Aufrufe
vor 3 Jahren

02 | 2014 NEWS

  • Text
  • Bank
  • Sicherheit
  • Technologie
  • Digital
  • Innovationen
  • Anforderungen
  • Msggillardon
  • Porsche
  • Risikovorsorge
  • Ifrs
  • Beziehungsweise
  • Analyse
  • Unternehmenssteuerung
  • Einlagen
  • Risiken
  • Reduzieren
Risiken ........ reduzieren

Keine Zufallstreffer

Keine Zufallstreffer Identifikation, Analyse und Unterstützung von Kundenprozessen von Elisabeth Palvölgyi Wie können innovative Prozess-, Produkt- und Service-Ideen systematisch generiert werden? Ein Ansatz ist die Identifikation und Analyse von Kundenprozessen, um Möglichkeiten zur Erzeugung eines Kundenmehrwertes aufzudecken. Zu diesem Thema wird am ProcessLab der Frankfurt School of Finance & Management ein von msgGillardon gefördertes Forschungsprojekt durchgeführt. Erste Ergebnisse des Forschungsprojektes geben Einblicke, wie Innovationen systematisch hergeleitet werden können und somit nicht mehr dem Zufall überlassen werden müssen. Daher müssen der Kunde und seine Bedürfnisse der Ausgangspunkt für die Gestaltung jeglicher Geschäftsprozesse und Unternehmensleistungen sein. Diese Anforderung wird auch in einer Reihe von verschiedenen Ansätzen wie etwa Lean Management oder Six Sigma deutlich. Anstatt vom Kunden zu erwarten, sich den Prozessen des Unternehmens anzupassen, sollten Produkte und Dienstleistungen in die Welt des Kunden eingebettet werden und die dazugehörigen Geschäftsprozesse die Bedürfnisse und Aktivitäten der Kunden unterstützen. Kundenzentrierung ist der Schlüssel zum Erfolg – darin sind sich Wissenschaft und Praxis einig. Und gerade im Dienstleistungssektor spielt der Kunde eine herausragende Rolle. Als Lieferant von Informationen, als Nutzer von Selbstbedienungsautomaten und Online-Werkzeugen, als Einreicher von Anfragen und Beschwerden beeinflusst der Kunde als Co-Creator wesentlich den Geschäftsprozess und dessen Ergebnis. Der Wert dieses Ergebnisses wird ebenfalls vom Kunden bestimmt, denn es ist der Kunde, der entscheidet, ob er bereit ist, den Preis einer Dienstleistung zu bezahlen, oder nicht. Ein Beispiel für ein Produkt, das sich in die Welt des Kunden integriert, ist das iPad. Der Kunde kann auf der Couch sitzen und dabei im Internet surfen, ohne erst mal ein Laptop hochfahren und dann mit einer unhandlichen Tastatur hantieren zu müssen oder sich mit dem unangenehm kleinen Display eines Smart phones begnügen zu müssen. Solche Produkte und Dienstleistungen, die dem Kunden einen tatsächlichen Mehrwert bringen, waren bislang eher Zufallsergebnisse oder die Ideen einzelner Visionäre. Doch wie können derartige Innovationen systematisch erzeugt werden? 24 I NEWS 02/2014

