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IT-Megatrends in der öffentlichen Verwaltung

Die Schule soll ja nicht

Die Schule soll ja nicht nur dem Erwerb von Wissen dienen, sondern auch die persönlichen, sozialen und kreativen Fähigkeiten der Kinder fördern. Glauben Sie, dass die Schule dieser Rolle heutzutage weitgehend gerecht wird? Alle Befragte Frauen Männer Mit Kindern im Haushalt Ohne Kinder im Haushalt Befragte in Westdeutschland Befragte in Ostdeutschland 36% 34% 38% 49% 32% 36% 34% 52% 53% 54% 51% 52% 54% 45% 12% 13% 11% 6% 14% 12% 12% 0% 20% 40% 60% 80% 100% Ja Nein weiß nicht/keine Angabe Abbildung 2: Deutsche glauben nicht daran, dass Schule die Kinder adäquat auf die Welt der Erwachsenen vorbereitet, Quelle: statista als zu komplex empfunden oder sind (immer noch) zu wenig bekannt. Physik, Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Informatik scheinen zu technisch oder abstrakt und gelten auch noch als schwer. Einzig Bayern hat das Thema Informatik schon seit 2003 als Pflichtfach ab Klasse 6 in den Gymnasien eingeführt. Wenn aber Deutschland auch in Zukunft mit seinen Produkten noch attraktiv sein und mit dem Ausland bei der Digitalisierung mithalten möchte, braucht es Nachwuchs, der sich mit Freude und echtem Interesse auch in die MINT-Ausbildungsgänge drängt. Junge Leute müssen dafür begeistert werden, technische Studiengänge zu belegen. VORSICHT DOMINOEFFEKT Wenn nicht genügend Nachwuchs in den technischen Ausbildungsgängen verfügbar ist, sind deutsche Firmen immer mehr dazu gezwungen, Spezialaufgaben ins Ausland zu verlagern. Doch wenn bereits die anspruchslosen Aufgaben der untersten Qualifikationsebene ausgelagert werden, wird schon früh ein Effekt des schwindenden Fachwissens erzeugt. Und wenn die Arbeiten der untersten Ebene, die bislang zur Vorbereitung auf die Arbeiten der nächsthöheren Ebene diente, ausgelagert sind, können keine oder zu wenige Mitarbeiter für die nächsthöhere Ebene qualifiziert werden. Dann bleibt nur, entweder die Fachleute für die zweite Ebene aus dem Ausland zu holen (Einwanderung) oder auch diese Ebene ins Ausland zu verlagern (Export von Arbeit und Wissen). Denn dort gibt es ja genug Mitarbeiter mit entsprechender Vorqualifikation, die bereit zum Sprung auf die nächste Stufe sind. Einmal angestoßen, setzt sich dieser Effekt immer weiter fort. Es ist ein Selbstläufer über alle Ebenen – in Gang gesetzt vom schwindenden Fachwissen. Von diesem Problem ist vor allem der Mittelstand in Deutschland betroffen. Dort gibt es noch viele Weltmarktführer, die zwar in der Branche sehr bekannt sind, aber von potenziellen Bewerbern auf dem Arbeitsmarkt neben Größen wie Google, Apple, Microsoft, Mercedes nicht wahrgenommen werden. Und der Mittelstand ist noch immer das wirtschaftliche Rückgrat Deutschlands. 99,6 Prozent aller Firmen in Deutschland sind Mittelständler, sie stellen knapp 60 Prozent aller Arbeitsplätze (16 Millionen) in Deutschland 8 und mehr als 80 Prozent aller Ausbildungsplätze. In der Ausbildung, so, wie sie heute noch in Vorschulen, Schulen, Meinung der Schüler zu Informatik als Pflichtfach in den Klassen 5 bis 10 in den Jahren 2007 und 2010 Die 10 Länder mit dem schnellsten Internetzugang + Deutschland im 1. Quartal 2017 60% 50% 53% 52% Platz 1 Südkorea 2 Norwegen Ø Geschwindigkeit in Mbit/s 23,5 28,6 40% 3 Schweden 22,5 4 Hong Kong 21,9 30% 20% 23% 22% 24% 24% 5 6 7 Schweiz Finnland Singapur 21,7 20,5 20,3 10% 0% 0% 2% 8 9 10 Japan Dänemark USA 20,2 20,1 18,7 Ist eine gute Idee Sollte man bleiben lassen 2010 2007 Ist mir egal Weiß nicht 25 Deutschland 15,3 Abbildung 3: Schüler würden Informatik als Pflichtfach begrüßen, Quelle: statista Abbildung 4: Deutsche sind im Internet vergleichsweise langsam unterwegs, Quelle: statista 8 Quelle: BMWi 10 | .public 01-18 | Moderne Verwaltung

