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IT-Megatrends in der öffentlichen Verwaltung

GAME OF JAVA EE Mit Java

GAME OF JAVA EE Mit Java Enterprise Edition Version 8 zeichnen sich große Veränderungen für die Zukunft des Industriestandards ab. | von ALEXANDER SALVANOS Der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel sagte: „Es ist übrigens nicht schwer, zu sehen, dass unsere Zeit eine Zeit der Geburt und des Übergangs zu einer neuen Periode ist.“ Unter diesem Aspekt stellen wir in diesem Artikel die wichtigsten Neuerungen der lange erwarteten und am 18. September 2017 endlich erschienenen Version der Java Enterprise Edition 8 (Java EE 8) vor und geben einen kurzen Ausblick in die Zukunft von Java EE. Es entspricht der Natur einer Behördenanwendung, dass sie – ebenso wie eine Bankanwendung – besondere Anforderungen bezüglich Sicherheit und Hochverfügbarkeit erfüllen muss. Im Fachjargon spricht man von „geschäftskritischer Unternehmensanwendung“. Mit der Java Enterprise Edition (Java EE) soll diesen besonderen Anforderungen Rechnung getragen werden. Dabei versucht der Standard stets, technologische Neuerungen auf einen gemeinsamen und stabilen Nenner zu bringen. So kommt es, dass mit jeder Version neue und wertvolle Features in Form neuer Java Specification Requests (JSR) hinzukommen. Das Herzstück der Java-EE-Systemlandschaft ist der Java-EE- Server, der die Implementierung von Sicherheit und Hochverfügbarkeit über zwei spezielle Java-EE-Container verwirklicht: den Web-Container und den EJB-Container. Hersteller, die bei ihren Java-EE-Servern beide Container und alle Dienste der Java-EE- Spezifikation fehlerfrei anbieten, sind berechtigt, ihren Server als vollständig Java-EE-konform zertifizieren zu lassen, so wie zum Beispiel Oracle WebLogic, GlassFish oder IBM WebSphere. 40 | .public 01-18 | Informationstechnologie

BLICK ZURÜCK … Da die Verwendung beider Container in früheren Versionen als schwergewichtig galt, kam neben den vollständig Java-EE-konformen Servern häufig auch der Apache Tomcat zum Einsatz – obwohl er nur den Web-Container enthielt und lediglich einen Bruchteil der Java EE bereitstellen konnte. Open-Source-Frameworks, die man Java-EE-Anwendungen hinzufügte, sollten dieses Problem beheben. Manche dieser Open-Source-Technologien erwiesen sich als so genial, dass sie die Java-EE-Technologien an Finesse sogar übertrafen. Schnell erkannte die Java Community, dass man sie in den Java-EE-Standard aufnehmen musste. Die findigsten Open-Source-Erfinder, wie Gavin King (Hibernate) und Rod Johnson (SpringSource), nahmen führende Rollen in der Java-EE-Expert-Group ein und konnten dort ihren Ideenreichtum einbringen. Neue Technologien, wie beispielsweise Java Persistence API (JPA) und Contexts and Dependency Injection (CDI), entstanden; der Java-EE-Standard wurde immer weiter vereinfacht. Spätestens seit der Version 7 gilt er nun als „leichtgewichtigste Alternative“. Die Empfehlung des weltberühmten Expert-Group-Members Adam Bien lautet daher, den vollständig-Java EE konformen Server vorzuziehen und auf den Einsatz von Open-Source-Frameworks zu verzichten. … IN DIE ZUKUNFT Diesen Weg wollte man mit Java EE 8 weiter beschreiten. Gleichzeitig sollten moderne Trends, wie beispielsweise Microservices oder cloudbasierte Anwendungen, optimal unterstützt werden. Ebenfalls sollten die bereits vorhandenen APIs noch weiter vereinfacht und mit der Möglichkeit von Java-SE-8-Funktionalität angereichert werden. Doch es gab Probleme: Da der Java-Community-Process (JCP) für die Fertigstellung der aktualisierten Spezifikationen einen sehr langen Zyklus vorsieht, wurde der Java-EE-Standard in einer sich immer schneller verändernden IT-Welt den Innovationen immer weniger gerecht. Seit 2016 wurde der Java-EE-Prozess immer wieder für seine Unbeweglichkeit kritisiert. Auch der Java-EE-Expert-Group entging nicht, dass Java-EE-Clients immer mehr auf JavaScript-Technologien setzten. Die Mitglieder wollten gegensteuern. Gleichzeitig kam das Gerücht auf, die Oracle Corporation wolle sich als Schirmherr von Java EE zurückziehen. Das wäre ein empfindlicher Schlag, denn Oracle ist als Lizenzinhaber an weit über 80 Java Specification Requests (JSR) beteiligt. Außerdem werden die wichtigsten JSR von Oracle-Experten als Specification Leads gestaltet. DIE WICHTIGSTEN NEUERUNGEN VON JAVA EE 8 In folgenden Neuerungen sieht die Java-EE-Expert-Group besondere Key-Features. Key-Feature 1 – Servlets 4.0 Diese neue Servlet-Version verwendet erstmalig das HTTP/2-Protokoll. HTTP/2 beschleunigt die Kommunikation zwischen Client und Server durch Komprimierung und Parallelität, bekannte Hürden des altbewährten HTTP/1.1-Protokolls werden überwunden. Neben dem Einbau von HTTP/2 bietet die neue Servlet-Technologie eine spezielle Mapping-API, über die sich die Pfade zu einzelnen Elementen komfortabel ermitteln lassen. Key-Feature 2 – JSON-P 1.1 JSON-P 1.1 unterstützt die neuen IETF-Standards JSON-Pointer, JSON-Patch und JSON-Merge-Patch. Durch hinzugefügte spezielle Hilfsklassen können Java-SE-8-Streams verwendet werden. Key-Feature 3 – JSON-B 1.0 Über JSON-B 1.0 lassen sich einfache Java-Klassen (sogenannte POJO) zu JSON-Dokumenten wandeln, indem lediglich eine einzige Methode aufgerufen werden muss. Genauso einfach ist die Umwandlung von einem JSON-Dokument zu einem POJO. Key-Feature 4 – JAX-RS 2.1 JAX-RS 2.1 unterstützt Server-sent-Events, womit Daten vom Server zum Client geschickt werden können. Eine neue Reactive API ermöglicht ferner, dass mit ReactiveX Frameworks wie RxJava asynchron und ereignisbasiert interagiert werden kann. Key-Feature 5 – Security API 1.0 Die Security API 1.0 stellt eine vereinfachte Benutzerschnittstelle für die Authentifizierung und Autorisierung zur Verfügung, die sich auch für die Verwendung mit Clouds und Paas basierten Anwendungen eignet. Für zusätzliche Verunsicherung innerhalb der Java Community sorgte außerdem, dass die Weiterentwicklung an den neuen Technologien für längere Zeit ruhte und die Oracle-Experten nichts mehr über zukünftige Vorhaben kommunizierten. Dazu kam, dass mit Cameron Purdy, Reza Rahman, Mark Heckler und John Clingan führende Köpfe die Java-EE-Expert-Group verließen. Um die Java-EE-Entwicklung wieder anzutreiben, gründete Reza Rahman die Java-EE-Guardians. Informationstechnologie | .public 01-18 | 41

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