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01 | 2015 public

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Erfolgsfaktoren für IT-Sicherheit

zudecken. Das können

zudecken. Das können andere kostengünstiger anbieten. Deshalb ist es jetzt so, dass wir die Bescheide komplett aufbereiten und über eine Schnittstelle an die Bundesagentur für Arbeit (BA) übertragen, die den Druck übernimmt. .public: Sie erwähnten, dass es derzeit mehrere „offizielle“ wie auch „inoffizielle“ Dienstleistungszentren des Bundes gibt. Welche Entwicklung und Potenziale für die Zusammenarbeit sehen Sie? .public: Zum Stichwort Kernkompetenzen: Welche hat das ZIVIT für sich definiert? Weber: Das sind vor allem Themen, die sich um die Entwicklung, Pflege und den Betrieb von großen, kritischen Fachverfahren und Portallösungen bewegen. Wir haben uns besonders auf solche Verfahren spezialisiert, die eine Massendatenverarbeitung beinhalten, da entsprechende Anforderungen bei unseren Auftraggebern (u. a. Zoll, Steuer, Haushalt) gängig sind. Einige dieser Verfahren sind bundeskritisch, das heißt, sie dürfen nicht ausfallen. Andere Verfahren sind datenkritisch, das heißt, sie beinhalten sensible Daten, die besonders geschützt werden müssen und die natürlich nicht ausgelagert werden können. Andere Bereiche, insbesondere die, wo es mehrere Anbieter und damit einen Wettbewerb gibt, müssen wir nicht unbedingt mit eigenem Personal abdecken beziehungsweise können es auch gar nicht mehr. Wir müssen uns ganz einfach spezialisieren. Dafür qualifizieren wir unser Personal entsprechend ihren Fähigkeiten und Neigungen nach eigenen, mit der Hilfe von auf unsere Kernkompetenzen abgestimmten Personalentwicklungskonzepten kontinuierlich und gezielt weiter. .public: Eine Zwischenfrage: Durch diese Entwicklungen müssen sich ja auch die Beschäftigten des ZIVIT mit umfangreichen Veränderungen auseinandersetzen. Wie sind die Reaktionen hier? Weber: Es gibt sicherlich, wie das bei solchen Veränderungen typisch ist, einen großen Teil, der erst mal abwartet, was passiert. Aber eben auch einen Teil, der lieber am Status quo festhalten will. Ich erkenne aber auch eine große Bereitschaft, die notwendigen Veränderungen als Herausforderung und auch als persönliche Chance zu begreifen. Natürlich kann ich nicht von allen Beschäftigten erwarten, dass sie solchen Veränderungen gegenüber von Anfang an offen gegenüberstehen. Aber ich glaube, dass sich unsere Beschäftigten ein Stück weit an diese Bewegungen und Veränderungen, insbesondere auch auf organisatorischer Ebene, gewöhnen werden, denn dieser Prozess wird sich fortsetzen. Wenn für den Einzelnen sichtbar wird, dass sich dadurch die Prozesse insgesamt verbessern, steigt die Bereitschaft, sich zu verändern. Wir müssen aus Betroffenen Beteiligte machen. Dazu ist ein Change-Management- Prozess aufgesetzt worden, der die Veränderungen vermittelt und transparent macht. Weber: Bei der Entwicklung von Dienstleistungszentren gibt es grundsätzlich zwei Ansätze. Der eine: Man konsolidiert so lange, bis man organisatorisch nur noch eine beziehungsweise sehr wenige, große Einheiten hat. Oder man bildet – und das ist unser favorisierter Ansatz – einen Kooperationsverbund großer IT-Dienstleister, die sich innerhalb ihrer jeweiligen Kernkompetenzen spezialisieren. Und in einem solchen Kooperationsverbund würde ich nicht nur die heutigen „offiziellen“ IT-Dienstleister sehen. Andere Dienstleister haben auch ihre Kernkompetenzen und Bereiche, in denen sie besonders gut sind. Und da die Anforderungen an IT-Dienstleister des Bundes weiter steigen werden, müssen wir sowieso alle noch intensiver zusammenarbeiten. Und wir müssen uns demzufolge stärker spezialisieren. Ich denke, gerade diese Spezialisierung ist auch im Sinne unserer Kunden. Auch hier gibt es viele Beispiele aus der Industrie, die ähnlich verfahren, z. B. Banken, Versicherungen oder die Automobilindustrie mit ihren Zulieferern. .public: Was meinen Sie: In welche Richtung wird sich der öffentliche Bereich entwickeln? Weber: Der öffentliche Bereich wird zukünftig in der Entwicklung seiner IT-Unterstützung mit der freien Wirtschaft gleichziehen müssen, auch wenn vielfach die Rahmenbedingungen, gerade in Bezug auf IT-Sicherheit und Datenschutz sowie Personalbeschaffung, eine besondere Herausforderung darstellen. Wir müssen die Anforderungen der Zeit erkennen und uns ihnen stellen. Es gibt immer größere Datenbestände, die beherrscht und gesichert werden müssen, was heutzutage nicht ganz einfach ist. Und auch der öffentliche Bereich muss sich stärker auf eine größere Mobilität und Flexibilität in den Zugriffen und der Bereitstellung von Anwendungen einstellen, Stichwort „Mobile Computing“ oder „Cloud Computing“. Diese Dinge werden gefordert und müssen auch in der Verwaltung implementiert werden. Aber mit dem ZIVIT sind wir in dieser Hinsicht schon auf einem sehr guten Weg. .public: Für diese anspruchsvolle Entwicklung brauchen Sie gut ausgebildete Fachkräfte. Weber: Ja, und die sind natürlich schwierig zu bekommen. Vor allem, wenn die IT-Branche – wie gerade jetzt – boomt. Deshalb haben wir einen eigenen Bachelor-Studiengang aufgesetzt. 12 | .public 01-15 | Moderne Verwaltung

