Aufrufe
vor 3 Jahren

02 | 2013 NEWS

  • Text
  • Technologie
  • Banking
  • Bank
  • Security
  • Vertrieb
  • Internet
  • Msggillardon
  • Marzipan
  • Banken
  • Anforderungen
  • Planung
  • Produkte
  • Basel
  • Unternehmenssteuerung
  • Sparkassen
  • Institute
Der Countdown läuft

Kontinuierliche

Kontinuierliche Weiterentwicklung Das neue GCPM-Kreditrisikoportfoliomodell ermöglicht die gemeinsame Messung verschiedener Risikokomponenten. von Christian Maaß In den letzten Jahren hat im Bankensektor eine stetige Weiterentwicklung der Kreditrisikoportfoliomodelle stattgefunden. Unter anderem werden neben dem Adressausfall- und dem Migrationsrisiko auch die Risikokomponenten Spread- und Verwertungsrisiko in die Kreditrisikomessung integriert. Zudem wird vermehrt auf die Berechnung von stetigen marginalen Risikobeiträgen zurückgegriffen. Diese liefern insbesondere für die Einsatzgebiete der Risikolimitierung sowie der Risk-Return- Steuerung einen erhöhten Mehrwert und bieten eine bessere Indikation der notwendigen Handlungsmaßnahmen als diskrete Risikobeiträge. Der nachfolgende Artikel zeigt die Integration des Verwertungsrisikos und der stetigen Risikobeiträge in das Kreditrisikoportfoliomodell GCPM von msgGillardon. Die genannten Erweiterungen werden im Kontext von CreditMetrics TM vorgestellt. Dies hat mehrere Gründe. Einerseits bietet CreditMetrics TM eine deutlich höhere Flexibilität als CreditRisk+ TM , wodurch Erweiterungen generell erst ermöglicht werden. Andererseits gibt es am Markt aufgrund der höheren Flexibilität und der steigenden Computerleistungen eine Präferenz von Credit- Metrics TM gegenüber CreditRisk+ TM . Zudem bewirken zusätzliche Weiterentwicklungen wie z. B. das Importance Sampling und die Large Homogenous Portfolien (LHP) deutlich reduzierte Performanceanforderungen. Gemeinsame Messung von Risikokomponenten In den letzten Jahren rückte die gemeinsame Messung verschiedener Risikoarten und -komponenten vermehrt in den Fokus der internen Risikosteuerung sowie der aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Ziel ist die korrekte Abbildung von gemeinsamen Bewegungen unterschiedlicher Risikokomponenten. So haben insbesondere die Erfahrungen der Finanzkrise gezeigt, dass viele Banken ein simultanes Worst-Case-Szenario nicht in ihre Risikomessung integrieren und den tatsächlichen über mehrere Risikokomponenten simultan realisierbaren Verlust deutlich unterschätzen. Im Rahmen der Kreditrisikomessung sind hier insbesondere die gemeinsamen Bewegungen der Risikokomponenten Adressenausfall-, Migrations-, Spread- und Verwertungsrisiko zu nennen. Die integrierte Messung von Adressenausfall- und Migrationsrisiko wurde bereits im Originaldokument von CreditMetrics TM eingeführt und stellt im Eigengeschäft den gängigen Marktstandard dar. Bei vielen Banken ist der Trend zu beobachten, im Eigengeschäft zusätzlich die Spreadrisikomessung zu integrieren. Dies ist insbesondere bei der Verwendung eines spread-basierten Ansatzes für die Migrationsrisikomessung zu empfehlen, da Veränderungen eines Credit Spread sowohl auf ein allgemein verändertes Spread-Niveau als auch auf eine verschlechterte Bonität des 14 I NEWS 02/2013

