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02 | 2015 NEWS

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u Unternehmenssteuerung

u Unternehmenssteuerung Sie kann daneben auch qualitative Maßnahmen einleiten, z. B. bezüglich des Ausmaßes der Liquiditätsinkongruenzen oder des Risikoappetits (EBA GL Ziffer 452). Zusammenfassung und Ausblick Insgesamt beurteilt die Aufsicht die Überlebensfähigkeit eines Instituts unter dem Aspekt > > der Angemessenheit der Eigenkapitalausstattung, > > der Liquiditätsausstattung und dem Fundingprofil, > > der Governance, > > Kontrollmechanismen sowie > > dem Geschäftsmodell/der Strategie, um die aktuellen beziehungsweise künftigen Risiken abzudecken (EBA GL Ziffer 461). Das Gesamturteil führt zu einem Scorewert (1-4) beziehungsweise der Einstufung „failing or likely to fail“. Die aufsichtlichen Maßnahmen können recht umfangreich ausfallen und neben höheren Liquiditäts- oder Kapitalanforderungen z. B. auch Eingriffe in das Geschäftsmodell sowie Auflagen bezüglich der Governance und Kontrollverfahren bedingen. Auch kann die Aufsicht risikoreduzierende Maßnahmen bei den einzelnen Risikoarten anordnen. Die EBA GL gehen erkennbar wesentlich weiter als die MaRisk. Gleichzeitig bestehen derzeit für die betroffenen Banken unmittelbar, für alle anderen Banken mittelbar zahlreiche Unwägbarkeiten. Weder ist im Detail klar, nach welchen Kriterien die Kategorisierung der Institute vorgenommen wird, noch wie aufsichtliche Benchmarks aussehen und welche zusätzlichen, zum Teil kaum abschätzbaren Eigenkapitalanforderungen auf die Banken zukommen. Zu vermuten ist, dass sich viele Banken vom häufig verwendeten Going-Concern-Ansatz in der Risikotragfähigkeitsanalyse verabschieden (müssen). Banken werden wohl versuchen, die (vermutlichen) Kennzahlen der Aufsicht auch in der Banksteuerung tendenziell nachzubilden. Das Scoringmodell der Bankenaufsicht wird eine Blackbox bleiben – analog zur Situation der Firmenkunden beim Rating durch die Institute. Die interne Banksteuerung wird sich stärker als bisher an den aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen orientieren. Der SREP und damit künftig auch das deutsche Aufsichtsrecht sind schon in naher Zukunft sehr stark regelbasiert und nicht mehr – wie dies die deutsche Kreditwirtschaft von den MaRisk gewöhnt ist – prinzipienbasiert. Diese Vereinheitlichung des europäischen Aufsichtsrechts wird auch spezifischen Besonderheiten von Instituten beziehungsweise Institutsgruppen nur bedingt Rechnung tragen. Autor Prof. Dr. Konrad Wimmer Executive Partner, msgGillardon AG Die Eigenkapitalanforderung der Säule 1 von Basel III stellt pro Risikoeinheit die Untergrenze des Eigenkapitalbedarfs dar, die ergänzt wird um die SREP-bedingten EK-Anforderungen („Säule 1+“). Nur wenn die interne Eigenkapitalallokation für die wesentlichen Risiken zu einer höheren Eigenkapitalanforderung als die nach Säule 1 führt, ist diese maßgeblich. 4 > +49 (0) 89 / 943011 - 1539 > konrad.wimmer@msg-gillardon.de 4 Vgl. auch Krob, Enge Verzahnung, in: BI 01/2015, S. 56 f. 20 I NEWS 02/2015

Vertrieb & Kundenmanagement t Risiken erkennen Definition, Einordnung und Analyse des Vertriebsrisikos von Dr. Konrad Wimmer Definition und aufsichtsrechtliche Einordnung Vertriebsrisiko (synonym häufig Geschäftsrisiko) 1 bezeichnet das Risiko, die in der Vertriebsplanung eingearbeiteten Neugeschäftsziele, insbesondere Margenbarwerte (nach Adressrisikoprämien), Provisionsbarwerte und Rentabilitätsziele (Marge in Prozent) nicht erreichen zu können. Damit handelt es sich beim Vertriebsrisiko zugleich auch um das Neugeschäftsrisiko. Zum Neugeschäft zählen neben neu abgeschlossenen Verträgen aus neuen oder bereits bestehenden Kundenbeziehungen auch nachträgliche Vertragsveränderungen im Festzinsgeschäft (außerplanmäßige Ereignisse) sowie Prolongationen im Festzinsgeschäft. Das variable Geschäft stellt permanentes Neugeschäft dar („monatliche Prolongationen“). Bezüglich der außerplanmäßigen Ereignisse muss differenziert werden zwischen a) solchen, die aus der kundenseitigen Ausübung impliziter Optionen resultieren, mit der Konsequenz, dass ein etwaiger Schaden bei der Bank verbleibt; b) solchen, bei denen die Bank einen etwaigen Schaden infolge gesetzlicher Regelungen (Vorfälligkeitsentschädigung § 490 Abs. 2 BGB) oder einer freien Preisvereinbarung (Aufhebungsentgelte bei kulanterweise akzeptierten Vertragsveränderungen) auf den Kunden verlagern kann. Schäden aus außerplanmäßigen Ereignissen der Kategorie a) repräsentieren das schlagend gewordene Vertriebsrisiko, gegen das sich der Vertrieb durch Leistung einer Optionsprämie bei Abschluss des Kundengeschäfts bankintern versichern kann. Die Schäden belasten dann konsequenterweise das Vertriebsergebnis nicht mehr. Schäden aus außerplanmäßigen Ereignissen der Kategorie b) sind aus Gesamtbanksicht als schadensneutral anzusehen, da der Schaden der Bank vom Kunden getragen wird. Nur wenn die Bank auf die Schadensverlagerung auf den Kunden verzichtet, wird das Vertriebsrisiko schlagend und belastet ausnahmsweise das Vertriebsergebnis. Da das Vertriebsrisiko unmittelbar dem Vertrieb zugerechnet werden kann, muss es auch dort verantwortet werden. Im Umkehrschluss sind alle Effekte, wie zum Beispiel Adressausfallrisiken, zu eliminieren, auf die der Vertrieb keinen Einfluss hat. NEWS 02/2015 I 21

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