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01 | 2016 public

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Schwerpunkt: Konsolidierung der IT-DLZ Teil II

Fehlendes Fachpersonal

Fehlendes Fachpersonal Einführung der elektronischen Aktenführung und Vorgangsbearbeitung Umsetzung von sich rasch wandelnden politischen Entscheidungen In Hinblick auf fehlendes Fachpersonal sind demografische Entwicklungen, aber auch die Gehaltsstrukturen im öffentlichen Sektor problematisch. Lothar Fehn Krestas, Abteilungsleiter im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) Die Einführung der E-Akte ist unbestritten eine Herausforderung, aber auch ein Teil der Lösung für den Fachkräftemangel. Hartmut Beuß, CIO des Landes NRW Die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben stellt uns vor große Herausforderungen, nicht zuletzt, da diese oft sehr kurzfristig konkretisiert werden und eine Stadt wie München ein sehr breites Spektrum an IT-Services anbietet Thomas Naefe, it@M München Abbildung 2: Fachliche Top-Herausforderungen der Behörden BEHÖRDEN MÜSSEN SICH ALS KUNDEN POSITIONIEREN Viele der befragten Behörden haben beziehungsweise hatten bisher interne IT-Referate und sind es gewohnt, diese direkt zu steuern. Die Behördenleitung hat dabei den direkten Zugriff auf die IT, Änderungen können „ad hoc“ umgesetzt werden. Eine detaillierte und verbindliche Formulierung von Anforderungen – wie sie bei der Vergabe an externe Dienstleister erforderlich ist – ist in vielen Fällen noch nicht vorhanden. Mit der Verlagerung von IT-Dienstleistungen auf ein IT-DLZ müssen Behörden nun ihre Anforderungen und Vorgaben genauso ausführlich und präzise beschreiben wie gegenüber externen Lieferanten. Die Behörden planen durchaus weitere Verlagerungen von Dienstleistungen auf IT-DLZ. Abbildung 3 zeigt exemplarisch die Priorisierung der Bereiche, die von Bundesbehörden in den beiden folgenden Jahren an IT-DLZ vergeben werden sollen. IT-DLZ MÜSSEN SICH ALS DIENSTLEISTER ORGANISIEREN Die heutigen IT-DLZ sind in vielen Fällen durch die Verlagerung der IT-Referate einzelner Behörden entstanden. Entsprechend verhalten sie sich teilweise noch wie interne IT-Referate ohne eigene strategische Ausrichtung. Sie reagieren (passiv) auf Anforderungen, anstatt ihr Dienstleistungsportfolio aktiv zu gestalten. Welche Bereiche werden Sie in den kommenden zwei Jahren in die Hände von IT-Dienstleistungszentren übergeben bzw. dort belassen? Betreuung des Mailservers Sicher Eher ja Eher nein/sicher nicht Bund Betreuung des Mailservers 32% 14% 54% Technische Beratung Technische Beratung bei der Konzeption von IT-Projekten 22% 35% 43% Betrieb der Netze und der zentralen Infrastruktur 22% 17% 61% User Help Desk/Support 18% 9% 73% Betrieb Netze und Infrastruktur Beschaffung von Hardware und Software 17% 26% 57% Methodische Beratung bei der Abwicklung von IT-Projekten 13% 35% 52% User Help Desk Entwicklung der Fachanwendungen Betrieb der Fachanwendungen 9% 27% 4% 26% 64% 70% 0% 20% 40% 60% 80% 100% Abbildung 3: Geplante Verlagerung von Dienstleistungen am Beispiel der Bundesbehörden 16 | .public 01-16 | Moderne Verwaltung

