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02 | 2016 NEWS

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Wohin? - Aufsichtsrecht und Meldewesen

u Aufsichtsrecht und

u Aufsichtsrecht und Meldewesen Insgesamt lassen sich an einigen Stellen tendenzielle Erhöhungen prognostizieren. Die Änderungen sollen bis zum 1. Januar 2017 Anwendung finden. Eine zeitnahe Analyse der Auswirkungen auf Eigenkapitalanforderungen und IT-Prozesse ist zielführend. Weiterhin werden Einschränkungen hinsichtlich der Schätzung der einzelnen Parameter in Form von Untergrenzen vorgeschlagen. Für Unternehmen im fortgeschrittenen IRB soll die unbesicherte LGD mindestens 25 Prozent betragen; auch eine (noch nicht quantifizierte)Untergrenze für die Downturn-Komponente ist vorgesehen. IRB-Ansatz Am 24. März veröffentlichte der Baseler Ausschuss ein Konsultationspapier 5 zur Überarbeitung des IBA-Ansatzes. Ein wesentlicher Bestandteil der Überarbeitung liegt auf der Einschränkung des Anwendungsbereichs des IRB. Hintergrund ist die Überlegung, dass für sogenannte Low-Default-Portfolien eine robuste quantitative Schätzung der Parameter eine Herausforderung darstellt. Folgende Einschränkungen werden vorgeschlagen: Zudem wird der Anwendungsbereich für CCFs ausgeweitet. Ferner sollen die CCFs des KSA Verwendung finden, d. h. mindestens 50 Prozent. Auch werden die Vorgaben an die Schätzung von CCFs konkretisiert, u. a. durch die Vorgabe eines festen Zeitfensters von zwölf Monaten und des Verzichts auf die Kappung bei 100 Prozent der Zusage. Im IRB-Basis-Ansatz sollen künftig Immobiliensicherheiten stärker berücksichtigt werden; hierfür wurde der Bewertungsabschlag auf 50 Prozent und die besicherte LGD auf 20 Prozent festgelegt (ähnliche Änderungen gelten auch bei Zessionen und Sicherungsübereignungen). Für Bürgschaften wird der Double-Defaut-Ansatz wegfallen. Banken Portfolio Große Unternehmen (>50 Mrd. Bilanzsumme) Mittlere Unternehmen (>200 Mio. Umsatz) Aktien und Beteiligungen Spezialfinanzierungen Staaten Änderung Wegfall des IRB-Ansatzes Wegfall des IRB-Ansatzes Wegfall des fortgeschrittenen IRB- Ansatzes, d. h. keine eigenen Schätzungen mehr von LGDs und CCFs Wegfall des IRB-Ansatzes Wegfall des PD-LGD-Ansatzes, es verbleiben lediglich Standardansatz und aufsichtlicher Zuordnungsansatz (Slotting-Ansatz) Eine „vorsichtige, graduelle und ganzheitliche“ Überarbeitung wird angekündigt. Das Papier korrespondiert u. a. mit dem EBA-Papier „Future of the IRB-Approach“ vom März 2015 und steht zur Konsultation bis zum 24. Juni 2016. Future of the IRB-Approach Im Januar 2016 veröffentlichte die EBA zwei Dokumente, die Bezug auf das Papier „Future of the IRB-Approach“ 6 nehmen. Zum einen 7 stellt die EBA die Antworten der Banken zur Konsultation konsolidiert dar. Zum anderen ändert sie den Zeitplan 8 zur Umsetzung. Konkret sieht dieser eine Umsetzung der Vorschläge nach institutsindividueller Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden bis spätestens 2020 vor. 5 BCBS d362: Reducing variation in credit risk-weighted assets – constraints on the use of internal model approaches. 6 Future of the IRB-Approach EBA/DP/2015/01, vgl. hierzu auch Newsletter 03/2015. 7 EBA Report on the regulatory review of the IRB Approach. 8 Opinion of the European Banking Authority on the implementation of the regulatory review of the IRB Approach EBA/Op/2016/01. 46 I NEWS 02/2016

