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02 | 2011 NEWS

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u Business u Unternehmenssteuerung Zusätzlich sollen inverse Stresstests zur qualitativen Einschätzung des Portfolios dienen. Beim inversen Stresstest wird eine Rückwärtsanalyse der Ereignisse erwartet, die die Überlebensfähigkeit oder das bisherige Geschäftsmodell gefährden könnten. Für die Umsetzung der inversen Stresstests werden vielerlei Herangehensweisen diskutiert: von einfachen qualitativen bis hin zu komplexen quantitativen Ansätzen auf Basis der Profit-/Loss- Verteilungsfunktion je Risikofaktor. Verfahren der Risikotragfähigkeitsrechnung In der Risikotragfähigkeitsrechnung wird dem Risikodeckungspotenzial die Summe der eingegangenen Risiken gegenübergestellt. Grundsätzlich kommen für die Ermittlung des Risikodeckungspotenzials und der eingegangenen Risiken die ökonomische Sicht nach barwertiger Vermögensbilanz, die periodenorientierte Sicht nach HGB und die aufsichtsrechtliche Sicht nach Solvabilitätsverordnung infrage. In einer wertorientierten Risikotragfähigkeitsrechnung kann es entgegen der Erwartung vorkommen, dass das Risikodeckungskapital die regulatorischen Eigenmittel übersteigt. Dies liegt dann häufig darin begründet, dass das aufgelaufene oder das geplante Ergebnis sowie nachrangige, regulatorisch nicht anerkennungswürdige Verbindlichkeiten als barwertiges Vermögen angesetzt werden. Auf der Seite der Risiken kommt es in der wertorientierten Risikotragfähigkeit durch den Einsatz von Portfoliorisikomodellen vor, dass selbst in Kombination mit den geforderten Risikotragfähigkeit Eingegangene Risiken Entwicklung Risikopotenzial ohne Stresstests Entwicklung Risiken mit Stresstests Abbildung 1: Wertorientierte Risikotragfähigkeit 26 I NEWS 02/2011

Business t Unternehmenssteuerung t Stresstestingmechanismen – ebenfalls entgegen der aufsichtsrechtlichen Erwartung – geringere Risikowerte als die entsprechenden Werte nach Säule I errechnet werden. Werden beide Effekte zusammengefasst, scheint die wertorientierte Risikotragfähigkeitsbetrachtung mit Adressrisikoportfoliomodellen einen tendenziell größeren Eigenkapitalmarktspielraum nahezulegen als die aufsichtsrechtliche Sicht. Abbildung der MaRisk-Anforderungen in einer wertorientierten Risikotragfähigkeitsrechnung mit THINC Nachdem die Anforderungen gemäß den MaRisk an Stresstesting im Adressrisiko und die aktuellen Vorgehensweisen zur Abbildung der Risikotragfähigkeit erläutert wurden, soll im Folgenden eine Verfahrensweise im Rahmen einer wertorientierten Risikotragfähigkeitskonzeption dargestellt werden, die Stresstesting, Risikomessung und Risikokonzentrationenerfassung vereint und in ein übersichtliches Reporting für die Geschäftsleitung überführt. Ermittlung des Risikodeckungspotenzials In einer sogenannten Ex-post-Performancerechnung wird ständig der aktuelle Vermögensbarwert des Finanzinstituts unter Berücksichtigung von Adress-Risikoprämien zu aktuellen Zinssätzen und weiteren Marktdaten ermittelt. Bei der Going-Concern-Betrachtungsweise muss von diesem Vermögensbarwert das regulatorische Eigenkapital abgezogen werden. Bei der Gone-Concern-Betrachtungsweise stellt der Vermögensbarwert direkt das Risikodeckungskapital dar. Das Risikodeckungspotenzial wird den für das Institut relevanten Risiken gegenübergestellt. Reporting für die Geschäftsleitung In der klassischen Controlling-Organisation hat jede Risikoart (Marktpreisrisiko, Adressrisiko etc.) zunächst ihr eigenes Reporting und Limit für die risikoauslastenden Größen VaR oder CVaR. Die vom Gesamtrisikodeckungspotenzial abgeleiteten Einzelrisikolimite werden an dieser Stelle als vorausgesetzt angenommen. Die einzelnen Risikoarten werden in einer Gesamtsicht über alle Risikoarten im Gesamtbank-Risikotragfähigkeitsbericht mit und ohne Stresstests zusammengeführt. Bei der Risikoauslastungsermittlung wird zwischen Stresstests mit Limitrelevanz unterschieden, die zu keiner Verletzung der Risikotragfähigkeit führen sollten, und inversen Stresstests, die definitionsgemäß zu einer Verletzung der Risikotragfähigkeit führen müssen. Solange keine Risikoauslastung eines Gesamtbank-Stress-Szenarios mit Limitrelevanz das Einzelrisikolimit überschreitet, gilt die Risikotragfähigkeit als gesichert. Die Berechnung der eingegangenen Risiken wird exemplarisch am Adressrisiko dargelegt. Adressrisikoberechnung mit Portfoliomodellen, integriertem Stresstesting und Risikokonzentrationenreporting in GCPM Im msgGillardon-Produktangebot deckt GCPM das Adressrisikocontrolling ab. Hier findet insbesondere die CVaR-Berechnung zur Ermittlung der Adressrisikolimitauslastung der Risikotragfähigkeitsrechnung statt. GCPM bedient sich dabei der gängigen Portfoliorisikomodelle CreditMetrics und CreditRisk+. In der Ermittlung des CVaRs als limitauslastende Größe der Risikotragfähigkeit sind nach der dritten MaRisk-Novelle auch Stresstests zu berücksichtigen. Das GCPM-Stresstesting bietet seit Langem die Möglichkeit von Sensitivitätsanalysen bezüglich der Portfoliomodellparameter PD, LGD und Korrelationen. Einzige Einschränkung hierbei war, dass die Stressdefinitionen immer für das Gesamtportfolio galten. Im MaRisk-Stresstesting haben aber Teilportfoliobetrachtungen die größte Relevanz. Zum einen soll das MaRisk-Stresstesting Aufschluss über die Diversifikation und Konzentrationseffekte im Portfolio geben. Um Konzentrationseffekte im Stresstesting zu erfassen, ist es naheliegend, dass man geschäftspolitisch wichtige Teilportfolios oder Teilportfolios mit bekanntermaßen vorhandener Größen-, Branchen-, Regionskonzentration oder sonstigen Konzentrationen separat stressen möchte. NEWS 02/2011 I 27

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