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01 | 2018 public

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IT-Megatrends in der öffentlichen Verwaltung

Das Blatt wendete sich

Das Blatt wendete sich im Juli 2016 – Oracles PR-Manager Mike Moeller kündigte einen Kurswechsel an. In einer öffentlichen Wahl sollte die Java-Gemeinde über die Inhalte von Java-EE-8 mitentscheiden. Der Wahlentscheid führte dazu, dass die Java-EE-Management-API 2.0, der Java-Message-Service 2.1 und MVC 1.0 aus der Gesamtliste der Java-EE-Spezifikation entfernt wurden. Die neue Gesamtliste 1 enthielt 32 Technologien, wovon neun Technologien aktualisiert und zwei komplett neu erstellt werden sollten. Oracle verschob die Fertigstellung der Java-EE-8-Spezifikation auf die zweite Jahreshälfte 2017 und versprach, sich mit voller Kraft der Vollendung zu widmen. „CONSIDER IT DONE!“ Am 18.September 2017 war es dann so weit – fristgerecht wurden die festgelegten Funktionalitäten sowohl in Papierform als auch in Gestalt des Referenz-Servers GlassFish 5 publiziert. Doch noch vor der Veröffentlichung von Java-EE-8 gab Oracle bekannt, dass Java EE zukünftig durch die Eclipse Foundation unter dem neuen Namen Eclipse Enterprise for Java (EE4J) weiter- LESETIPP Professionell entwickeln mit Java-EE-8: Das umfassende Handbuch von Alexander Salvanos Mit diesem praxisorientierten Lehrbuch zu Java-EE-8 gibt der langjährige und erfolgreiche Autor – selbst Mitglied der Java-EE-Expert Group (JSON-B 1.0) – seinen Lesern ein Standardwerk an die Hand, das sie auf dem Weg zum Enterprise-Entwickler begleitet. Neben einem Überblick über Java-EE-8 und der Software-Architektur geht der Autor unter anderem auf Konfiguration und Monitoring eines Java-EE-8-Servers, Planung und Entwurf mit Scrum und AMDD/XP, die Oracle-Datenbank, Java Persistence API, Web Services mit REST und SOAP, JavaMail und vieles mehr ein. Best Practices für leichtgewichtige Enterprise Applications sind ebenso enthalten wie Standards zu servicebasierten Anwendungen, Persistence API, Dependency Injection, HTML5 und Security. entwickelt würde. Nachdem die Java-Gemeinde Oracle bereits in den letzten Jahren dafür kritisiert hatte, sie nicht genügend in die Weiterentwicklung eingebunden zu haben, reagierte der IT-Gigant nun, indem er die Rolle des Specification Leads abgab. Bedeutet das, dass Oracle hiermit jegliche zukünftige Verantwortung ablehnt? Die Antwort lautet: Jein. Oracle wird nach eigener Aussage Java EE innerhalb seines eigenen Java- EE-Servers WebLogic weiterhin unterstützen. Ferner sollen sich Oracles Java-EE-Spezialisten bei der Reifung der Java-EE-Technologien einbringen. Kurzum: Oracle will nicht mehr und stellt diese Entscheidung als Fortschritt dar. Viele Java-EE-Entwickler haben nun die Sorge, dass die über Spenden geförderte Eclipse Foundation überfordert sein wird. Mittlerweile haben sich die Mitglieder der Java-EE-Expert-Group unter dem neuen Schirmherrn zusammengefunden. Technisch gesehen wird die erste Version von EE4J der jetzigen Java-EE-8-Version entsprechen. Für Java-EE-Entwickler ist es allerdings schon jetzt kritisch, dass sich der Java-EE-8-Referenzserver GlassFish 5 nicht mit der Entwicklungsumgebung Eclipse steuern lässt. Denn die Weiterentwicklung des unterstützenden Plug-Ins (GlassFish-Tools) liegt noch im Hause Oracle. Und die Arbeiten an diesem Plug-in können bei der Eclipse Foundation erst beginnen, nachdem die hierzu erforderlichen Verträge mit Oracle unterzeichnet sind. Bei den verantwortlichen Software-Architekten in den Projekten dürften solche Verhältnisse zur Missstimmung führen. Der Leiter der Eclipse Foundation Mike Milinkovich steht der Entwicklung des Plug-ins allerdings positiv gegenüber und kommentiert sie mit „Consider it done!“. Ferner ist zu erwarten, dass die sich neu zusammengefundenen Expert-Group-Mitglieder nun beweglicher und freier handeln können. Denn Entscheidungen können jetzt frei von politischen Strategien eines übermächtigen IT-Konzerns fallen. Außerdem entspricht es dem ursprünglichen Grundgedanken von Sun Microsystems und der Java-Community, dass JavaEE beziehungsweise EE4J von der Open-Source-Gemeinde vorangetrieben wird.• ANSPRECHPARTNER – ALEXANDER SALVANOS Senior IT Consultant Public Sector Solutions Consulting Erscheinungstermin: 23. März 2018 1 http://www.oracle.com/technetwork/java/javaee/tech/index.html 42 | .public 01-18 | Informationstechnologie

WIR BRINGEN THEMEN AUF DEN PUNKT. Um im digitalen Wandel mithalten zu können, müssen relevante IT-Trends erkannt, aufgegriffen und verstanden werden. Doch die Vielfalt an Themen ist groß, und nicht jeder Trend führt in allen Kontexten zum Erfolg – im Gegenteil. Zudem stammen viele aktuelle IT-Trends aus dem Umfeld großer Internetkonzerne, die unter anderen Rahmenbedingungen und Anforderungen agieren als die öffentliche Verwaltung. IT-Entscheider der öffentlichen Verwaltung stehen jeweils vor den Fragen: „Ist das Thema auch für mich relevant?“ und „Was bedeutet es konkret für meinen Kontext?“ In unserer neuen Rubrik „IT-Spickzettel“ beantworten wir genau diese Fragen. Dazu bereiten wir künftig regelmäßig wichtige Themen oder Trends in kompakter Form, maßgeschneidert für die öffentliche Verwaltung, auf. Wir zeigen, ob, wann und warum Sie sich mit einem Thema beschäftigen sollten und wie Sie es sinnvoll umsetzen. Unser erster IT-Spickzettel widmet sich dem Thema MICROSERVICES. Reden Sie mit! Trennen Sie den IT-Spickzettel einfach an der Perforierung ab und nehmen Sie ihn mit – zum Beispiel in Ihr nächstes Architektur-Meeting oder in Ihren nächsten Lenkungsausschuss! Sie haben Fragen? Kommen Sie gerne auf uns zu. IT-Spicker schon ausgerissen? Kein Problem, fordern sie unter public@msg.group ein Exemplar der .public mit IT-Spickzettel für sich an! ANSPRECHPARTNER – DR. CHRISTIAN KIEHLE Leiter Center of Competence Architektur Public Sector Solutions Consulting

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Die Bandbreite unterschiedlicher Branchen- und Themenschwerpunkte decken im Unternehmensverbund eigenständige Gesellschaften ab: Dabei bildet die msg systems ag den zentralen Kern der Unternehmensgruppe und arbeitet mit den Gesellschaften fachlich und organisatorisch eng zusammen. So werden die Kompetenzen, Erfahrungen und das Know-how aller Mitglieder zu einem ganzheitlichen Lösungsportfolio mit messbarem Mehrwert für die Kunden gebündelt. msg nimmt im Ranking der IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen in Deutschland Platz 7 ein.


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