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01 | 2017 banking insight

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32 banking insight Vier Fragen an drei Experten Freund oder Feind? An der Digitalisierung scheiden sich die Geister – vor allem was Fintechs betrifft. Drei Fachleute aus der Praxis beziehen Stellung. Der Tenor: Die Start-ups sind eher eine Chance als eine Gefahr. Gerhard Kebbel, Bereichsleiter „Strategieprojekt Digitalisierung“ bei der Helaba Tomas Peeters, Chief Strategy Officer bei der ING-DiBa Simon Ullrich, Gründer und Geschäftsführer von Smart Trade Fotos: Helaba, Fritz Philipp, smarttra.de GmbH, Brian Hagiwara/Getty Images

Praxis 33 1. Immer mehr Fintechs drängen auf den Markt. Woher rührt diese Entwicklung? Kebbel: Die Technologie hat sich weiterentwickelt. Wir haben heute zum Beispiel mobiles Internet und Data Analytics. Dadurch lassen sich in allen Branchen die Wertschöpfungsketten aufbrechen. Dabei nehmen sich neue Marktakteure vor allem lukrative Teile der Kette vor und machen hier neue, attraktivere Angebote. Und wenn das Einzelne erfolgreich vormachen, dann gibt es auch zahlreiche Nachahmer. Hinzu kommen Investoren aus den USA, die an dieses Modell glauben. Das Investitionsvolumen in Fintechs ist in Europa explodiert. Und wenn es Geld gibt, dann gibt es auch Resonanz in Form von Ideen. Peeters: Es ist ein Angebotsmarkt von neuen digitalen Ideen. Es gibt sowohl inspirierende Ideen von Gründern und aus anderen Branchen als auch die Bereitschaft, Kapital in diese zu investieren. Gleichzeitig waren viele Banken in den letzten Jahren sehr auf Regulatorik und die Folgen des Niedrigzinsumfelds konzentriert. Der Kunde und Innovationen für den Kunden wurden teilweise bei manchen Banken vernachlässigt. Dadurch gibt es natürlich andere Anbieter, die diese Lücke zu füllen versuchen. Ullrich: Diese Dynamik basiert vor allem auf neuen Technologien. Sie ermöglichen neue Geschäftsmodelle und völlig neuartige Anwendungen – wie zum Beispiel Robo Adviser oder private Kreditplattformen. Darüber hinaus lassen sich dank neuer Technologien aber auch bestehende Prozesse und Strukturen durch effizientere Lösungen verbessern und verschlanken. Fintechs sind häufig schneller als etablierte Finanzkonzerne, das innovative Potenzial neuer Technologien zu nutzen. 2. Es scheint, als treiben Fintechs die etablierten Institute vor sich her. Warum mussten erst Fintechs kommen, um Bewegung in die Digitalisierung zu bringen? Kebbel: Das würde ich so nicht sagen. Die Kundenbedürfnisse haben sich geändert – und es ist schwieriger, solchen Veränderungen innerhalb bestehender Strukturen und Geschäftsmodelle entgegenzukommen, als wenn ich bei null anfangen kann. Zweites ist bei Start-ups der Fall. Zudem müssen sich Banken stets fragen: Was kostet mich das? Bringt mir das Rendite? Bei einem Start-up erwartet aber kein Investor, dass da direkt eine Rendite rauskommt. Dadurch können sie viel freier und auch risikofreudiger agieren als etablierte Banken. Um Angebote profitabel zu betreiben, braucht es nicht zuletzt eine kritische Masse an Nutzern: Geschäftsideen müssen die Bedürfnisse der Kunden treffen und die Fähigkeit aufweisen, schnell viele Konsumenten zu gewinnen. Das lässt sich bei Endkunden deutlich einfacher bewerkstelligen als bei Geschäftskunden. Und etablierte Banken haben schlichtweg auch diese wichtige Gruppe im Blick. Peeters: Wir glauben nicht, dass Fintechs Banken vor sich hertreiben. Sind Fintechs Innovationstreiber? Ja, aber die Start-ups finden in allen Segmenten nicht direkt den Zugang zum Kunden, deshalb geht der Weg der meisten Fintechs in Richtung Kooperation mit Banken oder anderen großen Dienstleistern. Vor allem weil es beim Bankgeschäft um Vertrauen geht und die Menschen auch nach der Finanzkrise den Banken am meisten beim Thema Geld vertrauen. Kooperation setzt aber voraus, dass die Banken einen gewissen Grad der Digitalisierung selber erreicht haben, damit sie den neuen Service auch für ihre Kunden anbieten können. Ullrich: In den vergangenen Jahren lag der Fokus bei Banken vor allem auf Krisenmanagement und weniger auf Innovation. Sie mussten die Folgen der Finanzkrise bewältigen, ihre Geschäftsmodelle an die neuen regulatorischen Anforderungen anpassen und außerdem lernen, in einer Welt mit Zinsen nahe dem Nullpunkt zurechtzukommen. Jetzt jedoch merken viele Banken, dass sie ihren Fokus stärker auf die technologischen Herausforderungen ihres Geschäfts richten müssen. Denn Fintechs fungieren als Schaufenster und insofern als Beschleuniger des technologischen Wandels. Sie machen für alle sichtbar, welches Potenzial in den neuen Technologien steckt und welche Innovationen auf die Finanzbranche zukommen. Banken können sich diesen Entwicklungen nicht entziehen, sie müssen wohl oder übel auf den Zug aufspringen. Daher entsteht manchmal der Eindruck, die junge Fintech-Branche treibe die etablierten Banken vor sich her.

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