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03 | 2015 NEWS

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Regulierung im Wettbewerb

Erhöhung der

Erhöhung der Kapitalanforderungen in Sicht Überprüfung des Kreditrisiko-Standardansatzes von Emiliano Rodriguez Villegas und Stephan Vorgrimler Im März 2015 veröffentlichte der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht im Konsultationspapier d307 „Revisions to the Standardised Approach for credit risk“ Vorschläge zur Weiterentwicklung des jetzigen Kreditrisiko-Standardansatzes (KSA). Dieses Papier ist Teil einer größeren Initiative 1 mit dem Ziel, die Schwankungsbreite der Kapitalunterlegung für vergleichbare Portfolien zwischen verschiedenen Instituten zu reduzieren. durch eine, laut Basler-Ausschuss, geringe Anzahl an einfachen, intuitiven und verfügbaren Risikofaktoren. Reduzierte Granularität und Sensitivität: Der Fokus des bisherigen KSA auf Einfachheit der Umsetzung hat zu einer vergleichsweise geringen Anzahl an Risikoklassen geführt. Der neue Ansatz sieht hier eine Erhöhung vor. Gründe für die Anpassung des aktuellen Ansatzes Der Ausschuss hat folgende Schwächen am derzeitigen Ansatz identifiziert und entsprechende Lösungen vorgeschlagen: „Blindes Vertrauen“ in externe Ratings: Eine mechanische Verwendung externer Ratings und fehlende institutseigene Analysen können zu Schwächen im Risikomanagement und zu „Herdenverhalten“ führen – mit entsprechend negativen Folgen für die Finanzmarktstabilität. Der neue Ansatz ersetzt externe Ratings 1 In diesem Sinne wurden auch andere Papers für Operationelles, Adress- und Marktpreisrisiko veröffentlicht. Siehe Basel Committee on Banking Supervision: - Operationelles Risiko: Revisions to the simpler approaches – consultative document, October 2014, www.bis.org/publ/bcbs291.htm - Marktpreisrisiko: Fundamental review of the trading book – second consultative document, October 2013, www.bis.org/publ/bcbs265.htm - Adressrisiko: The standardised approach for measuring counterparty credit risk exposures, March 2014, www.bis.org/publ/bcbs279.pdf sowie, Capital floors: the design of a framework based on standardised approaches www.bis.org/bcbs/publ/d306.pdf. 18 I NEWS 03/2015

Unternehmenssteuerung t Veraltete Kalibrierung: Seit der Einführung des aktuellen Ansatzes haben sich die Finanzmärkte stark verändert; insbesondere die Volatilität hat sich erhöht. Daher schlägt das Konsultationspapier unter anderem Anpassungen bei den Haircuts von finanziellen Sicherheiten vor. Mangel an Vergleichbarkeit zwischen KSA und IRB: Trotz grundlegender Unterschiede zwischen den Ansätzen sollte nach Ansicht des Basler Ausschusses ein Vergleich noch möglich sein. Die gegenwärtige Modellierung mit teilweise optimistischen Parametern und mögliche Modellrisiken erschweren aus der Sicht des Ausschusses einen „fairen“ Vergleich der Kapitalanforderungen unter den Banken. Der neue Ansatz soll die Vergleichbarkeit der Kapitalanforderungen verbessern und die Abweichungen zum IRB-Ansatz reduzieren. An dieser Stelle ist anzumerken, dass Anforderungen an Staaten, Zentralbanken und öffentliche Stellen nicht in diesem Ansatz diskutiert und berücksichtigt werden, sondern später überarbeitet werden sollen. Die Änderungen im Überblick Ziel der vorgeschlagenen Änderungen des Standardansatzes (KSA) ist die Erhöhung der Risikosensitivität bei gleichzeitig geringerer Abhängigkeit von externen Ratings. Die Anpassung soll die bisherige Struktur des KSA erhalten, auch für kleinere Institute einfach umsetzbar sein und weiterhin auf selbstgeschätzte Parameter PD, LGD, CCF verzichten. Außerdem sollten relevante Definitionen mit dem IRBA harmonisiert werden. Vor diesem Hintergrund wurden folgende wesentliche Risikotreiber für die Berechnung der Risikogewichte ausgewählt (siehe Tabelle1). Die Änderungen werden in den nächsten Abschnitten für die einzelnen Forderungsklassen betrachtet. Risikotreiber RWA-Range Forderungsklasse Früher Neuer Ansatz Früher Neuer Ansatz Banken Externes Rating > Kernkapitalquote > Asset Quality Ratio 20% -150% 30% - 300% Unternehmen Externes Rating > Umsatz > Leverage 20% -150% 60% - 300% Mengengeschäft Gemäß Definition Striktere Definition 75% 75% / 100% Durch Wohnimmobilien besicherte Positionen Gemäß Definition > Beleihungsauslauf > Schulddienstfähigkeit 35%/100% 25% - 100% Durch gewerbliche Immobilien besicherte Positionen Gemäß Definition Beleihungsauslauf 50%/100% 25% - 120% Tabelle 1: Überblick über den neuen Ansatz NEWS 03/2015 I 19

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