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02 | 2013 NEWS

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Ergebnis im Planszenario

Ergebnis im Planszenario Ergebnis im Simulationsszenario Entwicklung des Liquiditätsergebnisses 2013 2014 2015 2013 2014 2015 Liquiditätsergebnis Bestand 4.053.333 3.725.000 14.187.500 4.053.333 3.725.000 14.187.500 Geplante Liquiditätsbeiträge Passiv zur vollständigen Refinanzierung des Bestandsgeschäfts Aktiv Geplante Liquiditätsbeiträge der geplanten Aktivneugeschäfte Geplante Liquiditätsbeiträge Passiv zur vollständigen Refinanzierung der geplanten Aktivneugeschäfte 0 -8.980.000 -11.350.000 0 -17.511.000 -22.132.500 9.000.000 11.700.000 8.025.000 9.000.000 11.700.000 8.025.000 -4.000.000 -5.200.000 -3.566.667 -6.400.000 -10.140.000 -6.955.000 2013 2014 2015 Liquiditätsergebnis Gesamt 9.053.333 1.245.000 7.295.833 6.653.333 -12.226.000 -6.875.000 -2.400.000 -13.471.000 -14.170.833 Abbildung 4: Entwicklung des Liquiditätsergebnisses Um sicherzustellen, dass auch in künftigen, den Planungshorizont der Risikotragfähigkeit übersteigenden Perioden die geplanten und eingegangenen Risiken verkraftet werden können, werden die Kapitalmaßnahmen über das Modul Planungsassistent erfasst, mit dem sie je nach Bedarf auf grober oder feiner Ebene geplant werden können. Im Planungsassistenten ist es ebenfalls möglich, verschiedene Szenarien (etwa Normal Case und Stress Case) abzubilden. Die Ergebnisse der Szenarioanalysen können in spezialisierte Auswertungstabellen übertragen werden (ETL-Schicht). Das Reporting aus Gesamtbanksicht erfolgt im Financial Cockpit oder alternativ in hauseigenen Analyse-Tools. 2. Berücksichtigung von Planzuführungen Um die Auswirkungen von sicheren, geplanten und unerwünschten Veränderungen in der Planung zu berücksichtigen, müssen die geplanten innen und außen finanzierten Zuführungen zum Eigenkapital mit einbezogen werden. Hierbei handelt es sich um Planwerte, beispielsweise aus Gewinnthesaurierungen. Eine Validierung der geplanten innen finanzierten Zuführungen erfolgt über die Ergebnisvorschaurechnung im Modul GuV-PLANER. 3. Berücksichtigung von ungeplanten Reduzierungen und adversen Entwicklungen Da die MaRisk im AT 4.1 Tz. 9 fordern, mögliche adverse Entwicklungen, die von der Erwartung abweichen, bei der Planung angemessen zu berücksichtigen, sind im folgenden Prozessschritt ungeplante, aber durchaus mögliche Reduzierungen des Eigenkapitals zu betrachten. Solche Mindererträge oder sogar Verluste werden ebenfalls in der Ergebnisvorschaurechnung des GuV-PLANERs ausgewiesen, und zwar im Rahmen der Simulation von Risikoszenarien. Erwartete und unerwartete Verluste aus Adressenausfällen sowie aus Spread-Ausweitungen im Eigengeschäft werden im Modul GCPM zur Adressrisikosteuerung berechnet. Hier sind auch bereits die aufsichtlich geforderten Stressszenarien für Kreditportfolien umgesetzt. Ein zusätzliches Ertragsrisiko ergibt sich durch eine ungünstige Entwicklung der Refinanzierungskosten. Die periodische Auswirkung simuliert THINC künftig im integrierten Verrechnungspreissystem. 4. Ermittlung des Kapitalbedarfs Eigenkapitalanforderungen sind unter drei Gesichtspunkten zu beleuchten: > Anforderungen gemäß Basel II, Säule 1 (SolvV) > Anforderungen gemäß Basel II, Säule 2 (ICAAP, Risikotragfähigkeit) > Sonstige aufsichtliche Kennziffern Im Regelfall erfolgt für die Ermittlung des internen Kapitalbedarfs (ICAAP) eine Risikoquantifizierung unter Normal-Case-Annahmen. Hierbei kommen die THINC-Module GCPM und sDIS+ zur Quantifizierung der Adress-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken zum Einsatz. Es ist wichtig, auf die Konsistenz der Ansätze bei der Ermittlung der Kapitalanforderungen zu achten: Wird die Risikotragfähigkeit auf Basis Going-Concern- oder Liquidationsansatz ermittelt, so ist der gleiche Ansatz auch bei der Ermittlung der Kapitalanforderung gemäß SolvV zu berücksichtigen. 20 I NEWS 02/2013

