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02 | 2017 public

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Schwerpunkt: Agilität und digitale Transformation

Weiter führt sie aus:

Weiter führt sie aus: „Jede Verhaltensänderung, die wir wollten, konnten wir [mittels Chatbots] herbeiführen. Wenn ein Kunde mehr kaufen sollte, konnten wir die Verkäufe verdoppeln. Wenn wir mehr Beteiligung wollten, konnten wir Leute von ein paar Sekunden Interaktion bis auf über eine Stunde täglich bringen.“ An dieser Stelle wird es für den ungeschützten, unbedarften Nutzer immer schwerer, die oben postulierte digitale Kompetenz zu erwerben, Zusammenhänge, Abläufe und Motive zu erkennen, den Überblick zu bewahren. THE MORGAN PROJECT Auch hierzu ein Beispiel: Bei der Produktion des Horrorfilms „The Morgan Project“ wurde 2016 das oben genannte IBM-System Watson eingesetzt, um zum ersten Mal durch ein KI-System automatisch einen Filmtrailer erstellen zu lassen. 13 Auftrag an Watson war, einen Trailer größtmöglicher Angsterzeugung zu erstellen. Um zu verstehen, was „Angst“ bedeutet, wurde das KI-System mit 100 klassischen Horrorfilmen „gefüttert“, die es einer visuellen Analyse, einer Audio-Analyse und einer Analyse der Szenenzusammensetzung unterzog, um die stärksten Angstauslöser zu identifizieren. Im Anschluss schnitt Watson dann automatisch aus dem Zielfilm passende Szenen zu einem Trailer zusammen. Wofür sonst ein mehrköpfiges Team zwischen 10 und 30 Tage beschäftigt war, erledigte Watson (mithilfe eines menschlichen Filmeditors 14 ) in 24 Stunden. Das Ergebnis unterscheidet sich in nichts von einem manuell erstellten Trailer – oder hätten Sie erkannt, dass eine KI Regie geführt hat? 15 Das Ergebnis geht über das „intelligente“ Befüllen eines Kühlschranks weit hinaus – es ist ein genuin kreatives Produkt, basierend auf der (aus den Referenzfilmen gewonnenen) Wahrnehmung menschlicher Angst durch eine künstliche Intelligenz. ETHISCHES HANDELN DER INGENIEURE UND TECHNOLOGEN In der Geschichte eilt in der Regel die Technologie der Ethik voraus. Technologischer Fortschritt gibt den Menschen neue, unbegreiflich effiziente und unüberschaubar mächtige Werkzeuge an die Hand. Diese Technologien in humanistischer Weise einzusetzen, gelingt leider oft erst, nachdem durch eine Katastrophe auf die „Nebenwirkungen“ ungezügelter Technikeuphorie hingewiesen wurde. Der technische Innovationsschub Anfang des 20. Jahrhunderts durch das maschinelle Töten im Ersten Weltkrieg, die umfassende Industrialisierung auf Basis fossiler Energie durch die dadurch verursachte Klimaveränderung, die Atomkraft durch Tschernobyl und Fukushima. Aber selbst nach solchen Katastrophen vollzieht sich ein gesamtgesellschaftliches Umdenken nur sehr langsam (unter Umständen zu langsam). Die spannenden und unbeantworteten Fragen an dieser Stelle lauten: Was wird das Fukushima der digitalen Transformation sein – und wie können wir es vermeiden? Um diese Frage zu beantworten, ist die oben geforderte digitale Kompetenz der Bürger der erste Schritt. Der zweite Schritt sind die Verantwortung und das ethische Postulat, das sich aus dem ersten Schritt ergibt, nicht an kommerzielle Anbieter und künstliche Intelligenzen auszuhändigen, sondern sie als Technologen, Ingenieure und Entscheider persönlich wahrzunehmen 16 – also konkret im eigenen Arbeitsumfeld den humanistischen Einsatz der digitalen Transformation zu fördern und nicht an einem zweifelhaften, dem Menschen schadenden und manipulierenden Einsatz teilzunehmen.• ANSPRECHPARTNER – DR. ANDREAS ZAMPERONI Leiter Center of Competence Projektmanagement Public Sector Solutions Consulting 1 http://www.telegraph.co.uk/business/2016/05/22/uber-app-can-detect-when-a-users-phone-is-about-to-die/ 2 https://www.w3.org/TR/2012/CR-battery-status-20120508/#security-and-privacy-considerations: „The information disclosed has minimal impact on privacy or fingerprinting, and therefore is exposed without permission grants” (Bei manchen Browsern, wie z.B. Firefox ist dieses API mittlerweile abschaltbar.) 3 Mehr zum Thema „Dynamic Pricing“ hier: http://etailment.de/news/stories/Fakten-und-Zahlen-zum-Dynamic-Pricing-4349 4 https://www.heise.de/ct/ausgabe/2014-18-Browserprofile-mit-Canvas-Fingerprinting-2283693.html 5 http://www.n-tv.de/technik/Akkustand-verraet-den-Nutzer-article15659521.html 6 https://de.wikipedia.org/wiki/Real_Time_Bidding 7 Die erste Kant‘sche Frage: „Was soll ich wissen?“ 8 Das Auslesen von Akkuinformationen lässt sich im Firefox abschalten (https://technique-blog.de/mozilla-entfernt-battery-api-zugunsten-der-privatsphaere/), gegen Canvas Fingerprinting und jegliche Form von Werbung helfen Addblock Plus (https://adblockplus.org/de/) oder Addblocker Ultimate (https://adblockultimate.net/) 9 https://www.theguardian.com/news/2017/may/21/ignore-or-delete-could-you-be-a-facebook-moderator-quiz 10 https://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/DE/NetzDG.html 11 https://www.technologyreview.com/s/608036/we-need-to-talk-about-the-power-of-ai-to-manipulate-humans/ 12 https://de.wikipedia.org/wiki/Watson_(K%C3%BCnstliche_Intelligenz) 13 https://www.ibm.com/blogs/think/2016/08/cognitive-movie-trailer/ 14 Der Anteil des Filmeditors waren das Unterlegen mit Musik, die Zwischentexte und der Feinschnitt. 15 https://www.youtube.com/watch?v=gJEzuYynaiw 16 Die zweite Kant’sche Frage: „Was soll ich tun?“ 18 | .public 02-17 | Kolumne

