Aufrufe
vor 1 Jahr

01 | 2017 banking insight

  • Text
  • Banken
  • Fintechs
  • Digitalisierung
  • Befragten
  • Institute
  • Digitale
  • Sparkassen
  • Banking
  • Digitalen
  • Mitarbeiter
  • Insight
  • Studie
Aufbruch in die Zukunft - Banken im Digital-Check >> Ausgabe für nur 59,99€ >> Gratis Vorschau

16

16 banking insight Ausgangssituation Digitaler Druck Banken haben die digitale Transformation als zentrale Herausforderung erkannt – und als Chance, um zahlreiche andere Herausforderungen zu lösen: von höherem Kostendruck über schärfere Regulierungsanforderungen bis hin zum intensiveren Wettbewerb. Nichts ist mehr so, wie es war: Mit dem klassischen Kreditgeschäft und verzinslichen Sparanlagen lässt sich kein Geld mehr verdienen. Dabei war gerade der Zinsüberschuss die traditionelle Haupteinnahmequelle in Deutschlands von Sparkassen und Genossenschaftsbanken dominierter Bankenlandschaft: Die Institute verliehen ihr Geld lange Jahre zu höheren Zinsen, als sie den Sparern für ihre Anlagen auszahlten. Doch das war einmal. Der Niedrigzins der Europäischen Zentralbank treibt dieses Geschäftsmodell an seine Grenzen. Einerseits sind die Zinsen für Kredite viel zu niedrig, andererseits können Banken das Geld der Sparer nicht gebrauchen – müssen die Institute doch Strafzinsen für ihre Einlagen bei der EZB zahlen. Kein Wunder also, dass mehr als ein Drittel aller befragten Institute die anhaltenden Niedrigzinsen als größte Herausforderung sehen – dies ist somit der am häufigsten genannte Punkt (siehe Abbildung 1). Gerade die befragten Sparkassen und Genossenschaftsbanken nennen diesen Aspekt mit 39 beziehungsweise 59 Prozent überdurchschnittlich häufig. eine Chance für die Institute darstellt, ihre aktuellen Probleme zu lösen. Die Möglichkeiten sowohl auf der Kostenseite als auch auf der Leistungsseite sind gewaltig. Im Back-End lassen sich durch digitale Lösungen die organisatorischen Abläufe intelligenter gestalten und Prozesse verschlanken. Das reduziert nicht nur die Kosten, sondern ermöglicht es auch, die immer höheren Anforderungen der Aufsicht besser zu erfüllen. Anstatt, wie es immer noch gängige Praxis ist, meldepflichtige Informationen in Excel-Dateien abzulegen und für Reports mühsam zusammenzutragen, lassen sich durch Medienbrükürzer, technische Möglichkeiten und Konsumgewohnheiten verändern sich rasant. Wer hier den Anschluss verpasst, bleibt auf der Strecke. Die digitale Transformation steht bei den Herausforderungen daher mit 14 Prozent an zweiter Stelle – gleichauf mit dem Kostendruck und noch vor schärferen Regulierungsvorgaben (elf Prozent). Es folgen der intensivere Wettbewerb auf dem Markt für Finanzdienstleistungen und die zurückgehende Kundenloyalität mit je neun Prozent sowie der zunehmende Margendruck mit sieben Prozent. All diese Herausforderungen hängen zusammen: Ihr Bindeglied ist die voranschreitende Digitalisierung, die vor allem 1 Herausforderungen für die Banken 37% Große Veränderungen Als ob dies noch nicht genug wäre, kommen Banken auch noch an einer ganz anderen Stelle in Bedrängnis: durch die Digitalisierung. Diese verändert die Wirtschaft – ja unsere ganze Gesellschaft – in bisher nie da gewesener Geschwindigkeit. Innovationszyklen werden Anhaltende Niedrigzinsen Kostendruck Digitalisierung Schärfere Regulierungsvorgaben Intensivierung des Wettbewerbs Rückgang der Kundenloyalität Margendruck Basis: alle Befragten, N = 246 (Einfachnennung) 14% 14% 11% 9% 9% 7%