Business t Unternehmenssteuerung t Weitere steuerungsrelevante Kennzahlen, die Ergebnis- und Risikogrößen oder Geschäftsvolumina in Relation zum Eigenkapital des Instituts darstellen – wie der Basel-II-Zinsrisikokoeffizient oder auch die künftigen Liquiditätskennziffern LCR und NSFR – sollten im Rahmen des Kapitalplanungsprozesses als Nebenbedingungen berücksichtigt werden (Modul sDIS+). Hier müssen die Institute insbesondere prüfen, ob sich aus einer Veränderung der Kapitalstruktur negative Auswirkungen auf die Risikokennzahlen ergeben. 5. Identifikation des zusätzlichen Eigenkapitalbedarfs Aus der Gegenüberstellung von Kapitalausstattung und Kapitalanforderung wird der notwendige Kapitalbedarf unter bestimmten Annahmen (z. B. Risikoeintritt) ersichtlich. Eine entsprechende Darstellung gemäß Vorgaben des Instituts ist im Financial Cockpit möglich. Sie kann auch die verschiedenen Aspekte der Risikotragfähigkeit im Sinne eines Gesamtrisikoberichts einschließen. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen können so identifiziert werden. 6. Ableiten von Maßnahmen Beim Ableiten von Maßnahmen zur Kapitalbeschaffung sind die zu erwartenden Kosten und die Auswirkung auf Risikokennzahlen von zentraler Bedeutung. Die Kosten werden über die periodische Ergebnisvorschau im Modul GuV-PLANER berücksichtigt. Alle Risikokennzahlen des Marktpreis-, Adress- und Liquiditätsrisikos können in THINC unter Berücksichtigung von Maßnahmen simuliert und im Modul GuV-PLANER über das Financial Cockpit reportet werden. 7. Überwachung, Steuerung und Dokumentation Neben der reinen Ermittlung der Kapitalausstattung sowie der Identifikation von möglichen Handlungsmaßnahmen sind die laufende Sicherstellung der ausreichenden Kapitalausstattung und das Controlling der beschlossenen Maßnahmen notwendig. Das Institut muss dies durch ein geeignetes Berichtswesen unterstützen, das die Kapitalbestandteile über den relevanten Betrachtungszeitraum darstellt. Fazit: Standardsoftware kann den Kapitalplanungsprozess wesentlich unterstützen Eine wesentliche neue Forderung der MaRisk ist die Verpflichtung, einen Kapitalplanungsprozess zu etablieren, der sich auf einen zukünftigen Betrachtungszeitraum von mehreren Jahren bezieht und als Ergänzung des Prozesses zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit zu sehen ist. Auf diese Weise soll möglicher Kapitalbedarf bereits frühzeitig erkannt werden, damit das Institut rechtzeitig Steuerungsmaßnahmen einleiten kann. Um die Kapitalplanung effizient zu steuern, muss die Geschäftsleitung einen stringenten Planungsprozess implementieren, der mit der Ermittlung der Eigenkapitalausstattung beginnt und die regelmäßige Überwachung, Steuerung und Dokumentation einschließt. Wie im Artikel gezeigt, kann ein Institut den Kapitalplanungsprozess wesentlich durch den Einsatz von Standardsoftware unterstützen. Die Abbildung in der msgGillardon-Lösung THINC umfasst dabei alle Schritte im Prozessablauf bis hin zu einem umfassenden Gesamtbankreporting, das in konsistenter Weise die Aspekte der Risikotragfähigkeit und der Kapitalplanung abbilden sollte. Autoren Rainer Alfes Principal Business Consultant Product Management, msgGillardon AG > +49 (0) 89 / 94 3011 - 1526 > rainer.alfes@msg-gillardon.de Claudia Schirsch Management Beratung, msgGillardon AG > +49 (0) 89 / 943011 - 1639 > claudia.schirsch@msg-gillardon.de NEWS 02/2013 I 21

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