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01 | 2016 NEWS

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Banking - Stabil und zukunftssicher

u Unternehmenssteuerung

u Unternehmenssteuerung Abbildung 1: Beispielhafter Vergleich der LCR mit der LiqV-Liquiditätskennzahl Abbildung 2: Vorschaurechnung der LCR unter Berücksichtigung von Maßnahmen erscheinen. Fallen in einem Institut viele Fälligkeiten an einem Tag zusammen, kann das die LCR während der 30 Tage vor Fälligkeit stark reduzieren. Steuerung der LCR Verglichen mit der alten Liquiditätskennzahl aus der Liquiditätsverordnung ist die Einhaltung der LCR für die meisten Banken deutlich teurer und aufwendiger. Die höhere Volatilität und die Anforderung der täglichen Einhaltung erfordern eine vorausschauende Berechnung der LCR-Entwicklung über einen angemessenen Zeitraum und eine gezielte Steuerung der Kennzahl. Diese Fähigkeit zur Vorschau und Steuerung der LCR wird künftig auf Basis der SREP-Guidelines (SREP – Supervisory Review and Evaluation Process) der EBA von der Bankenaufsicht geprüft. Der SREP betrifft alle Institute. Die vorausschauende Berechnung und Steuerung der LCR verbindet das Meldewesen mit der Banksteuerung, fordert sie doch die Exaktheit einer Meldung ebenso wie die Berücksichtigung von Maßnahmen und Szenarien, die in der Banksteuerung üblich sind. Softwarelösung LCR-Steuerung Speziell für diese Anforderungen wurde die Lösung LCR-Steuerung von unserer Schwesterfirma BSM gemeinsam mit uns konzipiert und entwickelt. Zusätzlich ging die Expertise von Prof. Dr. Christian Schmaltz in die Lösung ein, der sich seit vielen Jahren mit den Themen Liquiditätssteuerung und insbesondere LCR-Steuerung befasst. Die Lösung verbindet die Kompetenz von BSM für Meldewesen und LCR-Methodik mit der Kompetenz von msgGillardon für Planung und Banksteuerung. Sie verarbeitet sowohl die relevanten Informationen aus der Meldewesen-Anwendung BAIS von BSM als auch die Planannahmen für Prolongationen und Neugeschäft aus unserer Banksteuerungslösung THINC. Falls ein Institut nicht über BAIS meldet, ist auch eine Übernahme der aktuellen Bestände und Cash-Flows aus THINC möglich. Analog kann das Neugeschäft auch unabhängig von THINC in die LCR-Steuerung importiert oder dort erfasst werden. Dieser Ansatz, der die Bereiche Meldewesen und Banksteuerung integriert, stellt sicher, dass die LCR-Vorschau die mel- 6 I NEWS 01/2016

Unternehmenssteuerung t derelevante Kennzahl fortschreibt und nicht etwa eine Approximation der Kennzahl. Er gewährleistet also die Konsistenz zwischen der LCR-Meldung und der simulierten Planung in der Banksteuerung. Die Lösung LCR-Steuerung liefert dem Treasurer Antworten auf die folgenden Fragen: und Anlagen (Reverse Repo), sowie Collateral Swaps, bei denen Wertpapiere befristet gegeneinander getauscht werden. Je zwei Transaktionen bilden zusammen eine Strategie zur LCR- Steuerung. Zum Beispiel bedeutet ein zusätzlicher Repo und die anschließende Lagerung der erhaltenden Barmittel bei der Zentralbank eine Bilanzverlängerung. > > Wo steht meine LCR morgen, übermorgen, am nächsten Stichtag, am übernächsten Stichtag, in einem Jahr im „going concern“ oder einem Stressfall? > > Wo unterschreiten die zukünftigen LCR das interne beziehungsweise regulatorische Limit? > > Wie wirken sich Maßnahmen wie neue Repos, Reverse Repos, Collateral Swaps etc. auf zukünftige LCR aus? Die Vorschaurechnung simuliert die tägliche Entwicklung der LCR unter Berücksichtigung von Planannahmen über einen Zeitraum von einem Jahr. Alle Ergebnisse können im Detail analysiert und den regulatorischen sowie internen Limits gegenübergestellt werden. Auswirkung von Maßnahmen auf die LCR Ein wichtiges Merkmal der LCR-Steuerung ist die Simulation von Maßnahmen, mit denen das Treasury Einfluss auf die Entwicklung der LCR nimmt. Zu diesem Zweck bildet die LCR- Steuerung alle wesentlichen Maßnahmen ab, die für eine Steuerung der LCR relevant sind. Diese Maßnahmen lassen sich in drei Strategiefamilien gruppieren: > > Passivtausch > > Aktivtausch > > Bilanzverlängerung/-verkürzung Den meisten Treasurern stehen dabei die folgenden Transaktionen zur Verfügung: Kauf/Verkauf von liquiden Aktiva, unbesicherte Aufnahmen und Anlagen, besicherte Aufnahmen (Repo) Wichtig ist es, die Wechselwirkungen solcher Strategien auf LCR und GuV zu beachten. Sie lassen sich gut an Beispielen verdeutlichen: So erhöht ein Aktivtausch, bei dem ein Level2- Asset verkauft und dafür ein Level1-Asset gekauft wird, die LCR, während sich die GuV in der Regel verschlechtert. Ein Passivtausch einer unbesicherten Refinanzierung am Interbankenmarkt mit Restlaufzeit kleiner 30 Tagen gegen eine unbesicherte Refinanzierung mit Restlaufzeit größer 30 Tagen erhöht die LCR kurzfristig, weil die Rückzahlung aus dem LCR- Horizont wandert, belastet die GuV meist aber kaum. Besorgt sich der Treasurer hingegen über ein Repo-Geschäft mit einem Level1-Asset Liquidität und investiert diese in höher rentierliche Corporate Bonds, so kann diese Maßnahme je nach Ausgestaltung einen Zusatzertrag generieren, während die Liquiditätsdeckungsquote sinkt. Optimierung von GuV und LCR Ein Treasurer muss bei der Steuerung der LCR immer auch die GuV-Wirkung im Blick haben. Er verfolgt in der Regel eines der nachstehenden Ziele: > > Der Treasurer möchte die heutigen und die zukünftigen LCR-Limits einhalten – und das möglichst GuV-schonend. > > Der Treasurer möchte die GuV des Instituts verbessern, ohne dass die zukünftigen LCRs unter das interne oder regulatorische Limit fallen. NEWS 01/2016 I 7

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