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02 | 2010 NEWS

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u Business u Vertrieb

u Business u Vertrieb und Kundenmanagement Mit dem auch auf dem iPad zum Einsatz kommenden iPhone Betriebssystem iOS hat Apple inzwischen mehr als 100 Mio. Geräte abgesetzt. In Apples App Store stehen für iPad, iPhone und iPod Touch zahlreiche Apps von Unternehmen aus unterschiedlichen Industriezweigen zur Verfügung – und täglich werden es mehr! Im Vordergrund stehen dabei zunächst Anwendungen für das Mobile Banking. Erzeugen diese jedoch tatsächlich eine Begeisterung beim Kunden, stärken das Vertrauen in die Bankberatung oder erfüllen sie nur die nützlichen Dinge der Bankgeschäfte? Es lohnt sich, auch über Einsatzmöglichkeiten dieser neuen Medien im klassischen stationären Vertrieb nachzudenken. Schnell erschließen sich neue Möglichkeiten, wie beispielsweise durch die Nutzung des iPad als Innovationen im Beratungsgespräch eine Schärfung der Marke, die Steigerung der Kundenbindung, sowie die Umsetzung von Cross- und Up-Selling- Strategien erreicht werden kann. Die hohe nutzerfreundliche Darstellung, intuitive Bedienung, gute Bildschirmauflösung und schnelle Geschwindigkeit zur Präsentation von Inhalten sind Begeisterungsfaktoren des iPad, die der Kunde auf die Bank übertragen wird. Kundenbindung erzeugen Finanzdienstleister müssen sich mehr denn je dem technischen Wandel stellen, aktuelle Trends in den einzelnen Vertriebswegen erkennen und bewerten, um somit auch zukünftig langfristige Kundenbeziehungen pflegen bzw. ausbauen zu können. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass in allen Vertriebswegen ein immenser Wettbewerbsdruck herrscht, der durch Nischenanbieter und Near-Banks massiv beeinflusst wird. Eine zentrale Herausforderung besteht also darin, durch den gezielten Einsatz mediale Unterstützungsmöglichkeiten und durch innovative Technologien eine nachhaltige Kundenbindung im jeweiligen Vertriebsweg zu erhalten. Hinzu kommt als weiterer Aspekt, dass die Auswirkungen der Finanzkrise noch immer spürbar sind. Einschlägige Untersuchungen zeigen, dass die Kunden den Banken grundsätzlich misstrauen. Dass hierdurch ein sehr verallgemeinertes Bild entsteht, zeigt die sehr viel positivere Antwort auf die Frage nach dem Vertrauen in die eigene Bank: Kunden vertrauen auch weiterhin in hohem Maße ihrer eigenen Bank und damit auch dem eigenen Berater. Hier werden die Faktoren deutlich, die den Vetriebserfolg bestimmen: > Markenauftritt und Image des Finanzdienstleisters > Qualität und Zufriedenheit mit der Beratung > Einfluss von Emotionen auf Bankgeschäfte Daher kann Emotionalisierung zwar nicht losgelöst vom Beratungsgeschäft gesehen werden, ist allerdings – neben Marke und Qualität – einer der Faktoren in der Beratung. Emotionen > Vertrauen > Erleben > Wohlfühlen > Anfassen Abbildung1: Emotionalisierung in der Beratung Die spannende Frage bleibt, wie emotionale Aspekte in einem Beratungs- bzw. Verkaufsprozess in unterschiedlichen Vertriebswegen eingebunden werden können. Auf welche Medien zurückgegriffen werden kann, wenn die Verständlichkeit von Bankdienstleistungen gefördert und gleichzeitig eine grundsätzlich bestehende Antipathie für Produkte verringert werden soll. Die Summe aus positiver Markenwahrnehmung, Qualität der Beratung und medialer Unterstützung wird über die Nachhaltigkeit der Kundenbindung entscheiden. Multi-Channel-Strategie Marke Beratung Qualität > Verständlichkeit > Eindeutigkeit > Intuitiv > Kompetenz Blickt man auf andere Branchen, wie etwa den Einzel- und Versandhandel, so können auch hier zum Teil sehr deutliche Verän- 26 I NEWS 02/2010

