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02 | 2016 public

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Mythos oder WahrheIT

PM Projektmanagement

PM Projektmanagement konzentriert (analog zu CMMI für Organisationen). Zertifikate für Projektmanager bieten das V-Modell und HERMES. Insofern führt die Frage nach der „besseren“ Methode zu keinem QS Qualitätssicherung SE Systemerstellung KM Konfigurationsmanagement eindeutigen Ergebnis: Sie sind vergleichbar, haben jedoch individuelle Stärken und Schwächen. Der Hauptvorteil jeder Methode liegt jedoch in ihrer konsequenten Nutzung. Denn durch konsequentes Nutzen einer Methode Abbildung 5: Die vier Bereiche des Bundesvorgehensmodells Österreich Projekte in Phasen: Zunächst erfolgt die Planung, dann die Systemerstellung, dann der Betrieb. Das IT-BVM hat sich die vornehmlichen Ziele gesetzt, die Softwarequalität zu verbessern, die Softwarekosten über den Lifecycle einzudämmen und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten zu verbessern. WELCHE METHODE IST BESSER? Alle genannten Methoden des öffentlichen Sektors haben vergleichbare Ziele und stellen ausführliche Dokumentation bereit. HERMES bietet darüber hinaus die Möglichkeit der Onlinenutzung. V-Modell, HERMES und das Bundesvorgehensmodell stellen vollständige Vorgehensmodelle für das Projektmanagement dar, während die S-O-S-Methode eine solche voraussetzt und sich mehr auf die Bewertung des Projektstatus • wird in jedem Fall ein gemeinsamer Sprachgebrauch etabliert und damit einem der Hauptprobleme im Projektmanagement – der unzureichenden Kommunikation – begegnet. • werden erprobte Templates und Vorgehensvorgaben verwendet, ein gemeinsamer Qualitätsstandard etabliert und so die Wahrscheinlichkeit, Probleme zu übersehen, gesenkt. Bliebe noch die Frage, ob V-Modell, S-O-S-Methode, HERMES oder das IT-BVM für IT-Projekte im öffentlichen Sektor wirklich geeigneter sind als die verbreiteten Standards von PMI, IPMA oder PRINCE2. Die Antwort lautet (erwartungsgemäß): Es kommt darauf an. Die Nutzung von Standards ist immer nur dort sinnvoll, wo die Standards inhaltlich passen. Und da der öffentliche Sektor in der Tat sehr spezielle Anforderungen und Rahmenbedingungen aufweist, wäre es sinnvoll, die Methoden von PMI, IPMA oder PRINCE2 so einzusetzen, dass sie diesen speziellen Anforderungen und Rahmenbedingungen Rechnung tragen. Das lassen diese Standards auch zu. Die Vorgehensmodelle für den öffentlichen Sektor sind jedoch Weiterentwicklungen standardisierter Vorgehensweisen, die ihr spezielles Einsatzgebiet berücksichtigen. Sie müssen also nicht noch zusätzlich angepasst werden. Land Zertifikat Anpassbar Agil Maßgebliche Literatur/Quelle/Link V-Modell XT D Ja Ja Ja http://www.cio.bund.de/Web/DE/Architekturen-und- Standards/V-Modell-XT/vmodell_xt_node.html S-O-S-Methode D Nein Ja Nein 3 http://www.cio.bund.de/Web/DE/Architekturen-und-Standards /S-O-S-Methode-fuer-Grossprojekte/sos_methode_node.html HERMES CH Ja Ja Ja http://www.hermes.admin.ch Bundesvorgehensmodell Ö Nein Eingeschränkt 4 Nein 5 http://www.bv-modell.at Tabelle 1: Vorgehensmodelle im Vergleich 3 Es können jedoch agile PM-Methoden unterlegt werden. 4 Weil auf Basis des V-Modells 97 definiert, das die umfangreichen Tailoring-Möglichkeiten des V-Modells XT noch nicht enthielt. 5 Weil auf Basis des V-Modells 97 definiert, also noch vor agilen Methoden. 22 | .public 02-16 | Management

UND WAS IST MIT „AGIL“? FAZIT Das V-Modell XT und HERMES berücksichtigen agile Ansätze, wie sie sich in den letzten Jahren etabliert haben. Das österreichische Bundesvorgehensmodell kann dies in seiner festgelegten Form nicht, da es auf dem V-Modell 97 aufbaut. Eine Erweiterung im Sinne des V-Modells XT wäre aber sicher sinnvoll und auch machbar. Da die S-O-S-Methode eine zugrunde liegende Projektmanagementmethode voraussetzt, geht sie zwar selbst nicht agil vor, kann aber auf agile Projekte angewendet werden. DOS AND DON'TS Bei aller Methodendiskussion darf man eines nicht vergessen: Auch die beste Methode ersetzt nicht eine erfahrene Projektleitung! So ist es von wesentlicher Bedeutung, die angebotenen Bausteine in angemessener Detaillierung einzusetzen: Dass ein Werkzeug eingesetzt werden kann, bedeutet nicht, dass es auch vollständig eingesetzt werden muss. Oft ist es zum Beispiel zweckmäßiger, ein schlankes, aber aussagekräftiges Reporting aufzusetzen, als detaillierte Berichte in hoher zeitlicher Dichte zu erstellen. Ähnliches gilt für die Controlling-Häufigkeit: Zu große Zeitintervalle machen ein Gegensteuern unmöglich, aber zu kurze Intervalle erzeugen nur zusätzlichen Aufwand ohne wirklichen Mehrwert. Sinnvoll ist auch, sich regelmäßig die Ziele eines Projekts bewusst zu machen und zu hinterfragen, ob es im Hinblick auf die Gesamtheit der Parameter (Umfang, Kosten usw.) noch auf dem richtigen Kurs ist. Manche Vorgehensmodelle schreiben dies vor, andere nicht. V-Modell, S-O-S-Methode, HERMES oder das IT-BVM stellen, genauso wie die Standards von PMI, IPMA oder PRINCE2, seriöse und professionelle Vorgehensmodelle zum Projektmanagement dar. Wesentlich ist, die Methode zu wählen, die im jeweiligen organisatorischen Kontext verbreitet und idealerweise De-facto-Standard ist. Hier bieten sich die speziell für den öffentlichen Sektor entwickelten Methoden an. Keine Projektmanagementmethode funktioniert ohne angemessene Anwendung durch Projektmanager mit passender Erfahrung. Aber neben der angemessenen Anwendung einer seriösen PM-Methode bleibt die Wahl einer erfahrenen Projektleitung immer noch der wesentliche Erfolgsfaktor für Projekte. ANSPRECHPARTNER – DR. CHRISTOF BORN Leiter Competence Center Projektmanagement • +49 6196 99845-5385 • christof.born@msg-systems.com Eine erfahrene Projektleitung wird diese Aspekte kennen und berücksichtigen, eine unerfahrene nicht. Die Benennung einer geeigneten Projektleitung ist daher von größter Wichtigkeit. An dieser Stelle werden Zertifikate für Projektleiter sinnvoll: Sie sind ein erster Schritt, um zumindest theoretische Kenntnisse nachzuweisen, in höheren Zertifizierungsstufen auch konkrete Projekterfahrung. Management | .public 02-16 | 23

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