Aufrufe
vor 3 Monaten

01 | 2018 public

  • Text
  • Verwaltung
  • Microservices
  • Continuous
  • Digitale
  • Deutschland
  • Digitalisierung
  • Moderne
  • Betrieb
  • Integration
  • Deployment
IT-Megatrends in der öffentlichen Verwaltung

IT-SPICKZETTEL: Einsatz

IT-SPICKZETTEL: Einsatz von Microservices in der öffentlichen Verwaltung MACHEN SIE SIE NICHT KLEINER, ALS SIE SIND! Microservices sind die Antwort auf Randbedingungen und Anforderungen, die in der öffentlichen Verwaltung meist nicht gelten. Richtig angewendet, profitieren jedoch auch Behörden von den zugrunde liegenden Konzepten. Wir zeigen Ihnen wie! Microservices beschreiben einen Architekturstil, der radikal auf Flexibilität der Anwendungsentwicklung ausgelegt ist. Er basiert auf folgenden Prinzipien: KLEINTEILIGE DIENSTE LEICHTGEWICHTIGE INTEGRATION CLOUD DEVOPS Microservices haben ihren Ursprung bei den Internetpionieren, allen voran Netflix. Ihr Grundgedanke ist, einen Software-Monolithen in ein System aus kleinen, leichtgewichtigen Anwendungen zu zerlegen und so flexibler und skalierbarer zu werden. Microservices als Gesamtkonzept 1:1 anzuwenden. Doch die Ansätze können auf die Verfahren der öffentlichen Verwaltung übertragen werden, um auch hier die Entwicklung maßgeblich zu flexibilisieren und neue Funktionen schneller bereitzustellen. Die Randbedingungen und Anforderungen der Verfahren in der öffentlichen Verwaltung unterscheiden sich deutlich von denen großer Internetkonzerne. Daher ist es in der Regel nicht sinnvoll, Auf unserem IT-Spickzettel finden Sie alle Anregungen und Tipps, die Sie dafür brauchen.

1 ARCHITEKTUR: kleinteilige Dienste Microservice-Architekturen fokussieren auf die Zerlegung von Softwaresystemen in kleinteilige, so weit wie möglich unabhängige Dienste. Dies flexibilisiert die Entwicklung und den Betrieb des Systems. Die öffentliche Verwaltung betreibt fachlich komplexe Verfahren – der Serviceschnitt muss dies berücksichtigen. Das heißt: • Streben Sie nach möglichst kleinen Diensten mit geringer Kopplung und hoher Kohäsion. • Vermeiden Sie zu kleine Dienste, nur um einem vermeintlichen Größenideal zu entsprechen. Durch die fachliche Komplexität ist es vollkommen akzeptabel, wenn Dienste nicht „micro“ sind – wichtiger ist, dass sie eine in sich geschlossene Funktionalität („bounded context“) implementieren. 2 TECHNOLOGIE: leichtgewichtige Integration Microservices haben eine Vielzahl leichtgewichtiger, quelloffener Technologien hervorgebracht, die eine zuverlässige synchrone und asynchrone Kommunikation zwischen verteilten Services ermöglichen. Diese fördern die Skalierbarkeit, Robustheit, Verfügbarkeit und Flexibilität der Services. Systeme der öffentlichen Verwaltung müssen eine deutlich geringere Last bewältigen als die großer Internetkonzerne. Hier liegt der Fokus des Einsatzes neuer Servicetechnologien auf einer Erhöhung der Flexibilität, Robustheit und Verfügbarkeit. Das heißt: • Implementieren Sie moderne, zustandslose Services ohne zentrale Kommunikationsinfrastruktur. • Entkoppeln Sie die Services durch Abwärtskompatibilität, Versionierung und – wenn sinnvoll – asynchrone Kommunikation. Bei fachlich synchronen Aufrufen oder übergreifenden Konsistenzanforderungen ist der Einsatz synchroner Kommunikation meist geeigneter. • Machen Sie sich mit typischen Technologien für Microservices vertraut – Ribbon, Histrix, Eureka, Kafka, JSON Web Tokens etc. –, aber setzen Sie sie nur ein, wenn Sie damit ein konkret vorliegendes Problem lösen. 3 INFRASTRUKTUR: Cloud Microservices profitieren von einer skalierbaren Infrastruktur, in der Ressourcen entsprechend des Bedarfs der bereitgestellten Dienste flexibel auf- oder abgebaut werden können. Der Betrieb einer solchen Infrastruktur ist komplex! Netflix zum Beispiel hat sich für den Betrieb in der Amazon Cloud entschieden. Verfahren der öffentlichen Verwaltung in einer Public Cloud zu betreiben, ist datenschutzrechtlich umstritten und in der Regel nicht gewünscht. Cloud-Lösungen der öffentlichen Verwaltung (z. B. Bundes-Cloud) werden diese Lücke flächendeckend und leistungsstark frühestens in einigen Jahren schließen. Doch durch Microservices können vorhandene Ressourcen flexibler genutzt und Dienste besser skaliert werden. Das heißt, • Virtualisieren Sie Ihre Infrastruktur mit Container-Technologien (zum Beispiel Docker). • Betreiben Sie jeweils einen Microservice pro Container. • Skalieren Sie die Microservices durch redundante Instanzen gemäß Ihren nichtfunktionalen Anforderungen. 4 ORGANISATION: DevOps „You build it, you run it“ - Kern von DevOps sind die Entwicklung und der Betrieb der Software durch das gleiche Team, um zeitraubende und Missverständnisse fördernde Barrieren zu vermeiden. Eine flexible Betriebsinfrastruktur und eine automatisierte Build- und Deployment-Pipeline bilden die technische Grundlage. Erst dadurch können neue Microservices den Anwendern schnell und effizient bereitgestellt werden. Die Umsetzung von DevOps in der öffentlichen Verwaltung wird zumeist durch eine zementierte organisatorische Trennung von Softwareentwicklung („Dev“) und Betrieb („Ops“) verhindert. Microservices helfen dabei, trennende Prozesse zu überbrücken und Barrieren zu reduzieren. Das heißt: • Automatisieren Sie Build und Deployment der Microservices mit Werkzeugen zur Continous Integration und Delivery. • Organisieren Sie Entwicklungsteams entsprechend den Microservices. • Beziehen Sie den Betrieb in das Entwicklungsteam mit ein, übertragen Sie so viele Betriebsaufgaben der Services wie möglich an das jeweilige Entwicklungsteam. Microservices bilden eine Brücke zwischen mehreren modernen Trends der Softwareentwicklung, die sich sehr gut auf die Anforderungen großer Internetkonzerne abbilden lassen. Die Ansätze sind nicht neu, werden aber konsequenter angewendet und durch moderne Technologien stark vereinfacht. Behörden haben zwar andere Randbedingungen als Internetkonzerne, gewinnen durch die Konzepte der Microservices aber ebenfalls deutlich an Flexibilität in der Verfahrensentwicklung und im Betrieb. Hier lesen Sie mehr zum Thema Microservices: „Sind Microservices die bessere SOA?“ (siehe .public, Ausgabe 01-2017). Gerne beraten wir Sie, wie Sie von Microservices profitieren können.

