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01 | 2016 NEWS

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Banking - Stabil und zukunftssicher

u Unternehmenssteuerung

u Unternehmenssteuerung NMDs Bodensatz Stable (S) Non-stable (NS) (1-P) P 100% Zinsanpassung (Ela) Non-pass through Pass through (P) Non-core (=NS + S•P) Klassische Spareinlage*) Core (= S • (1-P)) *) Beispiel: NMD 100 S=70 %; 1-P=60 % →Core=100*0,7*0,6= 42 Abbildung 1: Modellierung der non-maturity deposits (NMDs) 6 > > Verpflichtung zur Identifikation des stabilen Bodensatzes für die variablen Produkte und von expliziten sowie impliziten Optionen (Verpflichtung zum Vorhalten von Risiko- minimierungsstrategien wie zum Beispiel Vorfälligkeitsentschädigungen). BCBS Consultative Document – Interest rate risk in the banking book (IRRBB) Das BCBS-Dokument wurde zur Verbesserung der aufsichtsrechtlichen Vergleichbarkeit zwischen den Instituten auf nationaler und internationaler Ebene entworfen und soll – ebenso wie das Dokument: „Fundamental Review of the trading book – FRTB“ des BCBS für das Handelsbuch Anreize zur Umwidmung von Handels- und Anlagebuchpositionen verringern, da diese sehr unterschiedlich behandelt werden. 1. Harte Eigenkapitalunterlegung in der Säule 1: Als Vorteil werden die höhere Transparenz und Vergleichbarkeit im Länder- und Institutsvergleich herausgestellt. Als Nachteil nennt das Papier die nicht ausreichende Berücksichtigungsfähigkeit institutsindividueller Besonderheiten. 2. Erweiterter Säule-2-Ansatz: Die Vorteile einer institutsübergreifenden Standardisierung und Vergleichbarkeit der ersten Option werden unter diesem Aspekt zu Nachteilen. Allerdings greifen hier wiederum institutsindividuelle Besonderheiten im positiven Sinne. Das Kernproblem bei der Eigenkapitalunterlegung in der Säule 1 sieht der BCBS in der Modellierung der sogenannten nonmaturity deposits (NMDs), da der Einleger bei diesen Produkten regelmäßig eine kaum beschränkte Abrufoption hat. 5 In dem vorliegenden Konsultationspapier werden seitens BCBS die beiden folgenden Optionen der Abbildung des IRRBB diskutiert: 5 Vgl. S. 10 consultative dokument: „One option held by the bank (ie the right to change the interest rate) and one behavioural option held by the depositor (ie the right to withdraw their funds)”. 6 Siehe Grafik und Tabelle auf S. 10, BCBS Consultative Dokument (modifziert). 12 I NEWS 01/2016

Unternehmenssteuerung t Analog zum EBA-Papier soll auch hier nach stabilen und nicht stabilen Produkten beziehungsweise Anteilen unterschieden werden, wobei die Unterscheidung aufgrund von Volumenschwankungen der letzten zehn Jahre erfolgen soll. Laut Definition der stabilen Anteile der Einlagen (Bodensatz) sollen diese von den Kunden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in Anspruch genommen werden. Die variablen Einlagen ohne feste Zinsbindung sollen zudem, analog den Festzinspositionen, durch ein „naives“ Cashflow-Mapping in 19 Laufzeitbänder (cashflow buckets) eingeteilt werden. Indessen soll hier als wesentliche Abweichung von der EBA-Richtlinie eine Begrenzung der einzelnen Positionslaufzeiten des Bodensatzes auf sechs Jahre vorgesehen werden. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit darf hier maximal drei Jahre betragen. 7 Die Berechnung der Mindestkapitalanforderungen erfolgt in sechs Stufen, wobei – wie beim EBA-Papier – Änderungen des wirtschaftlichen (Bar-)Wertes sowie periodische Ertragsänderungen aufgrund von Zinsänderungen berücksichtigt werden sollen (vgl. Abbildung 1): Stufe 1: Einteilung risikosensitiver Positionen des Anlagebuches in drei Kategorien (geeignet, weniger geeignet oder ungeeignet zur Standardisierung). Stufe 2: Zuordnung der angenommenen Cashflows anhand der Rekontrahierungsfälligkeit beziehungsweise des Zinsbindungsendes zu insgesamt 19 Laufzeitbändern (cashflow buckets). Hiervon sind Positionen ausgeschlossen, die zur Standardisierung weniger geeignet sind. Bei Positionen mit impliziten Optionen wird der optionale Bestandteil bei der Zuordnung ebenfalls ausgeschlossen. 8 Stufe 3: Ermittlung der Veränderung des Economic Value of Equity (EVE) 9 sowie des Net Interest Income (NII) durch Zinsschockszenarien, die Variationen der gesamten Zinsstruktur bezüglich Steigung und Form beinhalten und auch lokale ökonomische Bedingungen sowie globale Marktvolatilitäten widerspiegeln sollen. Hier werden sechs verschiedene Typen von Zinsschockszenarien vorgegeben, die analog dem EBA-Papier für jedes Währungsexposure separat anzuwenden sind. Wobei das Minimum für Zinsänderungen nach unten bei 100 Basispunkten (BP) und ein genereller Floor der Zinssätze bei null Prozent liegt. Die Maxima für Zinsänderungen nach oben liegen bei 500 BP (kurzfristiger Schock), 400 BP (mittelfristiger Schock) und 300 BP (langfristiger Zinsschock). Als Haltedauer für eine Zinsschockanpassung wird ein Zeitraum von sechs Monaten vorgeschlagen und für ausreichend empfunden, in der die Institute ihr Aktiv-Passiv-Profil zur Risikominimierung angemessen angepasst haben sollten. Stufe 4: Erhebung von Zuschlägen (add-ons) bei Wertänderungen in Zinsoptionspositionen (mit expliziten oder impliziten Optionen) auf die EVE-Veränderung sowie von Basisrisiko-Zuschlägen auf Veränderungen in der Ertragssicht (NII). Dies hat ebenfalls in jeder der sechs vorgeschlagenen Zinsschocksszenarien und in jeder Währung zu erfolgen. Stufe 5: Aggregation der Ergebnisse auf Basis der Währungen. Bei den Kapitalerfordernissen für EVE und NII werden potenzielle Währungsgewinne beziehungsweise Währungsverluste in jedem Szenario innerhalb der Risikomessart (EVE oder NII) miteinander verrechnet. Die Kapitalanforderungen für EVE und NII werden Zur Standardisierung ungeeignete Positionen wie Kundeneinlagen ohne feste Zinsbindung oder Positionen mit Verhaltensannahmen bezüglich impliziter Optionen müssen zuvor nach bestimmten teilweise zu genehmigenden Ansätzen weiter untersucht werden (zum Beispiel durch Dekomposition in stabile und variable Cashflows bei Einlagen). 7 Im EBA-Papier gilt eine maximale durchschnittliche Zinsbindungslaufzeit bzw. Duration i. H. v. fünf Jahren. 8 Dieser findet zusammen mit anderen optionalen Bestandteilen Einfluss in Stufe 4. 9 Der EVE misst analog zum EV im EBA-Papier die Barwertveränderung der angenommenen repricing cashflows des gesamten Anlagebuches unter Ausschluss des Eigenkapitals. NEWS 01/2016 I 13

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