Business t Unternehmenssteuerung t zu bewertenden Kunden bzw. des zu bewertenden Wertpapieres zurückzuführen sind. Mittels dieser Vorgehensweise wird eine synthetische Aufspaltung des auf eine Migrationsänderung zurückzuführenden und des auf der Spread-Änderung basierenden Wertverlustes vermieden. Die Umsetzung des Spread-Risikos ist bereits seit einigen Jahren in GCPM integriert und wird deswegen in diesem Artikel nicht weiter beschrieben. Neben dem Migrations- und dem Spread-Risiko stellt insbesondere die korrekte Messung des Verwertungsrisikos für viele Banken eine Herausforderung dar. Betroffen sind beispielsweise Bausparkassen, Immobilienbanken und Leasinginstitute, da die risikomindernde Funktion des Sicherungsobjektes einen bedeutenden Bestandteil des Geschäftsmodells ausmacht. Der Wert einer Sicherheit ist jedoch starken Marktschwankungen unterworfen, weshalb das Verwertungs- und im Leasingbereich auch das Restwertrisiko einen wesentlichen Einfluss auf den tatsächlich erlittenen Verlust haben, der bei einem Ausfall eines Kreditnehmers eintritt. Eine adäquate Berücksichtigung der Wertschwankungen der Sicherheiten in der Risikomessung ist somit zwingend erforderlich. dardnormalverteilten Aktienrendite, der unterhalb der Ausfalleintrittsschwelle liegt, basierend auf einer vorgegebenen Verteilungsfunktion, typischerweise der Beta-Verteilung, weiter differenziert wird. Die Verwendung der Beta-Verteilung zur Abbildung eines stochastischen LGD wird in der gängigen Literatur empfohlen. Sie hat den Vorteil, dass auch asymmetrische sowie für den LGD typische bimodale Verteilungen abgebildet werden können. Zudem ist eine Beschränkung der Werte auf das Intervall [0,1] gegeben. Die Differenzierung der Ausfallschwere wird in GCPM mittels eines Quantilsmappings bestimmt. Dabei werden die Quantile der Standnormalverteilung unterhalb der Ausfallschwelle in Quantile der Beta-Verteilung übersetzt, aus denen die simulierten LGDs pro Kreditnehmer und Simulationslauf abgeleitet werden. Das Mapping erfolgt hierbei so, dass die Fläche unterhalb der Ausfallschwelle auf die gesamte Beta-Verteilung gemappt wird. Die nachfolgende Grafik veranschaulicht die Vorgehensweise: Ermittlung des Verwertungsrisikos In CreditMetrics TM wird das Verwertungsrisiko mittels einer Stochastik des LGD (Loss Given Default, Verlust zum Ausfallzeitpunkt) in das bereits bestehende Konzept zur Kreditrisikomessung integriert. Die Messung des Verwertungsrisikos kann sowohl für den lebenden Bestand als auch für bereits ausgefallene Positionen erfolgen. Zur Berechnung des Verwertungsrisikos werden dieselben Zufallszahlen herangezogen, die für die Ermittlung der Ratingklassen bzw. des Ausfallzustandes eines Kreditnehmers in jedem Simulationsschritt gewürfelt werden. Zusätzlich erfolgt nun eine Unterteilung des Ausfallzustandes anhand der Höhe der simulierten Zufallszahl in verschiedene Zustände, die die Schwere des Ausfalls repräsentieren. Technisch erfolgt die Umsetzung, indem der Abschnitt der stan- Abbildung 1: Integration des Verwertungsrisikos NEWS 02/2013 I 15

msg

01 | 2018 public
02 | 2017 public
01 | 2017 public
02 | 2016 public
01 | 2016 public
02 | 2015 public
01 | 2015 public
01 | 2014 public
01 | 2014 msg systems study
01 | 2015 msg systems Studienband
Future Utility 2030
Lünendonk® Trendstudie
Digitale Transformation | DE
Digital Transformation | EN
DE | inscom 2014 Report
EN | inscom 2014 Report

msgGillardon

03 | 2016 NEWS
02 | 2016 NEWS
01 | 2016 NEWS
03 | 2015 NEWS
02 | 2015 NEWS
01 | 2015 NEWS
02 | 2014 NEWS
01 | 2014 NEWS
02 | 2013 NEWS
01 | 2012 NEWS
02 | 2011 NEWS
01 | 2010 NEWS
MaRisk
01 | 2017 banking insight
01 | 2015 banking insight
01 | 2014 banking insight
01 | 2013 banking insight
01 | 2012 banking insight
02 | 2011 banking insight
01 | 2011 banking insight
01 | 2010 banking insight
2016 | Seminarkatalog | Finanzen

Über msg



msg ist eine unabhängige, international agierende Unternehmensgruppe mit weltweit mehr als 6.000 Mitarbeitern. Sie bietet ein ganzheitliches Leistungsspektrum aus einfallsreicher strategischer Beratung und intelligenten, nachhaltig wertschöpfenden IT-Lösungen für die Branchen Automotive, Banking, Food, Insurance, Life Science & Healthcare, Public Sector, Telecommunications, Travel & Logistics sowie Utilities und hat in über 35 Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Branchenspezialist erworben.

Die Bandbreite unterschiedlicher Branchen- und Themenschwerpunkte decken im Unternehmensverbund eigenständige Gesellschaften ab: Dabei bildet die msg systems ag den zentralen Kern der Unternehmensgruppe und arbeitet mit den Gesellschaften fachlich und organisatorisch eng zusammen. So werden die Kompetenzen, Erfahrungen und das Know-how aller Mitglieder zu einem ganzheitlichen Lösungsportfolio mit messbarem Mehrwert für die Kunden gebündelt. msg nimmt im Ranking der IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen in Deutschland Platz 7 ein.


© 2018 by msg systems ag - powered by yumpu Datenschutz | Impressum