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02 | 2013 NEWS

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u Business Die

u Business Die verstärkte Dynamisierung bietet zwar in einem technischen Sinn eine verbesserte Kontrolle komplexer Parameter, jedoch bleibt die Frage offen, bis zu welchem Grad Änderungen der Einflussgrößen dem strategischen Ziel der Produkte entsprechen. Eine solche Frage ist systemisch aus verschiedenen Gründen schwer zu beantworten. Zum einen tritt die strategische Aus- und Zielrichtung der Produkte nicht offen zutage. Innere Produktparameter, wie z. B. Subventionen, lassen nur zum Teil Rückschlüsse auf das Ziel zu, das der Finanzdienstleister mit dem Produkt verfolgt (Beispiel Absatzförderung). Andere Ziele, etwa die Erreichung bestimmter Gewinnspannen, können aus dem Aufbau des Produktes nahezu gar nicht gefolgert werden, da die Einflüsse der Einzelbausteine (wie hoch ist etwa der Einfluss einer bestimmten Versicherung auf die Gewinnspanne) unbekannt sind. Zum andeu Vertrieb und Kundenmanagement Maßnahmen zur Komplexitätsbewältigung Aus Sicht des Produktmanagements stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten bestehen, um die Komplexität sich wandelnder Daten aus verschiedenen Quellen mit verschiedenen Lebens- und Änderungszyklen zu beherrschen. Eine mögliche Variante ist die Versionierung von Daten. Das heißt, es wird immer nur ein stabiler und in sich homogener Datenbestand gemeinsam publiziert. Alle Zulieferer von Teilprodukten stellen zu einem Stichtag ihre Daten zur Verfügung; diese werden miteinander verknüpft und wiederum zu einem Stichtag gemeinsam für die Angebotssysteme bereitgestellt. Nachträgliche Änderungen an diesem Datenbestand sind nicht mehr möglich, sondern können nur mittels einer Nachfolgeversion in Umlauf gebracht werden. Wesentlicher Nachteil hierbei ist die eingeschränkte Flexibilität, da sich einige Daten nur schwer in ein Versionsraster eingliedern lassen. Gerade das Fahrzeugportfolio ist volatil und erfordert eine schnellere Änderungsfrequenz als das damit verbundene Finanzierungsprodukt. Eine Trennung des versionierbaren und des volatilen Datenbestandes ist somit anzuraten – eine dynamische Versionierung. Die erforderliche Anknüpfung des volatilen Datenbestandes erfolgt somit nicht mehr über statische Zuordnungen, sondern über Regeln und Filterkriterien. Beispielsweise muss ein Fahrzeugmodell nicht mehr über seinen Code mit einem Finanzierungspaket statisch verbunden werden, sondern eine Regel definiert potenzielle Fahrzeuge aufgrund ihrer Eigenschaften. Kombinierbare Kriterien wie z. B. Karosserieart (Cabriolet), Motorisierung (Diesel) oder Baureihe (alle Golf VII) definieren eine virtuelle Fahrzeugliste. Diese Regeln werden täglich ausgewertet und daraus automatisch eine aktuelle Liste der Produkt- und Fahrzeugzuordnungen ermittelt. Eine weitere Möglichkeit der Dynamisierung besteht in der flexiblen Kombination von Produktbausteinen zur Laufzeit. Im ersten Teil der Artikelserie wurde bereits ausgelotet, welche Möglichkeiten ein dynamisches Regelwerk für die gezielte Produktplatzierung bietet. Im Sinne einer dynamischen Versionierung kann die Methodik jedoch auch gezielt dazu genutzt werden, einzelne Bausteine auszutauschen, ohne dass dabei das für den Kunden sichtbare Endprodukt geändert werden müsste. Das heißt, dass über den „Selektionskontext“ (siehe oben) nicht nur die passenden Produktpakete zur Laufzeit ermittelt werden, sondern dass jeder einzelne Bestandteil des Paketes über einen eigenen Selektionskontext verfügt und ad hoc mit dem Produkt zusammengefügt wird. Auf diese Weise lassen sich Bestandteile nicht nur beliebig anpassen und unabhängig versionieren, sondern können gänzlich ausgetauscht werden, ohne zwingend das eigentliche Produkt neu auflegen zu müssen. Eine verstärkte Dynamisierung bietet jedoch nicht ausschließlich Vorteile. Die Ansprüche an das Abstraktionsvermögen im Produktmanagementprozess steigen, da die Zusammenhänge nicht mehr fix definiert und offensichtlich sind. Durch geeignete Simulationsszenarien muss deshalb während der Orchestrierungsphase abgesichert und validiert werden, dass der dynamische Produktaufbau, im Sinne der entstehenden Gesamtpakete, immer zu den richtigen Ergebnissen führt. Verschenkte Potenziale 38 I NEWS 02/2013