WAS IST ENTERPRISE SERVICE PLANNING? Wie Kanban, auf Organisationen angewendet, die gesamte Serviceerbringung effizienter machen kann | von DAVID J. ANDERSON, übersetzt von DR. ANDREAS ZAMPERONI Moderne Unternehmen bestehen aus einem Ökosystem unabhängiger, aber vernetzter Services (Dienste). Aus ihnen resultieren entweder Produkte, die im Markt angeboten werden, oder Ergebnisse immaterieller Natur, wie zum Beispiel Dienstleistungen. Verwaltungen, Ökonomen und Steuerbehörden fassen diese Art der Services unter dem Überbegriff „Professional Services“ zusammen. Peter Drucker nennt Personen, die solche professionellen Dienstleistungen erbringen, Knowledge Workers (Wissensarbeiter). 1 Es sind die Menschen, die mit kreativer Wissensarbeit ihren Lebensunterhalt verdienen und deren Entscheidungen letztlich den (finanziellen) Erfolg oder Misserfolg ihres Unternehmens ausmachen – also zum Beispiel Softwareentwickler, Architekten, Ingenieure oder Verwaltungsangestellte. Obwohl der Anteil professioneller Dienstleistungen an der Weltwirtschaft während der letzten 60 Jahre kontinuierlich gestiegen ist – selbst bei traditionellen Industrieunternehmen beläuft sich der Anteil der Kosten für Professional Services inzwischen auf mehr als 50 Prozent –, werden Firmen, die solche Leistungen erbringen oder von ihnen leben, notorisch schlecht gemanagt. Und trotz großer Anstrengungen, diese Firmen durch Technologien und Methoden bei ihrem Geschäft zu unterstützen, hat sich deren Produktivität in den letzten 50 Jahren nicht in einem vergleichbaren Verhältnis erhöht. Obwohl Menschen immer geschäftiger, immer gestresster zu sein scheinen und immer mehr Technologie einsetzen, um immer schneller reagieren zu können, ist der Zuwachs an Produktivität marginal. 1 Peter Drucker: The Landmarks of Tomorrow. Projektmanagement | .public 02-17 | 19

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