Aufrufe
vor 3 Jahren

02 | 2010 NEWS

  • Text
  • Banken
  • Beratung
  • Valovis
  • Msggillardon
  • Berater
  • Banking
  • Risikomanagement
  • Validierung
  • Vertrauen
  • Industrialisierung
  • Emotionen
Pure Emotionen

Lücken schließen Die

Lücken schließen Die Industrialisierung des Bankgeschäfts kommt im Controlling an Von Mathias Steinmann Seit mehreren Jahren hat die Prozessorganisation des Bankgeschäfts unter dem Schlagwort der Industrialisierung eine grundlegende Neuausrichtung erfahren. Stellte früher die Einheit von Vertrieb und Abwicklungstätigkeiten eine unverrückbare Tatsache einer jeden Bankorganisation dar, so haben sich mittlerweile die Vorteile einer industriellen Arbeitsteilung auch in der Kreditwirtschaft durchgesetzt. Neben betriebswirtschaftlicher Erkenntnis haben dies nicht zuletzt auch die aufsichtsrechtlichen Anforderungen der MaRisk bzw. Ihrer Vorgängerregelungen forciert. Doch im Controlling spiegelt sich diese Entwicklung bislang nicht wider. Die Schwerpunkte der Gesamtbanksteuerung liegen im Risikocontrolling und Ertragscontrolling, das Kosten- inklusive des Prozesscontrollings spielt oft eine untergeordnete Rolle. In die Produktkalkulation fließen meist keine individuellen Stückkosten, sondern Standardwerte (häufig aus Verbandsvorgaben) ein. Ein Prozesskostenmanagement, eine interne Leistungsverrechnung oder Profitcenterrechnung sind in Banken daher nicht oder nur bedingt möglich. Doch diese Lücke im Controlling ist leicht zu schließen. 18 I NEWS 02/2010

Business t Unternehmenssteuerung / Risikomanagement t Weiterentwicklung des Bankcontrollings Der Status quo im Bankcontrolling gliedert sich in die Teilbereiche Rentabilitätscontrolling und Risikocontrolling. Gerade Letzteres hat in den vergangenen Jahren, nicht zuletzt vom Aufsichtsrecht forciert, eine enorme inhaltliche Weiterentwicklung genommen. Das Rentabilitätscontrolling dagegen fußt auf einer Ertrags- und einer Kostenseite. Mit der Marktzinsmethode und der stark mit dem Risikocontrolling verzahnten Performancemessung steht die Ertragsseite auf einem ähnlich dem Risikocontrolling hochentwickelten Niveau. Das Kostencontrolling hingegen fristet bis dato in den meisten Banken ein Schattendasein. Dies mag am im Vergleich zur Industrie hohen Anteil an fixen und sprungfixen Kosten liegen. Ein Kostenmanagement findet in der Regel zum einen auf höchster Betrachtungsebene für die Gesamtbank statt. Zum anderen werden im Rahmen der Einzelgeschäftskalkulation (Deckungsbeitragsrechnung) Prozesskosten berücksichtigt. Doch genau hier liegt die Krux: die meisten Banken und Sparkassen haben die individuellen Prozesskosten nie erhoben. Stattdessen stützen sie sich auf Standardwerte, die von Verbänden zur Verfügung gestellt werden. Diese Standardwerte bilden weder die individuelle Kostensituation noch die bankspezifischen Prozesse ab, wie ein Blick auf die zumeist heterogenen Kostenquoten und Organisationsstrukturen leicht erkennen lässt. Betriebswirtschaftlich geboten ist also, Transparenz über die tatsächlichen Kosten der Bank oder Sparkasse zu schaffen. Zumeist denken Entscheidungsträger in Kreditinstituten bei diesem Stichwort an ein Prozessoptimierungsprojekt. Wir dagegen plädieren dafür, die Grundlagen für ein regelmäßiges Controlling der Kosten und in der Folge auch der Prozesseffizienz zu schaffen. Die Lösung ist die Erweiterung des Begriffs „Gesamtbanksteuerung“ um eine Kostenrechnung, die sich an der Methodik in der Industrie orientiert und auf die Gegebenheiten in Banken angepasst ist. Wie wir sehen werden, ist zumindest eine Bestandsaufnahme der Geschäftsprozesse – wenn auch nicht gleich ihre Optimierung – unerlässlicher Bestandteil eines Einführungsprojekts für die Kostenrechnung. Anders gesagt, könnte man jedem Prozessoptimierungsprojekt vorwerfen, eigentlich nur ein Ausschnitt eines notwendigen größeren Projekts zu sein. Diese Kostenrechnung untergliedert sich ganz klassisch in die > Kostenstellenrechnung, > Kostenartenrechnung und > Kostenträgerrechnung. Ihre Anwendung in der Unternehmenssteuerung erfolgt in den bereits oben angesprochenen Perspektiven Gesamtbank und Ein- Gesamtbanksteuerung Rentabilität Risiko Ertrag Kosten Risikotragfähigkeit Zinsänderungsrisiko Adressrisiko Liquiditätsrisiko Operationelles Risiko Abbildung 1: Integrierte Gesamtbanksteuerung NEWS 02/2010 I 19

msg

01 | 2018 public
02 | 2017 public
01 | 2017 public
02 | 2016 public
01 | 2016 public
02 | 2015 public
01 | 2015 public
01 | 2014 public
01 | 2014 msg systems study
01 | 2015 msg systems Studienband
Future Utility 2030
Lünendonk® Trendstudie
Digitale Transformation | DE
Digital Transformation | EN
DE | inscom 2014 Report
EN | inscom 2014 Report

msgGillardon

02 | 2018 NEWS
03 | 2016 NEWS
02 | 2016 NEWS
01 | 2016 NEWS
03 | 2015 NEWS
02 | 2015 NEWS
01 | 2015 NEWS
02 | 2014 NEWS
01 | 2014 NEWS
02 | 2013 NEWS
01 | 2012 NEWS
02 | 2011 NEWS
01 | 2010 NEWS
MaRisk
01 | 2017 banking insight
01 | 2015 banking insight
01 | 2014 banking insight
01 | 2013 banking insight
01 | 2012 banking insight
02 | 2011 banking insight
01 | 2011 banking insight
01 | 2010 banking insight
2018 | Seminarkatalog | Finanzen

Über msg



msg ist eine unabhängige, international agierende Unternehmensgruppe mit weltweit mehr als 6.000 Mitarbeitern. Sie bietet ein ganzheitliches Leistungsspektrum aus einfallsreicher strategischer Beratung und intelligenten, nachhaltig wertschöpfenden IT-Lösungen für die Branchen Automotive, Banking, Food, Insurance, Life Science & Healthcare, Public Sector, Telecommunications, Travel & Logistics sowie Utilities und hat in über 35 Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Branchenspezialist erworben.

Die Bandbreite unterschiedlicher Branchen- und Themenschwerpunkte decken im Unternehmensverbund eigenständige Gesellschaften ab: Dabei bildet die msg systems ag den zentralen Kern der Unternehmensgruppe und arbeitet mit den Gesellschaften fachlich und organisatorisch eng zusammen. So werden die Kompetenzen, Erfahrungen und das Know-how aller Mitglieder zu einem ganzheitlichen Lösungsportfolio mit messbarem Mehrwert für die Kunden gebündelt. msg nimmt im Ranking der IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen in Deutschland Platz 7 ein.


© 2018 by msg systems ag - powered by yumpu Datenschutz | Impressum