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02 | 2013 NEWS

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15 12 9 6 3 0 8 7 6 5 4 3 2 1 0 Business Intelligence Reporting, Ad-hoc-Analysen ------- Standardisierte Schnittstellen zu Tochterinstituten Date Marts Land, Segment etc. Transaktion und Aggregation Zentraler, integrierter Datenpool Staging Area (S0 - SN) Harmonisierung Konzern-Risiko-Mart Mandantenfähiges Data Warehouse Staging Area Anwendungsbereichs- Data-Mart Metadaten Management Warehouse Management Datenqualität Extraktion der Daten Quellsysteme Tochtergesellschaften Interne Quellsysteme Abbildung 1: Wesentliche Handlungsfelder (orange markiert) für künftige IT-Architekturen vor dem Hintergrund von BCBS # 239 Daten soll den Entscheidungsträgern durch eine integrierte Risikoberichterstattung, die bisher getrennte Sichtweisen einheitlich und mit funktionsübergreifender Sicht auf Berichtsinhalte und Kennzahlen zusammenführt, ein aussagekräftiges, ganzheitliches Bild der Unternehmenslage vermittelt werden. Die Anforderungen an die Kreditinstitute sind in eng miteinander verbundene Themenbereiche gegliedert: > > Gesamtunternehmensführung (Governance) und Infrastruktur > > Risikodaten-Aggregationskapazitäten > > Risikoberichterstattung > > Aufsichtliche Überprüfungen, Instrumente und Zusammenarbeit Als wesentliche Voraussetzungen für ein funktionierendes Risikomanagement rücken Datenhaltung (Datenmodelle), die Prozesse der Datenverarbeitung mit Fokus auf Datenqualitätssicherung und Risiko-Reporting-Systeme in den Fokus. Gefordert werden eine konzern- und geschäftsübergreifende Definition, Erfassung und Verarbeitung risikorelevanter Daten mit hohen Anforderungen an die Beschaffenheit und Konsistenz von Risikodaten und Risikoreports hinsichtlich Frequenz, Aktualität, Qualität und Umfang der Berichterstattung. Manuelle Prozessschritte oder der Einsatz von Applikationen der individuellen Datenverarbeitung (z. B. Spreadsheets oder Datenbanken) zur Berechnung von Kennzahlen sind so weit wie möglich zu reduzieren. Der Einsatz entsprechender Instrumente wird an strenge Bedingungen geknüpft; diese sind regelmäßig zu validieren und zusätzliche effektive Kontrollen als Risiko mindernde Maßnahmen sind zu etablieren. Zudem werden die Anforderungen an die Dokumentation erheblich erhöht. Handlungsbedarf für Kreditinstitute Eine Erfüllung der Grundsätze für die effektive Aggregation von Risikodaten und die Risikoberichterstattung stellt hohe Anforderungen an Kreditinstitute, da eine konzernweite Analyse und Lösung erforderlich ist, die alle Konzerneinheiten, Ländergesellschaften und Organisationseinheiten umfasst. Zudem genügt es nicht, sich lediglich auf die generierten und aggregierten Risikodaten zu fokussieren; die Qualitäts-, Granularitäts- und Konsistenzanforderungen gelten auch für die zugrunde liegenden Geschäftsund Marktdaten. Auch der kontinuierliche Abgleich der Risikodaten mit anderen der Bank zur Verfügung stehenden Daten (z. B. Rechnungslegungs- oder Meldewesendaten) ist erforderlich. Neben Analysen und Anpassungen der IT- und Datenarchitektur sind die Risikodaten-Aggregationskapazitäten und die Verfahren zur Risikoberichterstattung dauerhaft in die Banksteuerung einzubinden. Dies erfordert gegebenenfalls Anpassungen und Erweiterungen der IT-Architektur und der Infrastruktur der Banksteuerung, des Datenqualitätsmanagements und des Governance Framework. Damit ergibt sich aus den Grundsätzen des Basler Ausschusses Umsetzungsbedarf in den Bereichen: > > (Risiko-)IT-Architektur und Daten(qualitäts)management > > Aufbau und Ablauforganisation (Governance) > > Prozesse (Daten- und Risikomanagement, Kontrollprozesse) Im BCBS-#-239-Papier wird explizit ein einheitlicher Informationstopf für alle (Konzern-)Risikodaten gefordert. Die Daten müssen nach mehreren Dimensionen verfügbar und auswertbar sein. 12 I NEWS 02/2013