Aufsichtsrecht und Meldewesen t Leitlinien zur Rechnungslegung für erwartete Kreditverluste Die Leitlinien zur Rechnungslegung für erwartete Kreditverluste wurden vom BCBS finalisiert. 9 Wie bereits in dem Konsultationsdokument beruht das finale Dokument auf den vorgeschlagenen elf Prinzipien, die regulatorische Rahmenbedingungen zur Bilanzierung erwarteter Kreditausfälle enthalten. Im elfseitigen Anhang werden konkret Anforderungen hinsichtlich der Umsetzung des Impairments nach IFRS 9 gestellt. Eine Berücksichtigung dieser Leitlinien bei aktuellen IFRS9-Umsetzungsprojekten ist empfehlenswert. EBA-Stresstest 2016 Mit Richtlinien zu Stresstests 10 zielt die EBA u. a. auf den EBA- Stresstest 2016, in dessen Rahmen künftig u. a. Migrationsmatrizen im Kreditrisiko zu berücksichtigen sind. Außerdem wurde die Verlustquoten-Modellierung konkretisiert. Beide Themen sind auch für die Modellierung von institutsindividuellen Säule- 2-Stresstests interessant. Marktpreis- und Zinsänderungsrisiko Im Marktpreis- und Zinsänderungsrisiko sind in erster Linie folgende Veröffentlichungen interessant: Die EBA-Richtlinien zum Management von Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch 11 sind seit Januar 2016 gültig. 12 Zusätzlich wurden die geänderten Mindestkapitalanforderungen für Marktpreisrisiko veröffentlicht. Baseler Ausschuss ändert die Mindestkapitalanforderungen für Marktpreisrisiken Am 14. Januar 2016 veröffentlichte der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) die überarbeiteten Standards für die Mindestkapitalanforderungen für Marktrisiken (BCBS 352). 13 Die Standards stellen eine angemessene Reaktion des Ausschusses auf die Auswirkungen der globalen Finanzkrise dar. Sie werden nach aktueller Einschätzung einen erheblichen Einfluss auf die Kapitalanforderungen haben. Die überarbeiteten Standards konzentrieren sich auf drei Kernbereiche: > > die Neudefinition des Handelsbuchs, > > die Anpassung des sensitivitätsbasierten Standardansatzes > > die Umstellung vom Value-at-Risk auf den Expected-Shortfall und die Berücksichtigung von Marktilliquiditäten bei internen Modellen. Neudefinition des Handelsbuchs Für Finanzinstitute werden die Anreize zur regulatorischen Arbitrage mit der neuen Abgrenzung zwischen Handels- und Bankbuch reduziert. Die Anforderungen für eine nachträgliche Umwidmung werden zukünftig erhöht. > > Zusätzliche Hinweise für die Zuordnung zum Handelsbuch: Mit einer Liste von Instrumenten findet eine Zuordnung zum Handelsbuch statt. Bei etwaiger Abweichung muss die Bank zukünftig eine aufsichtsrechtliche Genehmigung erhalten. > > Reduzierung der aufsichtsrechtlichen Arbitrage: Wenn eine Umwidmung zu Kapitalersparung führt, wird zukünftig die Ersparnis der Säule 1 zugerechnet. > > Verstärkte Aufsichtsbefugnis und erhöhte Meldepflichten: Die Aufsicht kann eine Umwidmung erwirken, wenn sie der Auffassung einer Falschwidmung vertritt. Die Anpassung des sensitivitätsbasierten Standardansatzes Der Berechnung nach dem Standardansatz ist für jedes Handelsinstitut – auch für Banken mit internen Modellen – zwingend Vorschrift. Wenn interne Modelle inadäquat sind, fungiert der Standardansatz als Fallback. Mit dem Standardansatz sollen Konsistenz und Vergleichbarkeit gewährleistet werden. 9 BCBS d350: Guidance on credit risk and accounting for expected credit losses. 10 Consultation on the Guidelines on stress testing and supervisory stress testing EBA/CP/2015/28. 11 Guidelines on Technical aspects of the management of interest rate risk arising from non trading activities in the context of the supervisory review process (EBA/GL/2015/08). 12 siehe hierzu: Henkel/Stechmeyer-Emden/Wimmer, Alter Wein in neuen Schläuchen, News 01/2016. 13 Minimum capital requirements for market risk (BCBS 352). NEWS 02/2016 I 47

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