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01 | 2018 public

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IT-Megatrends in der öffentlichen Verwaltung

IT-MEGATRENDS –

IT-MEGATRENDS – INITIALZÜNDUNG FÜR DIE DIGITALE TRANSFORMATION, AUCH IN DER ÖFFENTLICHEN VERWALTUNG! Über das Thema „digitale Transformation” wird auch in der öffentlichen Verwaltung viel diskutiert. Vermeintliche Experten melden sich in der Fachpresse zu Wort, jeder scheint eine Meinung zu haben. Aber hinter den öffentlichen Diskussionen haben sich auch schon etliche interessante Beispiele etabliert, wie IT-Megatrends die digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung befeuert haben. | von MARKUS EHM “Digital is everything – not everything is digital.” So lautete der Claim einer Messe für die Digitalwirtschaft im Jahr 2016. 1 Bereits seit einigen Jahren hat sich das Thema Digitalisierung zu einem wahren Hype entwickelt. Und mittlerweile hat die digitale Transformation auch die öffentliche Verwaltung erreicht. Wirklich? In den Medien und Blogs werden vornehmlich die sogenannten IT-Megatrends als die Eckpfeiler der digitalen Transformation diskutiert. Deshalb lohnt eine Untersuchung, was hinter diesen Megatrends der Digitalisierung steckt und welche Relevanz sie für die öffentliche Verwaltung besitzen. DIE THEORIE IT-MEGATREND CLOUD-COMPUTING UND XAAS Der Begriff „Digitalisierung” im engeren Wortsinn wurde bereits seit den 1960er-Jahren für die Erstellung digitaler Repräsentationen von physischen Objekten, Ereignissen oder analogen Medien verwendet. Mittlerweile besitzt der Begriff „Digitalisierung” aber eine zweite Bedeutungsebene: den Wandel hin zu digitalen Prozessen mittels Informations- und Kommunikationstechnik. 2 Um diese zweite Bedeutungsebene geht es in diesem Artikel. Software as a Service (SaaS), wie zum Beispiel in eine gemeinsam genutzte Infrastruktur integrierte Büroanwendungen, bietet für die öffentliche Verwaltung viel Potenzial. Denn im Vergleich zu in Eigenregie lokal verteilten und gewarteten Büroanwendungen lässt sich mit dieser Art der SaaS signifikant Kosten einsparen. SaaS war vor wenigen Jahren in Ermangelung geeigneter (Web-) Technologien und Bandbreite noch nicht möglich. Das 12 | .public 01-18 | Moderne Verwaltung

