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02 | 2011 NEWS

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Quo vadis BPM? Business

Quo vadis BPM? Business Process Management (BPM) – kurzfristiger Hype oder ernst zu nehmender Lösungsansatz? Von Jürgen Gebauer Business Process Management – ein seit vielen Jahren oft genannter Begriff. Ist BPM nur ein Hype unter vielen oder ein vielversprechender Ansatz mit hohem Potenzial? Was verstehen wir überhaupt unter BPM? Handelt es sich lediglich um alten Wein in neuen Schläuchen oder verbergen sich dahinter grundlegend neue Konzepte und Verfahren, die zu Recht von einem Paradigmenwechsel im Prozessmanagement sprechen lassen? Der nachfolgende Artikel geht hierzu auf Lösungsansätze mit BPM-Suiten und deren Nutzen ein und berichtet über Erfahrungen aus entsprechenden Einführungsprojekten. Begriffsdefinition BPM subsumiert Methoden, Verfahren und Werkzeuge zur Gestaltung, Ausführung und Steuerung von Geschäftsprozessen, die Menschen, Organisationen, Anwendungen und Informationen betreffen. Es ist ebenfalls eine Managementdisziplin, deren Zielsetzung es ist, die Agilität von Geschäftsprozessen in einem Unternehmen zu erhöhen oder überhaupt erstmals herzustellen. Weitere Ziele sind, eine Kostenreduktion entlang der Wertschöpfungskette zu erreichen und ein enges Alignment zwischen Business und IT herbeizuführen. Dabei reicht es nicht aus, die Geschäftsprozesse einmalig zu definieren, sondern diese einem ständigen Änderungszyklus aus Entwurf, Monitoring und Verbesserung zu unterwerfen. Wichtigkeit und Bedeutung von BPM im Unternehmen Business Prozess Management ist mehr, als Geschäftsprozesse nur zu dokumentieren. Nicht umsonst ist das Wort „Management“ darin enthalten. Dies bedeutet ständige Verbesserung und Optimierung und gegebenenfalls Anpassung an geänderte geschäftliche Abläufe aufgrund von Marktanforderungen. Ein Unternehmen, welches diese Flexibilität und Agilität aufweist, gewinnt ein wesentliches Momentum zur Erlangung oder Erhaltung von Wettbewerbsvorteilen. Dieser Aspekt ist mit ein Grund dafür, dass über besonders erfolgreiche Projekte im Thema BPM meist Stillschweigen seitens der Unternehmen gewahrt wird, da diese den durch BPM gewonnenen Wettbewerbsvorteil nicht offenlegen möchten. BPM-Suiten Eine besondere Bedeutung im Business Prozess Management kommt dem Einsatz von BPM-Suiten zu. Die moderne Informationsverarbeitung eröffnet vormals nicht gegebene Möglichkeiten in der Durchführung der Prozessgestaltung und -bearbeitung. Simulation und Realtime-Monitoring dienen zur signifikanten Weiterentwicklung und Optimierung der Prozesse. Durchlaufzeiten können drastisch gesenkt werden und Ad-hoc-Änderungen in den Abläufen sind möglich. 48 I NEWS 02/2011

Business t Informationstechnologie t Dies beschränkt sich nicht auf die erstmalige Neudefinition von Geschäftsprozessen. Vielmehr sind heutige BPM-Suiten in der Lage, sich zwischen existierenden Anwendungen „einzuklinken“ und bringen von Haus aus einen hohen Grad an Integrationsfähigkeit mit. In der Abbildung 1 sind einige der gängigen Integrationsaspekte abgebildet. Serviceorientierte Architektur (SOA) und BPM – wie verträgt sich das? BPM und SOA sind die ideale Ergänzung. Die fachlichen Services, die in Geschäftsprozessen verwendet werden, orchestrieren sich aus den entsprechenden Anwendungsservices einer SOA. Somit kapseln die fachlichen Prozessschritte in den Businessprozessen letztlich die vorhandenen Anwendungsservices ein. Hierdurch werden Fachlichkeit und IT nachhaltig verbunden. Genau dies war in der Vergangenheit der Mangel. Die fachlichen Services existierten nur in konzeptioneller Form, selbst besaßen sie jedoch keine IT-mäßige Ausprägung. Genau dieses fehlende Bindeglied wird jetzt durch den Einsatz von BPM-Suiten bereitgestellt und das Zusammenspiel zwischen Geschäftsprozessen und Anwendungsservices wird explizit. Nutzen von durchgängigem Prozessmanagement Nunmehr können die Prozesse mit ihren Beteiligten in den jeweiligen Rollen, zugehörige Informationsobjekte, Aktionen und Regeln mithilfe von BPM-Suiten durchgängig modelliert werden. Dies betrifft ebenfalls die Kommunikation zwischen den Prozessbeteiligten, die Services der Anwendungen sowie den Zugriff auf bereits bestehende Applikationen und deren Zusammenwirken. Daraus können ausführbare Prozessapplikationen sozusagen per „Knopfdruck“ generiert und über ein Webportal dem dafür berechtigten Personenkreis zum Arbeiten zur Verfügung gestellt werden. Ein weiterer Vorteil von BPM ist die Möglichkeit, Geschäftsprozesse zu simulieren und diese auch nach Einführung noch optimieren zu können. Betreffende Geschäftsprozesse können – fertig ausmodelliert – selbst wiederum als Webservices unternehmensweit zur Verfügung gestellt werden, falls diese für andere Unternehmensbereiche von Interesse sind. Wesentliche Nutzenaspekte sind in Abbildung 2 dargestellt. BPM-Suite Praxis trifft Theorie – BPM-Vorlesung von Jürgen Gebauer in der Frankfurt School of Finance & Management Active Directory LDAP Eclipse Plug-in Betriebssysteme > Microsoft XP/Vista > Linux > Solaris Web Services > .NET API > SQL > J2EE > Drittsysteme Microsoft Sharepoint Application Server > Bea Weblogic > IBM Webshere > Oracle JBoss > Apache Tomcat Die Frankfurt School of Finance & Management möchte ihren Studenten auch Kenntnisse über innovative Architekturkomponenten vermitteln. Aus diesem Grund stellt sie den Studenten im 3. Semester des Studiengangs Wirtschaftsinformatik eine BPM-Suite als Cloud-Lösung zur Verfügung. Dies insbesondere auch, um Erfahrungen über Vorgehen und Methodik anhand eines Praxisbeispiels zu ermöglichen. Eingebettet in den Kontext von Business Prozess Management und IT-Architekturen, ist dies ein Beispiel für die bemerkenswerte Bandbreite der vermittelten Lehrinhalte für den Abschluss Bachelor im Studiengang Wirtschaftsinformatik. Die insgesamt acht Vorlesungen werden von Jürgen Gebauer gehalten. Abbildung 1: Integrationsfähigkeit von BPM-Suiten NEWS 02/2011 I 49

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