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02 | 2010 NEWS

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Neue Wege in der

Neue Wege in der Anlageberatung Die Anlageberatung PLUS der comdirect bank hat sich etabliert – eine erste Bilanz Von Dr. Olaf Jäger-Roschko, Leiter der Anlageberatung PLUS bei der comdirect bank Vor einem Jahr hat die comdirect bank ein neues Beratungsmodell gestartet. Anlageberatung PLUS kombiniert die persönliche Beratung mit einer softwarebasierten Portfoliosteuerung und einer börsentäglichen Portfolioüberwachung. Vertriebsprovisionen wie Ausgabeaufschläge bei Fonds wurden komplett gestrichen, dafür zahlen die Kunden für die Beratungsleistungen eine monatliche Gebühr. Die Bilanz nach knapp einem Jahr fällt positiv aus – mittlerweile nutzen rund 1.000 Kunden die Anlageberatung PLUS. 34 I NEWS 02/2010

Business t Vertrieb und Kundenmanagement t Bei der Entwicklung der Anlageberatung PLUS galt es, zwei Welten zu verbinden, die bis dahin weithin als unvereinbar galten – die Welt einer Direktbank und die der individuellen Wertpapierberatung. Wichtigstes Ziel: objektiv nachvollziehbare Beratung, bei der die subjektive Meinung eines Beraters keine Rolle spielt. Die Neutralität und Unabhängigkeit gegenüber Produkten und Produktgebern sind daher ein weiterer entscheidender Faktor. Eng damit verknüpft ist die Konzeption des Preismodells: Eine produktunabhängige Beratung sollte im Rahmen eines transparenten Preismodells funktionieren, das nicht durch Vertriebsprovisionen falsche Anreize setzt, sondern auf Gebühren beruht. Und zuletzt muss dieses Preismodell auch für Kunden attraktiv sein, die günstige Preise gewöhnt sind. Beratung in vier Schritten Der Beratungsprozess bei der Anlageberatung PLUS ist in vier Schritte gegliedert. In einem ausführlichen Erstgespräch, das in der Regel zwischen 45 und 75 Minuten dauert, werden zunächst die individuellen Präferenzen des Kunden, seine Kenntnisse, Risikoaffinität und seine persönlichen Anlageziele erfasst. Darauf basierend wird die grundsätzliche Anlagestrategie entwickelt, die künftig verfolgt werden soll. So können zum Beispiel Abneigungen gegen bestimmte Assetklassen besprochen werden. Es können Anlagen in bestimmten Währungsräumen ausgeschlossen oder einzelne Wertpapiere und Wertpapierarten festgelegt werden. In dieses Gespräch fließen auch Informationen ein, die nur mittelbar mit der Wertpapierallokation zu tun haben, beispielsweise ob und wann der Kunde auf Liquidität angewiesen sein wird, etwa weil sich die Lebensumstände durch einen Hauskauf oder die Familienplanung ändern. Übersichtliches Anlageuniversum Nach dem Erstgespräch werden in einem zweiten Prozessschritt die Anforderungen und Präferenzen des Kunden in ein Softwaresystem eingespeist, um daraus ein für den Kunden optimales Portfolio zusammenzustellen – die Basis für die künftige Beratung und alle nachfolgenden Handlungsempfehlungen. Hierbei greift das System auf rund 3.000 Wertpapiere zu. Das Anlageuniversum umfasst Fonds, ETF-Indexfonds, ETCs, Aktien und Rentenpapiere. Zudem werden Tages- und Festgeldpositionen bei der Portfoliosteuerung berücksichtigt. Mit dieser Vorauswahl kann fast jede für den normalen Anleger sinnvolle Anlagestrategie mit einer hinreichend großen Zahl von Titeln abgebildet werden. Zudem wird durch den bewussten Verzicht auf Zertifikate und Optionsscheine sichergestellt, dass Kunden keine schwer verständlichen Produkte mit unabsehbaren Risiken für ihr Gesamtportfolio halten. An diesem Punkt im Beratungsprozess entsteht regelmäßig Diskussionsbedarf, vor allem weil viele Kunden das Risiko in ihrem Depot in der Regel deutlich unterschätzen, sich nur schwer von „lieb gewonnenen“ Einzeltiteln verabschieden und mit neuen, für sie unbekannten Werten anfreunden können. Dies ist eine Erfahrung, die jeder Anlageberater schon gemacht hat und insofern keine Besonderheit von der Anlageberatung PLUS. Sie zeigt aber: Auch eine direktbankfähige Anlageberatung erfordert persönliche Gespräche. Börsentägliche Portfolioüberwachung Abbildung 1: Anlageberatung PLUS – Beratungsprozess Die laufende Portfolioüberwachung ist Sache eines hoch entwickelten Softwaresystems, das jeweils in Abhängigkeit von Sollund Iststruktur des Portfolios Handlungsempfehlungen erstellt. Was bisher keine Anlageberatung auf breiter Basis bieten konnte, wird hier zum Standard: Börsentäglich werden alle Kundendepots daraufhin geprüft, ob sie noch innerhalb der im Rahmen der NEWS 02/2010 I 35

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