hat sich geändert: Heute merken Nutzer vielfach gar nicht mehr, dass sich Werkzeuge und Daten nicht lokal auf ihren Rechnern befinden. So lassen sich Aufwände für die Systemadministration der lokalen Rechner reduzieren. SaaS ist ein Bestandteil des Cloud-Computings, das darüber hinaus Infrastruktur (IaaS), Entwicklungsplattformen (PaaS) und weitere Dienste umfasst. Cloud-Dienste kommen auch dann ins Spiel, wenn Verfahren nicht vollständig mit behördeneigenen Anwendungen und behördeneigener Infrastruktur realisiert werden können, zum Beispiel, wenn Komplexität und Security-Belange eines Verfahrens unverhältnismäßig hohe Aufwände verursachen würden. So ist es für Behörden sehr aufwendig und IT-sicherheitstechnisch anspruchsvoll, ein eigenes Bezahlsystem anzubieten. 3 Daher könnte ein solches System auch an spezialisierte und autorisierte Dienstleister beauftragt werden. Der Luxemburger Ableger des US-Bezahlsystems PayPal bot bereits 2014 deutschen Behörden an, direkt deren Zahlungsabwicklungsvorgänge gemäß E-Government-Gesetz zu übernehmen. Mittlerweile ist der Basisdienst ePayBL 4 etabliert, der von einer Entwicklergemeinschaft verschiedener Bundes- und Landesinstitutionen realisiert wurde. ePayBL stellt sicher, dass Haushaltssysteme der Behörden betreffende Zahlungen nicht auf ausländischen, aufgabenfremden Rechnern abgewickelt werden müssen. MOBILE UND SOCIAL MEDIA Zu „Mobile“ und „Social Media“ können die meisten Menschen aus den Erfahrungen ihres privaten Umfelds auch Angebote der öffentlichen Verwaltung assoziieren. Schlaglöcher und defekte Straßenleuchten direkt übers Smartphone zu melden, klingt charmant, effizient und nach größerer Bürgernähe. In Berlin und Brandenburg hat sich zum Beispiel „Maerker Brandenburg“ als Angebot etabliert, um Infrastrukturprobleme an die zuständigen Behörden zu melden – via App direkt vor Ort. 6 Weitere Praxisbeispiele finden sich bei kommunalen Facebook-Angeboten, bei denen sich Bürger mit ihrem Ansprechpartner in der Kommunalverwaltung direkt austauschen können. Die Facebook-Seite von Berlin hat bereits über eine Million Follower. 7 Relevante Informationen können auch auf Twitter verbreitet werden, so wie Polizeibehörden dies häufig tun. Ein erfolgreiches Social-Media-Angebot der Kommunen setzt allerdings organisatorische Veränderungen in den Verwaltungen voraus: Bürgeranfragen müssen gelesen, bearbeitet und ihre Umsetzung kontrolliert werden. Dafür sind entsprechend geschulte Mitarbeiter notwendig, die die Kanäle moderieren. Außerdem müssen entsprechende Ticket-Systeme aufgebaut werden, um die entstehenden Aufgaben auch tatsächlich abzuarbeiten. Ein weiteres Beispiel für XaaS ist das Angebot des amerikanischen Unternehmens ESRI, das interaktive Karten eines Gemeinde- oder Stadtgebiets auf eigenen Servern bereithält, mit weiteren thematischen Karten anreichert und den Bürgern als kommunales Angebot bereitstellt. 5 Probleme entstehen, wenn Social-Media-Kanäle von besorgten Bürgern – wie in letzter Zeit häufiger – dafür missbraucht werden, um ihren Ärger über Behörden zu äußern. So wurden zum Beispiel im Ruhrgebiet Mitarbeiter der örtlichen Verwaltung auf Facebook beschimpft, weil das Bürgerbüro geschlossen war. 8 Dieses Beispiel zeigt neben dem Nutzen auch das Dilemma beim Einsatz von Cloud-Diensten in der öffentlichen Verwaltung: Einerseits schafft eine Auslagerung von IT-Infrastruktur oder -Diensten eine größere Flexibilität, da weniger eigene Ressourcen gebunden werden. Andererseits werden behördeneigene, möglicherweise personenbezogene Daten außerhalb der Behörde gespeichert. Viele IT-Verantwortliche in der öffentlichen Verwaltung begegnen dem Thema deshalb reserviert. Abhilfe schaffen hier die behördenübergreifenden IT-Dienstleistungszentren, wie zum Beispiel das ITZBund, die den Verbleib von Daten und deren Verarbeitung innerhalb der öffentlichen Verwaltung sicherstellen können. Die Bundesagentur für Arbeit betreibt selbst so viele Verfahren, dass der Aufbau und Betrieb einer eigenen Cloud- und XaaS-Infrastruktur sinnvoll und wirtschaftlich ist. INTERNET OF THINGS (IOT) Der Megatrend IoT bezieht sich auch im Kontext öffentlicher Verwaltung auf eine stärkere und intelligentere Vernetzung von Anwendungen einschließlich der Integration von Sensorsystemen. Konkrete Beispiele finden sich unter anderem im Verkehrsmanagement. Beispielsweise steuert seit Februar 2015 eine Streckenbeeinflussungsanlage den Verkehr auf der Autobahn A3 in Rheinland-Pfalz. 9 Abhängig von der Anzahl automatisch erfasster Fahrzeugbewegungen, öffnet das System einen zusätzlichen Fahrstreifen und schaltet Wechsel-Wegweisersysteme. Die Komponenten sind per Mobilfunknetz vernetzt. In Rotterdam wird mithilfe einer IoT-Lösung die städtische Müllabfuhr disponiert. 10 GPS-Sensoren melden Standorte und Fahrzeugbewegungen an die Leitstelle. In die Dispositionsplanung Moderne Verwaltung | .public 01-18 | 13

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