Business t Vertrieb und Kundenmanagement t ren fehlt es an einer zentralen Auswertung hinsichtlich der wichtigsten Kenngrößen. Diese findet zwar zum Teil außerhalb des Systems über entsprechende BI-Monitoring-Prozesse statt, jedoch ist der Rückfluss der Information nicht Bestandteil der Produktmanagementsysteme. Eine bessere Nutzung der vorhandenen Potenziale ergibt sich dann, wenn folgende Anforderungen umgesetzt werden: also in jedem Fall sichergestellt sein, dass die Dynamik immer im Sinne der Produktstrategie funktioniert. Eine Produktstrategie lässt sich jedoch nur dann nachverfolgen, wenn die damit verbundenen Ziele und Regeln im System hinterlegt und ausgewertet werden. Auf Möglichkeiten und Chancen sowohl der Regeldefinition als auch des Monitorings im Sinne eines Management Cockpits wird in einem Folgeartikel eingegangen. > > Explizite Erfassung strategischer Ziele in Form von Regeln im Produkt > > Monitoring relevanter Kenngrößen sowohl innerhalb des Produktes (wird z. B. eine bestimmte Marge erreicht?), wie auch außerhalb (Anzahl verkaufter Produkte) > > Simulation der Auswirkung veränderter Eingangsgrößen Aufgrund der erheblichen Potenziale, die eine vollständige Lösung bietet, wird das Thema in einem Folgeartikel nochmals detailliert aufgegriffen. Fazit: Die Zulieferung der Kalkulationsdaten wird zunehmend wichtiger Modernes Produktmanagement geht weit über Finanz-, Versicherungs- und Serviceprodukte hinaus. Das eigentliche Finanzprodukt (Leasing / Finanzierung / Miete) tritt immer mehr in den Hintergrund, die Zulieferung der notwendigen Daten für die Kalkulation gewinnt hingegen an Priorität. Mit der dynamischen Versionierung und der flexiblen Kombination von Produktbausteinen zur Laufzeit stehen Werkzeuge zur Verfügung, die eine bessere Beherrschbarkeit der Komplexität ermöglichen. In vollem Umfang genutzt, verringert sich der Administrationsaufwand bei steigender Transparenz. Autoren Dirk Berghoff Competence Center BankenIT, Schwerpunkt Vertriebs- & Kundenmanagement, msgGillardon AG > +49 (0) 89 / 943011 - 2325 > dirk.berghoff@msg-gillardon.de Stephan Bueren Competence Center BankenIT, Schwerpunkt Vertriebs- & Kundenmanagement, msgGillardon AG > +49 (0) 89 / 943011 - 2263 > stephan.bueren@msg-gillardon.de Oliver Lukas Competence Center BankenIT, Schwerpunkt Vertriebs- & Kundenmanagement, msgGillardon AG > +49 (0) 89 / 943011 - 2096 > oliver.lukas@msg-gillardon.de Die technische Dynamisierung alleine ist jedoch nicht ausreichend. So darf die Verlagerung von Komplexität nicht zu unerwarteten oder gar unerwünschten Ergebnissen führen. Es muss NEWS 02/2013 I 39

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