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01 | 2016 public

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Schwerpunkt: Konsolidierung der IT-DLZ Teil II

WIE EINE STADT DAS

WIE EINE STADT DAS TESTEN DEFINIERT Das stadtweite Testhandbuch der Landeshauptstadt München etabliert einen einheitlichen abteilungs- und dienstleisterübergreifenden Testprozess. | von MICHAEL OPPERMANN Die Landeshauptstadt München verfügt über die größte Stadtverwaltung Deutschlands und beschäftigt derzeit über 33.000 Mitarbeiter in zwölf Referaten und mehreren Eigenbetrieben. Aus den unterschiedlichen Aufgaben einer Stadtverwaltung resultieren höchst unterschiedliche Anforderungen an die städtische IT. Nachdem er viele Jahre durch die einzelnen IT-Abteilungen der Referate und Eigenbetriebe bedient wurde, hat der Münchner Stadtrat im Januar 2010 eine strategische Neuausrichtung der IT-Organisation beschlossen. Nun sollte die IT nach den Grundsätzen eines leistungsfähigen Konzerns gestaltet werden. Entsprechend der Kernkompetenzfokussierung (KKF) wurde das Drei-Häuser-Modell geschaffen, unterteilt in: • die Hauptabteilung IT-Strategie, IT-Steuerung & IT-Controlling im Direktorium (STRAC), • die dezentralen IT-Abteilungen der einzelnen Referate und Eigenbetriebe – die sogenannten dIKAs (dezentrales Informations-, Kommunikations- und Anforderungsmanagement) sowie • den neuen zentralen städtischen IT-Dienstleister it@M. Die Betreuung der Fachdienststellen liegt in der Zuständigkeit des jeweiligen dIKA des Referates beziehungsweise Eigenbetriebes. Die dIKAs werden bei der Realisierung und Betreuung von IT-Projekten vom zentralen städtischen IT-Dienstleister it@M unterstützt, der neben der IT-Infrastruktur auch Leistungen wie Projektmanagement, Test & Testmanagement, IT-Beratung und Softwareentwicklung anbietet. Das Design von IT-Prozessen und die Wahrung gesamtstädtischer Interessen in den einzelnen IT-Projekten obliegen dabei der zentralen IT-Strategie (STRAC). Durch diese Aufteilung und die damit einhergegangene Zentralisierung der IT mussten Zuständigkeiten und Vorgehensweisen überprüft und teilweise neu geregelt werden. Teile der einzelnen IT-Prozesse, die vorher von den Referaten in Eigenverantwortung geregelt wurden, wurden auf die spezialisierten Abteilungen der drei Häuser verteilt. Alle IT-Prozesse, angefangen bei der Anforderungsspezifikation bis zur Abnahme von IT-Projekten und dem Betrieb, wurden unter Berücksichtigung der neuen organisationsübergreifenden Vorgehensweise untersucht, bewertet und überarbeitet. Das daraus entstandene „Prozessmodell IT-Service“ berücksichtigt alle IT-Prozesse der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt München und verortet diese in das entsprechende Haus des Drei-Häuser-Modells. Die daraus resultierende Trennung zwischen fachlichen und technischen Rollen ist in jeder Phase des neu gestalteten Prozessmodells IT-Service wiederzufinden. 30 | .public 01-16 | Management

„Die Landeshauptstadt München hat mit dem Testhandbuch eine einheitliche Vorgehensweise für das Testen von IT-Lösungen eingeführt. Die klare Fokussierung auf Kundenbedürfnisse dient IT-Projekten als Leuchtturm, der sowohl bei gekauften als auch bei eigens entwickelten Systemen eventuelle Abweichungen von den Zielen frühzeitig erkennen und korrigieren lässt. Dies ermöglicht einerseits einen effektiven Einsatz wertvoller Ressourcen, andererseits die Formulierung objektiver Abnahmekriterien, die zur Transparenz insbesondere bei öffentlichen Ausschreibungen beitragen. Insgesamt wurde damit ein Kulturwandel in der Organisation eingeleitet, von dem nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger Münchens langfristig profitieren werden.“ Dr. Roberto Ziller, IT-Architekt, Landeshauptstadt München Nach der Etablierung des Drei-Häuser-Modells wurde im Rahmen der dazu gegründeten „Arbeitsgemeinschaft Testen“ (AG Testen) der IT-Prozess Test untersucht. Diese Arbeitsgemeinschaft setzte sich aus IT-Verantwortlichen der drei Häuser zusammen und sollte die in der Stadt gelebten Vorgehensweisen zur Testanalyse, -spezifikation und -durchführung eruieren, bewerten und gegebenenfalls einheitliche Vorgehensweisen dafür definieren. Das Ziel der Arbeitsgemeinschaft Testen war die Erstellung einer konsolidierten und häuserübergreifenden Vorgehensempfehlung für die einzelnen Schritte des gesamten IT-Prozesses Test. Diese Vorgehensempfehlungen wurden im ersten stadtweiten Testhandbuch der Landeshauptstadt München gebündelt. Dabei brachte der von der it@M im Rahmen eines Rahmenvertrages beauftragte IT-Dienstleister umfangreiches Wissen und Erfahrung zum Test von betrieblichen Informationssystemen ein und arbeitete als CO-Autor an der Erstellung dieses Testhandbuchs mit. KONSEQUENZEN AUS DEM DREI-HÄUSER-MODELL Aus dem Drei-Häuser-Modell resultieren einige Besonderheiten für die einzelnen IT-Prozesse in der Münchner Stadtverwaltung. So werden beispielsweise der fachliche Anteil der Anforderungserhebung von Mitarbeitern des dIKAs und der technische Anteil von Mitarbeitern von it@M bearbeitet. Aus dieser Aufteilung in fachliche und technische Aspekte ergibt sich später ebenfalls die Aufteilung der fachlichen und technischen Aspekte in der Testanalyse, -spezifikation und -durchführung. Da diese beiden Organisationseinheiten möglichst unabhängig voneinander an einem Testprojekt arbeiten sollen, wurde in der AG Testen eine mögliche Aufteilung der einzelnen Teststufen auf die Organisationseinheiten geregelt. Die AG Testen sieht für den Testprozess drei Teststufen vor (siehe Abbildung 1). Abbildung 1: Der Testprozess im Prozessmodell IT-Service Management | .public 01-16 | 31

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