Prognose zur Anzahl der vernetzten Geräte im Internet der Dinge (IoT) weltweit in den Jahren 2016 bis 2020 (in Millionen Einheiten) Monatliches Datenvolumen des privaten und geschäftlichen IP-Traffics weltweit in den Jahren 2014 bis 2016 sowie eine Prognose bis 2021 (in Exabytes) 25.000 20.000 3.171 300 15.000 4.381,4 200 10.000 5.000 0 232,66 2.027,7 190,47 1.635,4 2.132,6 100 154,94 12.863 124,69 1.316,6 1.501 99,78 1.102,1 78,25 7.036,3 5.244,3 47,74 58,54 3.963 0 12,11 13,98 17,8 21,92 26,22 31,52 37,94 45,45 2016 2017 2018 2020 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 Consumer Business: Cross-Industry Business: Vertical-Specific Geschäftlich Privat Abbildung 5: Sowohl die Devices als auch der Internetverkehr steigen weltweit weiter stark an, Quelle: statista 2017 & Cisco Systems Hochschulen praktiziert wird, spielt gesellschaftlicher Wandel durch weiterentwickelte Technik und weltweite Vernetzung eine viel zu kleine Rolle – während er in anderen Ländern immer mehr an Fahrt aufnimmt. Die moderne Bildungspolitik eines innovativen Bundeslandes könnte – Föderalismus sei Dank – Vorbildcharakter für andere Bundesländer haben. Auch der Festnetzausbau in Deutschland ist eine kritische, weil zukunftsentscheidende Infrastruktur. Er wird nach Schätzungen 100 Mrd. Euro kosten. Dieses Geld muss Deutschland dringend investieren – und vor allem muss es schnell handeln! Politisch wird das Thema zwar schon lange in Berlin diskutiert, aber es passiert nichts. DIE GIGABIT-GESELLSCHAFT 9 Für die Zukunftsfähigkeit sind digitale Straßen wichtiger als Autobahnen – doch bislang herrschen in Deutschland zumeist digitale Landstraßen vor. Auch die Mobilfunkabdeckung lässt im Hochindustrieland Deutschland zu wünschen übrig, von einem flächendeckenden Breitbandinternet ganz zu schweigen. Dabei steigt der Bedarf an Bandbreite stetig an. Dafür sorgen neben immer mehr Endgeräten auch die Erwartung, „always online“ sein zu können und alle Inhalte zu „streamen“. Die Onlinenutzung nimmt in allen Lebensbereichen kontinuierlich zu. Cisco prognostiziert, dass 2021 in Deutschland pro Kopf 9,5 digitale Endgeräte existieren (2016: 5,6 Endgeräte/Kopf) und der Daten-Traffic pro Kopf 74 GB/Monat umfasst (2016: 26,2 GB/ Monat). 10 Deutschland als Hochindustrieland muss auch in diesem Feld endlich aufholen, will es nicht vom Weltmarkt „abgekoppelt“ werden. Wie bereits etablierte Firmen mit dem Problem zu geringer Bandbreite umgehen und welche Nachteile dadurch dem Hochtechnologiestandort und Exportweltmeister Deutschland drohen, ist eine Sache. Sehr viel schlimmer ist, dass Deutschland als Standort für Neugründungen im Digitalbereich immer unattraktiver wird, wenn die Infrastruktur den Mindestansprüchen nicht genügt. Diese Neugründungen sind jedoch die Arbeitgeber von morgen.• ANSPRECHPARTNER – JÜRGEN FRITSCHE Leiter Branche Public Sector 9 https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2017/08/2017-08-30-breitbandausbau.html 10 https://www.cisco.com/c/dam/m/en_us/solutions/service-provider/vni-forecast-highlights/pdf/Germany_Device_Growth_Traffic_Profiles.pdf Moderne Verwaltung | .public 01-18 | 11

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