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02 | 2011 NEWS

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u Business u Produktmanagement und -kalkulation talbindung über die gesamte Kreditlaufzeit zu bestimmen. Die Berechnung wurde nach den Vorgaben der Solvabilitätsverordnung (SolvV) im Rechenkern implementiert. Hierbei ist insbesondere zu beachten, dass durch Einführung der Eigenkapitalanforderungen nach Basel III eine Dynamisierung des Mindestsolvabilitätskoeffizienten entsteht. Außerdem kann es sein, dass sich die Eigenkapitalstruktur in Bezug auf verzinsliche Bestandteile und hartes Kernkapital über den Planungshorizont der Bank und damit über die Laufzeit einzelner Kredite verändert. Aufgrund unterschiedlicher Verzinsungsansprüche der einzelnen EK-Komponenten liegt hier ein wesentlicher Kostenhebel. Abbildung 2: Beispielhafte Deckungsbeitragsrechnung in MARZIPAN mit den Kennzahlen RAROC und RORAC Die Herausforderung lag somit darin, die Eigenkapitalbindung für die gesamte Laufzeit des Kredits unter allen regulatorischen und planungstechnischen Vorgaben zu prognostizieren. Auch hier war es notwendig, die regulatorische LGD-Berechnung Cash-Flowindividuell im LGD-Modul berechnen zu lassen und über den Austausch per Schnittstelle in allen Iterationsschritten dem Risiko-Rechenkern in MARZIPAN zur Verfügung zu stellen. Die Berechnung erfolgt mit den in Tabelle 1 dargestellten Inputparametern. In MARZIPAN wurde die Möglichkeit geschaffen, die Zusammensetzung und die unterschiedlichen Verzinsungsansprüche der Eigenkapitalbestandteile sowie die Entwicklung des Mindestsolvabilitätskoeffizienten zu parametrisieren. Als Ergebnis liefert MARZIPAN Web die Barwerte der Eigenkapitalkosten je Eigenkapitalbestandteil über die Kreditlaufzeit, sodass eine Differenzierung zwischen den Kosten des verzinslichen und harten Eigenkapitals möglich ist. Abbildung 3: Beispielhafte Parametrisierung über EINSTAND, hier EK-Kosten aufsichtsrechtlich im Jahresverlauf Auf Basis dieser detaillierten Eigenkapitalkosten ist es möglich, risikoadjustierte Performancekennzahlen wie RORAC und RAROC für das harte Eigenkapital zu berechnen, sodass eine optimale Kapitalallokation auf Einzelgeschäftsebene erfolgen kann. Abbildung 2 zeigt beispielhaft den Aufbau eines fiktiven Deckungsbeitragsschemas in MARZIPAN mit Ausweis der Kennzahlen RAROC und RORAC. Der Aufbau des Deckungsbeitragsschemas kann flexibel gestaltet werden. 36 I NEWS 02/2011

Business t Produktmanagement und -kalkulation t Inputparameter Parameter Positionswert EAD t PD t LGD t Solvabilitätskoeffizient t Abhängig von: offener Zusage * CCF Anfangsrating Beleihungswert individuell parametrisierbar EaD-Verlauf Migrationsmatrix EaD-Verlauf Sicherheitenwert Tabelle 1: Inputparameter zur regulatorischen LGD-Berechnung Cash-Flow-individuell im LGD-Modul Auch hier wurde Wert auf eine flexible Parametrisierungsmöglichkeit gelegt. Die Ertragswerte für die Berechnung der Kennzahlen können dabei flexibel über das Deckungsbeitragsschema konfiguriert werden (vgl. Abbildung 3). Fazit Autoren Roland Barz Kreditrisikocontroller Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank Die Umsetzungen in MARZIPAN Web tragen zum einen verschärften aufsichtsrechtlichen Anforderungen Rechnung und ermöglichen zum anderen eine risikoadjustierte Performancerechnung in der Vorkalkulation. Das Projekt zur Ermittlung barwertiger Risiko- und Eigenkapitalkosten ist ein weiterer Meilenstein in der erfolgreichen Zusammenarbeit der beiden Häuser DG HYP und msgGillardon, der den Nutzen von MAR- ZIPAN bei der DG HYP gehoben und darüber hinaus MARZIPAN als Marktsoftware bereichert hat. MARZIPAN verfügt nun über die Grundlage zur Ermittlung aufsichtsrechtlicher Eigenkapitalkosten und risikoadjustierter Performancekennzahlen und ist gerüstet für die flexible Abbildung von aufsichtsrechtlichen Änderungen in der Vorkalkulation. Tobias Bender Kreditrisikocontroller Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank Grigor Grigorov Kreditrisikocontroller Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank Unabhängig von Umsetzungen und Umsetzungszielen bei der DG HYP legt die Kalkulation auf Einzelgeschäftsebene die Grundlage sowohl für eine barwertige Profitcentersteuerung und eine renditeorientierte Steuerung des Vertriebsprozesses als auch für ein transparentes Reporting mit Drill-Down-Möglichkeiten bis auf Einzeleffekte. Regina Zühlsdorf Abteilungsleiterin Kalkulation und Vertriebssysteme, msgGillardon AG > +49 (0) 7252 / 9350 - 182 > regina.zuehlsdorf@msg-gillardon.de NEWS 02/2011 I 37

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