Perspektiven 17 Foto: Henryk Sadura/Getty Images 2 Treiber der Digitalisierung Sich ändernde Kundenanforderungen Hohe Regulierungsanforderungen Neue Technologien, neues Wettbewerbsumfeld Kostendruck Größer werdende Datenmengen Niedrigzinspolitik Veränderte Organisationsstruktur Steigende Anforderungen im Meldewesen Sonstiges Weiß nicht Basis: alle Befragten, N = 246 (Einfachnennung) cken die gewünschten Daten automatisch erfassen und der Aufsicht zukommen. Die IT vieler Banken ist solchen Anforderungen jedoch häufig nicht gewachsen. IT-Investitionen der vergangenen Jahre waren schließlich nie sehr zukunftsweisend. Sie dienten nach dem Motto „Run the Bank“ dazu, den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten. Der Aspekt „Change the Bank“ blieb dabei auf der Strecke, was sich nun rächt. Ein Grund: Im Back-End fehlt es an Wettbewerbsdruck, der dazu animiert, die Systeme zu erneuern. Dafür ist der Wettbewerb umso mehr im Front-End vorhanden. Banken und Sparkassen konkurrieren hier schon längst nicht mehr nur mit ihresgleichen. Internetkonzerne lassen Zahlungen über Angebote wie Paypal oder Google Wallet abwickeln, der Telekommunikationsriese Telefonica hat mit O2 Banking eine Smartphone-Bank gegründet und Fintechs – auf Finanzdienstleistungen spezialisierte Start-ups – drängen mit neuen Ideen auf den Markt. Die Institute sind daher gefragt, die Digitalisierung zu nutzen, um Kunden neue Dienstleistungen und Produkte anzubieten, die ihren veränderten Lebensgewohnheiten entsprechen. Dank Smartphones und dem mobilen Internet erwarten Menschen heutzutage schließlich, alles von jedem Ort aus zu erledigen – in Sekundenschnelle. Dies gilt auch für Bankgeschäfte. Mit innovativen Angeboten lassen sich neue Kunden gewinnen und bestehende Kunden halten. Befragt man die Institute danach, aus welchen Gründen sie die Digitalisierung vorantreiben, nennt tatsächlich mit 19 Prozent der größte Anteil die sich ändernden Kundenanforderungen (siehe Abbildung 2). Hohe Regulierungsanforderungen kommen mit 16 Prozent an zweiter Stelle. Tatsächlich bringen viele obligatorische Anforderungen indirekt wichtige Weichenstellungen mit sich, um die IT-Systeme zu erneuern. Dazu zählt etwa die Pflicht zu einer granularen Datenhaltung bis auf Einzelgeschäftsebene, die sich aus den SREP-Leitlinien ableiten lässt. Granulare Daten eignen sich gemeinsam mit agilen IT-Systemen und Teams ideal dazu, Release-Zyklen zu verkürzen und effizienter zu arbeiten. Zudem lassen sich so einfacher neue Möglichkeiten identifizieren, um das Geschäft weiterzuentwickeln. 1% 3% 5% 7% 10% 11% 13% 15% 16% 19% Neue Technologien beziehungsweise das neue Wettbewerbsumfeld kommen bei den Digitalisierungsmotoren an dritter Stelle (15 Prozent), gefolgt vom Kostendruck (13 Prozent) und immer größer werdenden Datenmengen (elf Prozent). Denn wer digital unterwegs ist, der hinterlässt auch digitale Spuren. Institute, die diese Datenfülle gekonnt analysieren und interpretieren, können ihren Kunden Produkte anbieten, die besser auf ihre Nutzungsgewohnheiten zugeschnitten sind. Die Niedrigzinspolitik erkennen sogar zehn Prozent als Treiber der weiteren Digitalisierung. Die digitale Transformation bietet ihnen dabei zahlreiche Möglichkeiten – sie müssen diese nur nutzen. ■

msg

01 | 2018 public
02 | 2017 public
01 | 2017 public
02 | 2016 public
01 | 2016 public
02 | 2015 public
01 | 2015 public
01 | 2014 public
01 | 2014 msg systems study
01 | 2015 msg systems Studienband
Future Utility 2030
Lünendonk® Trendstudie
Digitale Transformation | DE
Digital Transformation | EN
DE | inscom 2014 Report
EN | inscom 2014 Report

msgGillardon

03 | 2016 NEWS
02 | 2016 NEWS
01 | 2016 NEWS
03 | 2015 NEWS
02 | 2015 NEWS
01 | 2015 NEWS
02 | 2014 NEWS
01 | 2014 NEWS
02 | 2013 NEWS
01 | 2012 NEWS
02 | 2011 NEWS
01 | 2010 NEWS
MaRisk
01 | 2017 banking insight
01 | 2015 banking insight
01 | 2014 banking insight
01 | 2013 banking insight
01 | 2012 banking insight
02 | 2011 banking insight
01 | 2011 banking insight
01 | 2010 banking insight
2016 | Seminarkatalog | Finanzen

Über msg



msg ist eine unabhängige, international agierende Unternehmensgruppe mit weltweit mehr als 6.000 Mitarbeitern. Sie bietet ein ganzheitliches Leistungsspektrum aus einfallsreicher strategischer Beratung und intelligenten, nachhaltig wertschöpfenden IT-Lösungen für die Branchen Automotive, Banking, Food, Insurance, Life Science & Healthcare, Public Sector, Telecommunications, Travel & Logistics sowie Utilities und hat in über 35 Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Branchenspezialist erworben.

Die Bandbreite unterschiedlicher Branchen- und Themenschwerpunkte decken im Unternehmensverbund eigenständige Gesellschaften ab: Dabei bildet die msg systems ag den zentralen Kern der Unternehmensgruppe und arbeitet mit den Gesellschaften fachlich und organisatorisch eng zusammen. So werden die Kompetenzen, Erfahrungen und das Know-how aller Mitglieder zu einem ganzheitlichen Lösungsportfolio mit messbarem Mehrwert für die Kunden gebündelt. msg nimmt im Ranking der IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen in Deutschland Platz 7 ein.


© 2018 by msg systems ag - powered by yumpu Datenschutz | Impressum