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02 | 2013 NEWS

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u Business u Unternehmenssteuerung Beispiel: Mithilfe einer groben Planungssicht, die auf Produktgruppenebene angelegt wurde, wird für das Produkt „Annuitätendarlehen“ für das Jahresende 2013 ein Planvolumen von 720 Mio. EUR Gesamtbestand vorgegeben. Mit dem Wechsel in eine feinere Planungssicht, die zusätzlich den Marktbereich betrachtet, wird das Volumen entsprechend dem Startvolumen zum Analysezeitpunkt auf die Marktbereiche aufgeteilt. Anschließend könnte die Planung über eine eigens dafür vorgesehene Exportsicht exportiert, mithilfe von MS Excel bearbeitet und wieder importiert werden. Man gelangt zu einer Bottomup-Planung, über die bei Bedarf auch Zielvorgaben je Marktbereich festgelegt werden könnten (vgl. Exkurs Verteilszenarien). Nach dem Import werden die Planwerte wieder zu einer Gesamthausplanung aggregiert. Die Ergebnisse einer Planungshochrechnung können im Zuge der Vertriebsplanung auf eine feinere Ebene heruntergebrochen werden. Aus einer Planung je Marktbereich kann somit beispielsweise der zu erzielende Ergebnisbeitrag je Filiale abgeleitet werden. Diese Verfeinerung kann entweder im Verhältnis der Ist-Bestände im Analysemonat oder nach einer individuell vorgegebenen Aufteilung erfolgen. Diese individuelle Vorgabe wird im Verteilszenario des Planungsassistenten hinterlegt. Hier kann eine Vorgabe von Quoten oder absoluten Volumina erfolgen, die vor einer Aufteilung der Planergebnisse systemseitig auf tatsächliche Planvorgaben normiert werden. Fazit: Anwender prägen die neuen Möglichkeiten des GuV-Planungsassistenten Die Möglichkeiten zur Planung im GuV-Planungsassistenten sind vielfältig und weitreichender als die Möglichkeiten im GuV-PLA- NER. Die Weiterentwicklung des GuV-Planungsassistenten wird stark durch die Anforderungen der Anwender geprägt: Verschiedene Eingabemöglichkeiten können geschickt kombiniert werden, um ein Optimum für die individuelle Planung zu erreichen. Diese Funktionalität ermöglicht außerdem eine dezentrale Planung, da die Planungsdaten mithilfe der Filterfunktionalität auf bestimmte Marktbereiche eingeschränkt und exportiert werden können. Hiermit kann eine Datei pro Marktbereich erstellt und nach Bearbeiten wieder importiert werden. Exkurs: Verteilszenarien Autoren Daniela Bommelitz Lead Business Consultant, msgGillardon AG > +49 (0) 7252 / 9350 - 269 > daniela.bommelitz@msg-gillardon.de Nina Fraß Senior Business Consultant, msgGillardon AG > +49 (0) 7252 / 9350 - 200 > nina.frass@msg-gillardon.de 26 I NEWS 02/2013

Unternehmenssteuerung t Grenzen erreicht? Variables Geschäft in der Niedrigzinsphase – sinkende Margen und starke Volumenschwankungen: Kommt das Modell der gleitenden Durchschnitte an seine Grenzen? von Dennis Bayer, Daniela Bommelitz und Stefanie Wolz Variable Passiva machen den Großteil der Kundeneinlagen in deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken aus. Die Disposition und Kalkulation dieser Volumina sowie deren Abbildung in der Risikosteuerung erfordern geeignete Modelle. Bankenweit hat sich hier das Modell der gleitenden Durchschnitte durchgesetzt. Aufgrund der lang anhaltenden Niedrigzinsphase kommt es allerdings zu Effekten, die zu zunehmender Kritik an diesem Modell führen. Die Forderung nach Margenkonstanz – Grundgedanke der Marktzinsmethode, um Konditionen- und Strukturbeitrag zu trennen – kann in einigen Produkten nicht mehr erfüllt werden. Die untere Grenze im Kundenzins ist erreicht. Es kommt zu sinkenden Margen in vielen variablen Produkten. Ist dies mit dem Modell vereinbar? In anderen Produkten, wie z. B. Sicht- und Spareinlagen werden gefühlt zu hohe Margen für den Vertrieb ausgewiesen, was unter Umständen dem Markt einen zu großen Spielraum zur Vergabe von Sonderkonditionen signalisiert. Wie viel Volumenzuwachs in dem jeweiligen Produkt ist aber gesund? Können die hohen Margen immer noch realisiert werden? Letztlich zeigen einige Produkte bei erwarteten Zinssteigerungen einen unerwünschten Nachlauf. Der Bewertungszins – ermittelt über das zugewiesene Mischungsverhältnis – sinkt, obwohl die Marktzinsen wieder ansteigen. Eine solche Konditionierung wäre am Markt nicht durchsetzbar. Kann dies trotzdem mit dem Modell der gleitenden Durchschnitte gelöst werden? NEWS 02/2013 I 27

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