Das ist ein duales Studium, in dem nicht nur Verwaltungs- und Zollwissen, sondern sehr stark auch IT-Wissen vermittelt wird. Dieses Jahr wird der Studiengang zum ersten Mal Früchte tragen. 20-25 Studierende werden ihren Abschluss machen. Das sehen wir als einen wertvollen Ansatz an, um dem Fachkräftemangel vorzubeugen. .public: Was bietet das ZIVIT, damit es von seinen Beschäftigten und nicht zuletzt auch von Bewerbern als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird? sondern flexibel, bedarfsgerecht rund um die Uhr nutzbar sind. Wir müssen auch noch stärker zu einer betriebswirtschaftlichen Betrachtungsweise kommen. Und das bedeutet eben auch, dass alles, was individuell entwickelt werden muss, den Kunden auch in Rechnung gestellt wird. Hier unterscheiden wir uns nicht von der klassischen Vorgehensweise, wie zum Beispiel beim Hausbau. .public: Also wie in der freien Wirtschaft: eine zunehmende Standardisierung? Weber: Wir haben einen hohen Anteil an verbeamteten Beschäftigten. Das wird von vielen als Vorteil angesehen. Und dann betreiben wir eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das heißt, wir haben einen sehr hohen Anteil an Teilzeitarbeitsplätzen. Und soweit es mit der Aufgabenstellung übereinstimmt, und das ist mit den heutigen Kommunikationsmöglichkeiten ja nicht mehr so schwierig, können unsere Beschäftigten ihre Aufgaben auch von zu Hause oder von einem anderen Standort aus wahrnehmen. Solche Möglichkeiten werden schon als besonderer Anreiz wahrgenommen. Zudem bieten wir interessante und vielfältige Arbeits- und sehr gute Weiterbildungsmöglichkeiten. Da wir flächendeckend aufgestellt sind, sind wir auch relativ flexibel, was den Dienstort angeht. .public: Wenn Sie einen Ausblick wagen: Was können wir vom ZIVIT in den nächsten Jahren erwarten? Weber: Wir sind ja ein bedarfsgesteuerter Dienstleister, das heißt, wir orientieren uns mit unseren Anpassungen und Veränderungen an den Anforderungen unserer Kunden und richten unsere Services und unser Produktportfolio möglichst flexibel darauf aus. Wir werden noch stärker in Entwicklungs- und modulare Service-Plattformen investieren, um flexibler und vor allem wirtschaftlicher Fachverfahren entwickeln und betreiben zu können. Allerdings müssen auch unsere Kunden etwas umdenken. Wenn sie vor zehn Jahren noch sehr stark mitbestimmt haben, mit welcher Technik eine IT-Dienstleistung betrieben werden soll, geht der Weg heute stark in Richtung technische Standardisierung. Und dieser Prozess wird sich noch weiter in Richtung fachliche Standardisierung im Sinne von Modularisierung fortsetzen. Weber: Da kommen wir gar nicht dran vorbei, das ist ja auch eine Frage der Beherrschbarkeit. Und wir werden unsere komplexe Fach- und Technikarchitektur nicht mehr beherrschen, wenn wir sie nicht zunehmend und dauerhaft standardisieren. Alle IT-Dienstleister, die eine gewisse Größe erreicht haben, werden genau diesen Weg gehen müssen oder sind bereits auf dem Weg dorthin. .public: Der berühmte Weg aus der Komplexitätsfalle. Weber: Genau. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, klein zu bleiben und eine Nische abzudecken. Aber interessante Nischen gibt es heute nicht mehr so viele. .public: Herr Weber, wie bedanken uns ganz herzlich für dieses offene und ausführliche Gespräch. Weber: Sehr gerne. Ich bedanke mich.• IT-Leistungen kommen heute bereits via Handy quasi wie „Strom aus der Steckdose“. Wir arbeiten daher daran, die Verfahren so zu entwickeln, dass sie nicht wie heute vielfach noch an ganz bestimmte Endgeräte oder Standorte gebunden sind, Das Interview führten Bernd Eberhardt, Bereichsleiter Public Sector, msg systems ag, und Karin Dohmann, Marketing Moderne Verwaltung | .public 01-15 | 13

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Die Bandbreite unterschiedlicher Branchen- und Themenschwerpunkte decken im Unternehmensverbund eigenständige Gesellschaften ab: Dabei bildet die msg systems ag den zentralen Kern der Unternehmensgruppe und arbeitet mit den Gesellschaften fachlich und organisatorisch eng zusammen. So werden die Kompetenzen, Erfahrungen und das Know-how aller Mitglieder zu einem ganzheitlichen Lösungsportfolio mit messbarem Mehrwert für die Kunden gebündelt. msg nimmt im Ranking der IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen in Deutschland Platz 7 ein.


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