Business t Unternehmenssteuerung t Weiter wird das Vorhandensein von Metadaten und einer ausreichenden Datenqualität (inkl. Prozesse) verlangt. Ausgehend von einem Instituts-DWH (Data Warehouse) ergeben sich die in Abbildung 1 dargestellten Handlungsfelder für die zukünftige IT-Architektur. Für kleine und mittlere Institute ist eine proportionale Umsetzung der Anforderungen unter Berücksichtigung von Größe, Art und Komplexität des jeweiligen Geschäftsmodells angestrebt. Zusätzlich muss die künftige IT-Lösung eine automatisierte Verarbeitung (per Knopfdruck) ermöglichen. Auch die Reduzierung zur Erstellung des Gesamtrisikoberichtes von heute max. t+56 auf t+10 wird die IT vieler Institute fordern. Eine zusätzliche Herausforderung an die Umsetzung wird der hohe Integrations- und Koordinationsaufwand mit parallelen, bereits laufenden Initiativen in den Kreditinstituten darstellen, die ähnliche Prozesse, IT-Systeme und Ressourcen involvieren (z. B. Umsetzung von FINREP / COREP, Sanierungs- und Abwicklungsplänen oder auch IFRS-Umstellungen). Umsetzung in Deutschland Die Prinzipien des Basler Papiers „Grundsätze für die effektive Aggregation von Risikodaten und die Risikoberichterstattung“ sollen bis 2016 für global und national systemrelevante Institute in Deutschland umgesetzt sein, wobei das aufsichtliche Zielbild folgende Eckpunkte enthält: > > Monatliche Erstellung eines Gesamtbankrisikoberichts > > Zeitverzug für den Gesamtbankrisikobericht maximal t + 10 > > Beschleunigung der Produktion von Risikoberichten durch Vorhalten von berechneten Risikozahlen / Datenreihen (keine Berechnung von Risikokennzahlen in Applikationen wie Excel / Access) und Kommentierungen / Analysen in den Datensystemen Die Aufsichtsinstanzen erwarten, dass global und national systemrelevante Institute Umsetzungsmaßnahmen zur Erfüllung der Anforderungen des Basel-Standards # 239 unmittelbar in Angriff nehmen. Die Implementierungsfortschritte sollen in den Jahren 2014 / 2015 aufsichtlich eng begleitet und überwacht werden. Modulares Vorgehensmodell von msgGillardon zur Erfüllung der Anforderungen gemäß BCBS # 239 1. Quick-Scan: Identifizieren der größten GAPs auf Grundlage des msgGillardon-Fragenkataloges zu diesem Thema 2. Vorstudie: Erstellen einer Umsetzungs-Roadmap > Aufwandsbewertung der GAPs aus dem Quick-Scan > Durchführen eines Durchstichs durch IT-Systeme (= Validierung der Angaben des Quick-Scans) > Projektplanung 3. Fach- / DV-Projekt: Erfüllung der BCBS-#-239-Anforderungen > Konzeption des technischen und fachlichen Zielbildes > Konzeption der strategischen (Risiko-)IT-Zielarchitektur > Festlegung/Anbindung der Datenquellen > Aufbau eines zentralen Metadatenmodells (optional) > Definition der Datenqualitätssicherungsprozesse und -kontrollen (optional) > Entwicklung einer institutsindividuellen Reporting-Struktur > Verzahnung der Berichtsprozesse mit dem Planungs- und Steuerungsprozess > Programm- und Projektmanagement, PMO Office (optional) Autor Ralf Zimpel Leiter CoC Unternehmenssteuerung und Risikomanagement > +49 (0) 6196 / 7750 - 5380 > ralf.zimpel@msg-gillardon.de NEWS 02/2013 I 13

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