Business t Vertrieb und Kundenmanagement t derungen in der Nutzung der Vertriebswege identifiziert werden. Im klassischen Einzel- und traditionellen Versandhandel hat sich ein deutlicher Trend zum Onlinegeschäft vollzogen, und auch hier steht mit dem Mobile Commerce eine neue Vertriebsrevolution bevor, auf die viele Unternehmen noch Lösungen in Form eines neuen Vertriebswegemix finden müssen. Von dieser Entwicklung können sich auch Finanzdienstleister nicht loslösen. Die jeweiligen Zielgruppen müssen intensiv untersucht und der Vertriebswegemix kritisch auf den Prüfstand gestellt werden. Dabei kann der Einzel- bzw. Versandhandel nicht eins zu eins auf Finanzdienstleistungen übertragen werden. Kunden- und Vertragsbeziehungen sind deutlich langfristiger ausgerichtet und der Anspruch an Vertrauen sowie Kompetenz ist somit noch höher. Jedoch können aus den genannten Branchen Erkenntnisse für eine zukunftsgerichtete Multi-Channel-Strategie gewonnen werden. Die in der Vergangenheit bekannte Praxis, dass ein Kunde mehr oder weniger in einem Vertriebskanal betreut wird, funktioniert längst nicht mehr. Insofern wird die Zukunft eher so aussehen, dass die jeweiligen Kundenbedürfnisse in vielen verschiedenen Vertriebswegen bedient werden (vgl. Abb. 2). Besonders wichtig wird es daher sein, dass sich Banken von der Vorstellung lösen, ein reiner Produktanbieter zu sein. Denn Emotional Banking bedeutet vor allem, die persönlichen Bedürfnisse des Kunden zu erkennen – und die bestehen nicht hauptsächlich im Erwerb von Produkten, sondern in einer verlässlichen Unterstützung beim Meistern individueller finanzieller Herausforderungen, sei es als Berufseinsteiger, Student, Rentner oder Familie. Die Bank muss für den Kunden zu einem Begleiter durch verschiedene Lebensphasen werden, Emotional Banking bedeutet also auch, dass das Verhältnis von Kunden und Berater wieder an Bedeutung gewinnt bzw. ausgebaut werden muss. Letzteres ist genau dann relevant, wenn beratungsintensive Themen, wie etwa Altersvorsorge, im Fokus stehen. Entscheidende Fragen bleiben dabei: In welchem Vertriebsweg kann durch welche Medien das Verhältnis optimal erreicht werden? Wie können Bedürfnisse beim Kunden erkannt werden – durch gutes menschliches Gespür oder zukünftig mithilfe moderner Techniken? Begeisterung im Beratungsprozess erzeugen Fakt ist: Der Einsatz verschiedener Technologien (z. B. im SB-Bereich, Mobile Banking) hat dazu geführt, dass sich der traditionelle Kontakt zwischen Kunden und Berater gewandelt hat, dass Kundenbeziehungen anonymer wurden. Die neuen Ansprachemöglichkeiten im Social-Media-Bereich eröffnen hier wieder ganz neue Möglichkeiten für die Kontaktaufnahme und Interaktion zwischen Kunden und Berater. Akquisition/Motivation Analysephase Beratungsphase Produkt-/Verkaufsphase Antragsabwicklung Mobil (Onlinebanking) Filiale (stationär) Mobile Banking Medialer Vertrieb Telefon SB-Banking Abbildung 2: Integrierter Einsatz mobiler bzw. medialer Anwendungen im Multi-Channel-Vertrieb – Begeisterung erzeugen! NEWS 02/2010 I 27

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