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01 | 2016 NEWS

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Banking - Stabil und zukunftssicher

Handfeste Vorteile

Handfeste Vorteile Projektsteuerung beim Einsatz agiler Vorgehensmodelle von Dieter Ebhart, Florian von Reitzenstein und Thorsten von Thaden Bei der Durchführung agiler Projekte ist ein integriertes Berichtswesen für die erfolgreiche Projektsteuerung und -abwicklung essenziell. Dieser Artikel beschreibt, wie eine solche Integration aussehen kann, ohne aufwendige Anpassungen, etwa in Bezug auf Aufwandsschätzungen, Plan-/Ist- Vergleiche oder Projektsteuerung. Somit bleiben die Vorteile agiler Vorgehensweisen, wie zum Beispiel Flexibilität bei Änderungen, geringerer Overhead oder kürzere Entwicklungszyklen, erhalten ohne Abstriche an Berichts- und Steuerungsinformationen hinnehmen zu müssen. Kernelemente der Projektsteuerung Ein Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Projektarbeit ist, sicherzustellen, dass die richtigen Ressourcen zur richtigen Zeit für die Abarbeitung der richtigen Arbeitspakete zur Verfügung stehen. Dabei ist der Projektstrukturplan (PSP) die Grundlage für die Projektentscheidung, die Zeit-, Ressourcen- und Budgetpläne und gegebenenfalls das spätere Berichtswesen im Projekt. Zur Erstellung des Zeitplans wird jedes Arbeitspaket im PSP geschätzt, um die Abhängigkeiten der Arbeitspakete erweitert und mittels Überlappung, Parallelisierung oder Verdichtung von Vorgängen optimiert. Die Arbeitspakete dürfen nicht zu klein gewählt werden. Typischerweise sollte ein Arbeitspaket zwischen 1 Prozent und 5 Prozent des Gesamtaufwands umfassen. Durch Ermittlung der benötigten Einsatzmittel und deren Kosten entsteht der Ressourcen- und Budgetplan. Planung und Aufwandsschätzung bei agilen Methoden Bei agilen Methoden werden typischerweise detaillierte Aufwandsschätzungen mit einer Vorausschau von nur wenigen Wochen erstellt. Somit ist eine detaillierte Aufwandsschätzung 48 I NEWS 01/2016

Informationstechnologie t nur für die Arbeitspakete verfügbar, die in naher Zukunft zur Bearbeitung anstehen. Die Betrachtung der Abhängigkeiten erfolgt durch das Entwicklungsteam und Product Owner gemeinsam. Die letztendliche Festlegung der Reihenfolge erfolgt durch den Product Owner unter Berücksichtigung dieses Team-Inputs, des Business Values und der Interessen der Stakeholder. Bei der Abschätzung von User Stories empfehlen wir, Storypoints als Maß zu verwenden. Für jedes Team kann so die Sprint Velocity, also die durchschnittliche Anzahl der Storypoints, die ein spezielles Team in einem Sprint typischerweise abarbeitet, ermittelt werden. Somit eignen sich Storypoints sehr gut für die Feinplanung von Arbeitspaketen, bei denen schon ein gemeinsames Verständnis der Anforderungen und Ziele vorhanden ist und das Realisierungsteam bekannt ist. In der Definitions- und Planungsphase hingegen muss auf Schätzmethoden wie Function Point, Use Case-Point, Analogiemethoden oder Ähnliches zurückgegriffen werden, die auch in frühen Phasen eine Ermittlung des Aufwands in Personentagen erlauben. Scrum in der Steuerungsphase Für den Einsatz von Scrum ist sicherzustellen, dass zum Start der Steuerungsphase alle Artefakte vorliegen, die für den Start des ersten Sprints notwendig sind. Diese werden im Folgenden beschrieben: Versteht man das Backlog als PSP, müssen die Backlog-Einträge so geschätzt werden, dass daraus eine Aussage zum Gesamtaufwand und damit zu den Gesamtkosten und Terminen abgeleitet werden kann. Die intuitive Methode, die Backlog-Einträge unabhängig von ihrer Detaillierungsstufe mit Storypoints zu bewerten, funktioniert nur in Ausnahmefällen, da Storypoints: > > teamabhängig sind. Sie beinhalten die Erfahrungen und Kenntnisse des Schätzteams und sind daher nicht auf andere Teams übertragbar. > > keine absolute Schätzgröße, sondern eine relative Vergleichsgröße der einzelnen Backlog-Einträge untereinander sind. Die Sprint Velocity ist daher auch bei gleichbleibendem Team nicht von einem Projekt auf ein anderes übertragbar. > > nicht stetig, sondern in Stufen vergeben werden. Typisch ist eine Verteilung von 1, 2, 3, 5, 8, 13, 20, 40. Storypoints ab 20 bedeuten, dass das Team diese Story für sehr komplex hält und zum Beispiel der Backlog-Eintrag (User-Story) aufgeteilt werden sollte. Priorisiertes Backlog. Durch Übernahme der Arbeitspakete aus dem PSP mit deren Terminen ergibt sich ein initial priorisiertes Backlog. Dieses wird durch den Product Owner mit Input aus den Groomings verfeinert und in User Stories aufgeteilt. Diese wiederum werden auf die Sprints verteilt. Voraussetzung für die Übernahme der Arbeitspakete aus dem PSP ist die Wahl des richtigen Gliederungsprinzips im PSP. Dieser kann nach folgenden vier Gliederungsprinzipien aufgebaut sein: > > objektorientiert: Die Strukturierung erfolgt nach der technischen Struktur der Bestandteile, die im Projekt erstellt werden sollen. > > funktions- oder aktivitätsorientiert: Die Strukturierung erfolgt nach unterschiedlichen Funktionen oder Verrichtungen, die für die Umsetzung des Projekts erforderlich sind. > > phasen- oder Ablauforientiert: Die Strukturierung orientiert sich am gewählten Phasenmodell. > > gemischtorientiert: Die Strukturierung erfolgt durch die Vermischung obiger Verfahren. Nach unserer Erfahrung muss der PSP objektorientiert strukturiert sein, um die Arbeitspakete problemlos ins Backlog übernehmen zu können. Definiertes Scrum Team. Das Scrum Team inklusive Scrum Master und Product Owner muss zu Beginn feststehen. Idealerweise sollte dieses Team während des Projekts nicht verändert werden. NEWS 01/2016 I 49

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