Die IT-DLZ stehen dabei vor ähnlichen Herausforderungen wie vergleichbare IT-Dienstleister in der Wirtschaft: Ihre „Gesellschafter“ – in diesem Fall Bund, Länder oder Kommunen – sind gleichzeitig ihre Kunden. Damit existiert in vielen Fällen ein Zielkonflikt zwischen den Vorgaben der „Gesellschafter“, beispielsweise der Reduzierung von Kosten, und den Erwartungen der Kunden, beispielsweise möglichst individuellen Leistungen für jede Behörde. Abbildung 4 zeigt am Beispiel der Bundesbehörden die Priorität technischer Themen. Die Kunden der IT-DLZ sind zwar aktuell mit der mit der IT- und Datensicherheit zufrieden – auch wenn nur wenige IT-DLZ einen formalen Nachweis ihres Sicherheitsmanagements erbringen können. Allerdings hinterfragen sie neue Technologien, wie beispielsweise die Nutzung einer Public Cloud, sehr kritisch. Um Vorbehalte abzubauen und das Vertrauen der Kunden zu gewinnen, wird es für die IT-DLZ immer wichtiger, das eigene Sicherheitsniveau nach anerkannten und objektiven Maßstäben nachzuweisen. Dem IT-Grundschutz-Zertifikat des BSI wird hierbei eine größere Bedeutung zukommen. IT-DLZ MÜSSEN IHRE BERATUNGSKOMPETENZ STÄRKEN Bei der Untersuchung der aktuellen und geplanten Verlagerung von Aufgaben der Behörden auf die IT-DLZ fällt auf, dass technische und methodische Beratung im Moment vor allem beim Bund und den Ländern in hohem Maß von externen Partnern und weniger von IT-DLZ wahrgenommen werden. Gleichzeitig sehen aber viele Behörden einen hohen Bedarf an Beratung in den nächsten zwei Jahren. Aktuell bieten die IT-DLZ allerdings kaum Beratungsdienstleistungen an. Vielmehr überlassen sie dieses Feld in weiten Teilen Dienstleistern aus der privaten Wirtschaft. Damit besteht das Risiko, dass die IT-DLZ nicht ausreichend in die Konzeption neuer Fachverfahren und IT-Infrastrukturen eingebunden werden. Dies erschwert die Durchsetzung technischer und methodischer Standards sowie standardisierter Dienstleistungsangebote. Die IT-DLZ sollten daher die technische und methodische Beratung in ihr Leistungsportfolio aufnehmen und ihre Beratungskompetenz gezielt ausbauen. IT-DLZ MÜSSEN IHRE WIRTSCHAFTLICHKEIT NACHWEISEN Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ist eines der zentralen Argumente für die Verlagerung von IT-Aufgaben in IT-DLZ. Durch Bündelung und stärkere Standardisierung sollen sowohl die Qualität der IT-Services erhöht als auch die Kosten reduziert werden. Eine realistische Bewertung der Wirtschaftlichkeit der heutigen IT-Strukturen erscheint derzeit jedoch kaum möglich. Die IT-Kosten sind momentan sehr kleinteilig auf eine Vielzahl von Behörden verteilt. Zwar gibt es eigene Haushaltstitel für IT-Kosten, Welches sind in den kommenden zwei Jahren die wichtigsten Herausforderungen für die IT in Ihrem Haus? Gewährleistung der IT-Sicherheit Fehlendes IT-Personal Konsolidierung heterogener IT-Landschaften Entwicklung und Betrieb von Fachanwendungen Bund IT-Sicherheit/Datensicherheit Unzureichende Zahl von internen IT-Fachkräften Konsolidierung heterogener IT-Landschaften im eigenen Haus Entwicklung von Fachanwendungen Betrieb von Fachanwendungen Hohe Verfügbarkeit von Services für Bürger und Unternehmen Erhöhung der Usability digitaler Prozesse Betrieb der Netze und der zentralen Infrastruktur Fehlendes IT-Gesamtkonzept Mehr Standardisierung und Automatisierung von Prozessen Fehlende finanzielle Ressourcen Langwierige Entscheidungsprozesse bei der Einführung neuer IT-Lösungen Top-Herausforderung 43% 35% 27% Mittelgroße Herausforderung 52% 48% 23% 59% Eher keine Herausforderung 18% 22% 52% 26% 22% 17% 35% 13% 65% 9% 5% 45% 18% 73% 18% 48% 64% 68% 5% 17% 28% 30% 9% 18% 48% 22% 52% 39% 27% 0% 20% 40% 60% 80% 100% Abbildung 4: Technische Top-Herausforderungen am Beispiel der Bundesbehörden Moderne Verwaltung | .public 01-16 | 17

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