Bestandteile des Zinsergebnisses (zum Beispiel Liquiditätsbeitrag und Konditionenbeitrag) und dadurch ebenfalls zu einer Erhöhung des Eigenkapitals. Gleichzeitig wirkt die Volumenerhöhung auf die Summe der Risikoaktiva. Dies kann im Steuerrad unter „RWA“ eingesehen werden. Daraus resultiert ein Effekt, der die Gesamtkapitalquote verringert. In Summe wirken hier beide Effekte (EK-Erhöhung und RWA-Erhöhung). Welcher Effekt überwiegt, wird im Werttreiberbaum angezeigt. Für eine gezielte Steuerung können am Mustergeschäft die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalkosten hinterlegt werden. Dadurch wird die Eigenkapitalbelastung durch die Geschäftsfelder direkt eingepreist und kann im Steuerungscockpit direkt ausgewertet werden. die Möglichkeit von Ad-hoc-Auswertungen einen zielgerichteten, durchgängigen und schnellen Prozess im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung. Weiter wird der Planungsansatz ergänzt durch Simulationsmöglichkeit und Schieberegler-Systematik sowie die Umsetzung eines echten Steuerungsanspruchs: Die Institute erkennen per Knopfdruck, wie sich unterschiedliche Planungsprämissen auf die Gewinnthesaurierung auswirken. Darüber hinaus unterstützt dieser Ansatz explizit die Nachfragen der Aufsicht zur mehrjährigen Stabilität der Ertragsentwicklung (Geschäftsmodellanalyse) sowie der Vernetzung von aufsichtsrechtlichen und ökonomischen Anforderungen im Rahmen des Zielfindungsprozesses der jährlichen Planungsrechnung. Steuerungscockpit – eine sinnvolle Erweiterung im Rahmen des Planungsprozesses Bei Bedarf kann die Parametrisierung flexibel auch auf feineren Ebenen durchgeführt werden, was die Ergebnisgüte und die Durchgängigkeit der Planungsrechnung erhöht. Im Kundengeschäft kann auf einzelne Produkte und Berater und im Eigengeschäft bis auf Einzelpapiere zurückgegriffen werden. Analog zum hier dargestellten Beispiel können im Steuerungs- cockpit die weiteren aufsichtsrechtlichen Kennzahlen sowie die unterschiedlichen Ertrags- (und/oder auch Provisionsüberschuss) und Kostenkomponenten und sich daraus ergebende Kennzahlen analysiert werden. Mit dem vorgestellten Steuerungscockpit sind mehrere Vorteile verbunden. Zum einen vereint es die Planung mit der Findung von adäquaten Zielkennzahlen. Zum anderen unterstützt es durch Ansprechpartner Alexander Kregiel Lead Business Consultant, Business Consulting > +49 (0) 151 / 12155409 > alexander.kregiel@msg-gillardon.de Dr. Sven Heumann Senior Business Consultant, Business Consulting > +49 (0) 7252 / 9350 - 212 > sven.heumann@msg-gillardon.de NEWS 03/2016 I 9

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