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01 | 2016 public

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Schwerpunkt: Konsolidierung der IT-DLZ Teil II

(KEINE)

(KEINE) DATENVERARBEITUNG PER DIENSTANWEISUNG Oder: von den Mühen, ein öffentlicher und moderner Dienstleister zu sein – und wie man es schaffen kann | von REINHOLD HARNISCH „Gut, dass wir uns mal kennenlernen – oder besser: schlecht für Sie!“ So empfing der neu gewählte Bürgermeister einer größeren Kreisstadt in Nordrhein-Westfalen die Vertreter des kommunalen Rechenzentrums bei deren Antrittsbesuch in seinem Rathaus. „Ich komme selbst aus der IT. Aber so etwas habe ich nicht für möglich gehalten. Mir wurde ein neuer PC für das Rathausnetz zu Hause installiert, und ich soll den niemals ausschalten. Was für eine Energieverschwendung. In welcher DV-Steinzeit leben Sie eigentlich noch?“ Verblüffung, Verwunderung, nahezu Sprachlosigkeit bei den Adressierten: „Wie bitte?“ „Das haben mir meine Leute gesagt, dass es da eine Dienstanweisung aus Ihrem RZ gibt!“ Kartonkästen voller Lochkarten langsam von A nach B. Kommunale Datenverarbeitung eben … Das Bemerkenswerte: Die Dienstanweisung gab es. Sie basierte auf Empfehlungen vom Hersteller IBM selbst, als 1981 die ersten PCs ausgeliefert wurden. Das Schlimme: Niemand hat die damalige Anweisung vor Ort je infrage gestellt – und es hatte wohl auch niemand die Aufhebungsanzeige gelesen, die schon 1983 folgte. Das Missverständnis im Herbst 2015 zwischen Bürgermeister und Dienstleister ist natürlich schnell aufgeklärt – der Ein- und Ausschaltknopf wird jetzt genutzt. Übrigens inzwischen auch an allen anderen Arbeitsplätzen im Rathaus. Da war es wieder! Das Bild, das sich hartnäckig in vielen Köpfen hält: Alte Männer in langen dunklen Kitteln schieben in düsteren Kellergängen quietschende Wagen mit ganzen Stapeln grauer Es geht auch ganz anders: Um Projekte zu küren, die vorbildhaft Antworten auf die Fragen gefunden haben, die der Umbruch von der analogen zur digitalen Ökonomie aufwirft, hatte 20 | .public 01-16 | Moderne Verwaltung

die Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ gemeinsam mit den Beratungsunternehmen Neuland, T-Systems und Strategy& 2014 erstmals den „Digital Transformation Award“ ausgelobt. Auf der Preisverleihung im Rahmen des „Digital Transformation Summit“ im Erich-Klausener-Saal des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin wurde das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) mit dem ersten Preis in der Kategorie „Bestes digitales Kundenerlebnis“ ausgezeichnet. Das prämierte Projekt „Vom IT-Dienstleister zum Bürger-Service-Provider“ wurde mit Unterstützung des langjährigen krz-Partners Open Text Software GmbH durchgeführt. Ziel des „Digital Transformation Award“ ist es, herausragende Leuchtturmprojekte als Best-Practice-Beispiele prominent hervorzuheben und damit Orientierungspunkte für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zu setzen. Ausgezeichnet wurden Unternehmen, Behörden und Institutionen, die unter Einsatz von digitalen Technologien ihre Wertschöpfung erhöhen und Mehrwert schaffen. Neue Technologien (Social Media, Mobile, Big Data, Cloud …) und das veränderte Kundenverhalten zwingen Unternehmen zu radikalem Umdenken bestehender Geschäftsmodelle und Prozesse. Nur diejenigen Unternehmen, die in der Lage sind, sich schnell genug an die veränderten technologischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen, werden den sogenannten digitalen Darwinismus überleben – „adapt or die!“. Was gilt denn nun – die erfolgreiche Bewältigung der Veränderungsprozesse oder das Beharren auf Dienstanweisungen, seien sie auch noch so überholt, ja unsinnig? Es ist ein Spagat, in dem sich öffentliche Dienstleister befinden. Einerseits strikte Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften, Anweisungen – alles ist transparent und überprüfbar, nachvollziehbar. Andererseits der berechtigte Anspruch aus Bürgerschaft, Verwaltung, Gewerbe, Handel und Wirtschaft, mit modernsten Mitteln den Herausforderungen der Zukunft zu entsprechen. WIDER DAS VERBREITETE IMAGE! 1971 wurde das krz in Lemgo gegründet, seit 1972 ist es der Informatik-Dienstleister der Kreise Minden-Lübbecke, Herford und Lippe sowie von 34 Städten und Gemeinden aus diesen Kreisgebieten. Als kommunaler Zweckverband besitzt das krz den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Zu den traditionellen Aufgaben zählen unter anderem die Einführung und Wartung klassischer Kommunalanwendungen. Um dem hohen Anspruch gerecht zu werden, hält das Haus für seine Kunden ein reichhaltiges Angebot an Software-Applikationen (Verfahren), Netzwerktechnik, Arbeitsplatz- und Server-Hardware und Dienstleistungen (Beratung, Schulung, Installation, Wartung und Support) bereit. Das krz ist bekannt für einen ausgeprägten Datenschutz sowie eine höchstmögliche Datensicherheit. Über 250 engagierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von der Verwaltungsfachkraft bis hin zum Datenbankspezialisten, sind Garant für die Umsetzung der Unternehmensziele. Das krz unterstützt über 8000 PC-Arbeitsplätze mit rund 10500 Geräten in den Verwaltungen des Verbandsgebietes. Über die Mitglieder hinaus nehmen noch mehr als 600 weitere Kunden aus dem kommunalen Umfeld Dienstleistungen aus Lemgo in Anspruch. Der Servicedienst und die Hotline sorgen für eine Datenverfügbarkeit von nahezu 100 Prozent. Auch außerhalb des originären Zweckverbandgebietes sind Leistungen aus Lemgo sehr gefragt. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund zum Beispiel nutzt das Videokonferenzangebot des krz, um seine Geschäftsstellen in Berlin, Bonn und Brüssel zu verbinden. Auch der Landkreistag in NRW hat die ersten Kreisverwaltungen angebunden. Weite Verbreitung finden die Lösungen im Druck- und Versandservice des Zweckverbandes. Über 25 Millionen individuelle Schreiben verlassen im Jahr das Center in der Alten Hansestadt – sogar zusammengestellt nach den einzelnen Empfängern, sodass diese an einem Tag nicht mehrere Umschläge „ihrer“ Verwaltung erhalten. Das spart viel Porto und dient auch dem nachhaltigen Umweltschutz. Es ist nicht immer nur erfreuliche Post, die in Lemgo abgeschickt wird. Durch eine hochgradige Spezialisierung „Brief im Brief“ mit Zustellurkunde werden die Sünder angeschrieben, die zu schnell gefahren sind – nicht nur am Bielefelder Berg auf der A2, sondern inzwischen haben fast alle Verwaltungen, die Blitzer auf den Brücken über den Rhein unterhalten, sich der Dienste aus Lemgo versichert. Es hat sich in der kommunalen Landschaft herumgesprochen, mit welcher Sorgfalt und Fachkenntnis im krz mit den sensiblen Ordnungswidrigkeiten umgegangen wird. Neben technischen Leistungen sind es auch Beratungs- und Unterstützungsangebote, die eine erfreuliche Nachfrage haben. Das krz berät rund um alle Fragen von Datenschutz und IT-Sicherheit. Ausgebildete Expertinnen und Experten sowie eigene BSI-Auditoren unterstützen die Verwaltungen dabei, eigene Schutzkonzepte vor Ort zu erstellen. Auf Wunsch übernehmen die Lemgoer auch die Funktionen des Datenschutzbeauftragten. Moderne Verwaltung | .public 01-16 | 21

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