msg

01 | 2018 public
02 | 2017 public
01 | 2017 public
02 | 2016 public
01 | 2016 public
02 | 2015 public
01 | 2015 public
01 | 2014 public
01 | 2014 msg systems study
01 | 2015 msg systems Studienband
Future Utility 2030
Lünendonk® Trendstudie
Digitale Transformation | DE
Digital Transformation | EN
DE | inscom 2014 Report
EN | inscom 2014 Report

msgGillardon

03 | 2016 NEWS
02 | 2016 NEWS
01 | 2016 NEWS
03 | 2015 NEWS
02 | 2015 NEWS
01 | 2015 NEWS
02 | 2014 NEWS
01 | 2014 NEWS
02 | 2013 NEWS
01 | 2012 NEWS
02 | 2011 NEWS
01 | 2010 NEWS
MaRisk
01 | 2017 banking insight
01 | 2015 banking insight
01 | 2014 banking insight
01 | 2013 banking insight
01 | 2012 banking insight
02 | 2011 banking insight
01 | 2011 banking insight
01 | 2010 banking insight
2016 | Seminarkatalog | Finanzen

Über msg



msg ist eine unabhängige, international agierende Unternehmensgruppe mit weltweit mehr als 6.000 Mitarbeitern. Sie bietet ein ganzheitliches Leistungsspektrum aus einfallsreicher strategischer Beratung und intelligenten, nachhaltig wertschöpfenden IT-Lösungen für die Branchen Automotive, Banking, Food, Insurance, Life Science & Healthcare, Public Sector, Telecommunications, Travel & Logistics sowie Utilities und hat in über 35 Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Branchenspezialist erworben.

Die Bandbreite unterschiedlicher Branchen- und Themenschwerpunkte decken im Unternehmensverbund eigenständige Gesellschaften ab: Dabei bildet die msg systems ag den zentralen Kern der Unternehmensgruppe und arbeitet mit den Gesellschaften fachlich und organisatorisch eng zusammen. So werden die Kompetenzen, Erfahrungen und das Know-how aller Mitglieder zu einem ganzheitlichen Lösungsportfolio mit messbarem Mehrwert für die Kunden gebündelt. msg nimmt im Ranking der IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen in Deutschland Platz 7 ein.


© 2018 by msg systems ag - powered by yumpu Datenschutz | Impressum