Vertrieb & Kundenmanagement t Ein vielversprechender Ansatz ist die Betrachtung von Kundenprozessen, d. h. der Kette von Aktivitäten, die Kunden durchlaufen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. In jedem dieser Schritte benötigt der Kunde Produkte, Dienstleistungen und/oder Informationen von unterschiedlichen Anbietern. Beispielsweise könnte das Kundenbedürfnis „Entertainment“ mittels des Kundenprozesses „Kauf eines Plasma-Fernsehers“ befriedigt werden. Dieser wiederum könnte Schritte beinhalten wie das Sammeln von Informationen über Vorund Nachteile diverser TV-Geräte auf Bewertungsportalen oder anderen Webseiten, das Einholen von Empfehlungen von Freunden, den Gang zum Elektronik-Fachgeschäft, die Beratung durch einen Verkäufer, den Kauf des Gerätes, den Abschluss eines Finanzierungsvertrags, den Heimtransport und das Aufstellen des Geräts, beispielsweise, um am Abend ein Fußballspiel anzusehen. Kundenprozesse als Netzwerk verstehen Grob lassen sich Kundenprozesse in die Phasen Stimulation, Evaluierung, Kauf und After-Sales gliedern. Jedoch bestehen sie nicht unbedingt aus einer linearen Abfolge von Schritten. Vielmehr kann es sich bei Kundenprozessen um ein Netzwerk möglicher Schritte handeln, in dem sich Kunden je nach individuellen Präferenzen und Attributen bestimmte Pfade aussuchen, um zu ihrem Ziel zu gelangen. Abbildung 1 zeigt, wie ein solches Netzwerk für den Kundenprozess „Kauf eines Plasma-Fernsehers“ aussehen könnte. Das Angebot eines Konsumentenkredites direkt am Point of Sale ermöglicht es dem Kunden, seinen Fernseher sofort zu bezahlen, mit nach Hause zu nehmen und am Abend das Fußballspiel anzusehen. Der Finanzdienstleister klinkt sich also direkt in den Kundenprozess ein, anstatt vom Kunden zu erwarten, eine Bank zu kontaktieren. Der Kunde erhält das Produktangebot genau dann, wenn er das Produkt benötigt. Wann und wo das der Fall ist, ergibt sich aus der Betrachtung der Kundenprozesse: 1. Die Analyse von Kundenprozessen zeigt auf, welche Produkte und Dienstleistungen der Kunde insgesamt benötigt, um sein übergeordnetes Ziel zu erreichen. Dementsprechend kann der Anbieter das Portfolio eigener und fremder Produkte optimieren, um damit Kundenprozesse ganzheitlich zu unterstützen. 2. Kundenprozesse geben Aufschluss darüber, welche nächsten Schritte der Kunde mit hoher Wahrscheinlichkeit machen wird. Dies ermöglicht das proaktive Anbieten entsprechender Produkte, Dienstleistungen und Informationen in dem vom Kunden vorgegebenen Kontext. Pay-TV-Abo abschließen Zubehör kaufen im Internet informieren TV online kaufen online bezahlen Lieferung erhalten Freunde befragen Beratung im Fachgeschäft TV im Laden kaufen Konsumentenkredit nehmen TV nach Hause transportieren Fernseher aufbauen Plasma-Fernseher gekauft Typische Pfade des ... Digital-Native-Kunden Hybriden Kunden Konservativen Kunden bargeldlos im Geschäft bezahlen bar im Geschäft bezahlen Abbildung 1: Netzstruktur des Kundenprozesses „Kauf eines Plasma-Fernsehers“ NEWS 02/2014 I 25

msg

01 | 2018 public
02 | 2017 public
01 | 2017 public
02 | 2016 public
01 | 2016 public
02 | 2015 public
01 | 2015 public
01 | 2014 public
01 | 2014 msg systems study
01 | 2015 msg systems Studienband
Future Utility 2030
Lünendonk® Trendstudie
Digitale Transformation | DE
Digital Transformation | EN
DE | inscom 2014 Report
EN | inscom 2014 Report

msgGillardon

02 | 2018 NEWS
03 | 2016 NEWS
02 | 2016 NEWS
01 | 2016 NEWS
03 | 2015 NEWS
02 | 2015 NEWS
01 | 2015 NEWS
02 | 2014 NEWS
01 | 2014 NEWS
02 | 2013 NEWS
01 | 2012 NEWS
02 | 2011 NEWS
01 | 2010 NEWS
MaRisk
01 | 2017 banking insight
01 | 2015 banking insight
01 | 2014 banking insight
01 | 2013 banking insight
01 | 2012 banking insight
02 | 2011 banking insight
01 | 2011 banking insight
01 | 2010 banking insight
2018 | Seminarkatalog | Finanzen

Über msg



msg ist eine unabhängige, international agierende Unternehmensgruppe mit weltweit mehr als 6.000 Mitarbeitern. Sie bietet ein ganzheitliches Leistungsspektrum aus einfallsreicher strategischer Beratung und intelligenten, nachhaltig wertschöpfenden IT-Lösungen für die Branchen Automotive, Banking, Food, Insurance, Life Science & Healthcare, Public Sector, Telecommunications, Travel & Logistics sowie Utilities und hat in über 35 Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Branchenspezialist erworben.

Die Bandbreite unterschiedlicher Branchen- und Themenschwerpunkte decken im Unternehmensverbund eigenständige Gesellschaften ab: Dabei bildet die msg systems ag den zentralen Kern der Unternehmensgruppe und arbeitet mit den Gesellschaften fachlich und organisatorisch eng zusammen. So werden die Kompetenzen, Erfahrungen und das Know-how aller Mitglieder zu einem ganzheitlichen Lösungsportfolio mit messbarem Mehrwert für die Kunden gebündelt. msg nimmt im Ranking der IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen in Deutschland Platz 7 ein.


© 2018 by msg systems ag - powered by yumpu Datenschutz | Impressum