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01 | 2017 NEWS

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Überblick

u Unternehmenssteuerung

u Unternehmenssteuerung Da Parameter, Planannahmen und Berechnungen stets auf der Ebene der Basiseinträge (feinste Granularität, wie zum Beispiel Einzelprodukt je Einzelberater) gespeichert werden, ist jederzeit eine beliebige Aggregation / Betrachtungsweise möglich. Planparameter Über Mustergeschäfte (siehe Abbildung 5) werden alle relevanten Kennzahlen für die Zinsgeschäftsrechnung definiert. Neben Laufzeit und Tilgung sind dies zum einen die Bewertungskurven (Anteil gedeckt/ungedeckt) und zum anderen die Margenbestandteile von der Nettomarge über Bonitäts- und Optionsprämie bis zur Bruttomarge. Auf diese Weise können die Deckungsbeitragsrechnung auf Gesamtbank und auf Teilbereichen aufgestellt und die Ergebnisspaltung im Drill-down analysiert werden. Die Mustergeschäfte werden anschließend auf einer Aggregationsebene zugeordnet, die unabhängig von den Geschäftsfeldern definiert werden kann. So ist es möglich, die Mustergeschäfte auf einer feineren Ebene zu hinterlegen, um beispielsweise unterschiedliche Laufzeiten zu unterscheiden, die Geschäftsfeldplanung (Volumenplanung) aber dennoch auf grober Ebene durchzuführen. Um auch in der Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Kennzahlen als strenge Nebenbedingung zu berücksichtigen, werden beispielsweise Anteile von Risikoaktiva-Kategorien auf einer sinnvollen Aggregationsebene zugeordnet (vgl. hierzu NEWS 01/2017 „Einführung des Kapitalplanungstools – Praxisbericht aus der Sparkasse Rhein-Haardt). Top-down / Bottom-up Kernstück ist die Volumenplanung. Hier stehen alle Möglichkeiten offen, den individuellen, iterativen Planungsprozess abzubilden. Über mehrere Stufen können Planungen (siehe Abbildung 6) verfeinert (Top-down) oder aggregiert (Bottom-up) werden. Verschiedene (zeitliche) Planungsraster ermöglichen sowohl eine Grobplanung auf Jahressicht als auch eine Feinplanung für den kurzfristigen Zeitraum. Über eine Export-Import-Schnittstelle wird die dezentrale Planung unterstützt. Die gleiche Struktur und Variabilität der Planungsmöglichkeiten sind für „Provisionen“ und „Kosten“ umgesetzt. Damit wird die Geschäftsfeldrechnung vollständig. Ad-hoc-Auswertung Ein Wesensmerkmal des Planungsprozesses ist die iterative Vorgehensweise, bei der man sich schrittweise dem komplexen Zielwertesystem (Eckwerte) nähert. Für einen effizienten Prozess ist daher die Möglichkeit, die Auswirkungen der Planannahmen auf die Ergebnisgrößen direkt zu ermitteln, essenziell. Abbildung 5: Am Mustergeschäft werden alle ergebnisrelevanten Parameter erfasst. 36 I NEWS 01/2017

Unternehmenssteuerung t Abbildung 6: Für eine Top-down-Planung wird mit der Geschäftsfeldsicht gestartet. Je Position wird der Istverlauf, die Planungsannahme und der sich daraus ergebende Gesamtverlauf angezeigt. In verschiedenen Auswertungssichten können die Kennzahlen analysiert werden, wie zum Beispiel der Bilanzreport, das Deckungsbeitragsschema, aber auch Detailsichten auf Ist- und Neugeschäftsverläufe. Ableitung Vertriebsziele Die Schnittstelle zur Vertriebsplanung ist die Auswertung der Planungsrechnung auf Filial- oder Einzelberater-Sicht. Hier können Neugeschäftsvolumen, Stückzahlen, Margen, aber auch Provisionen ausgewertet werden. Komplettiert wird diese Auswertungssicht durch Hinzunahme von „weichen Faktoren“, wie beispielsweise die Anzahl der Kundenkontakte. Geschäftsfeldplanung – die Grundlage der Geschäftsmodellanalyse Die Geschäftsfeldplanung legt den Grundstein für eine moderne und zukunftsfähige Geschäftsmodellanalyse. Die Verzahnung der strategischen und operativen Planung im Kundengeschäft kann mithilfe des vorgestellten Lösungsszenarios ebenso gelingen wie die Antwort auf die Frage, in welchem Geschäftsfeld wie viel Ertrag in der Zukunft erwirtschaftet beziehungsweise verdient werden kann. Darüber hinaus unterstützt die Vorgehensweise der Geschäftsfeldplanung mit bankplanung.punkt die Banken und Sparkassen bei der Beantwortung der Frage, wie eine durchgängige Abstimmung und Vernetzung von Vertriebs- und Gesamtbankplanung erfolgen kann. Dies trägt weiter dazu bei, dass die Institute die an sie gestellten Fragen nach den Ertragstreibern im Kundengeschäft zielgerichtet beantworten können! Ansprechpartner Alexander Kregiel Lead Business Consultant, Business Consulting > +49 (0) 151 / 12155409 > alexander.kregiel@msg-gillardon.de Dr. Sven Heumann Senior Business Consultant, Business Consulting > +49 (0) 7252 / 9350 - 212 > sven.heumann@msg-gillardon.de NEWS 01/2017 I 37

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