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01 | 2015 NEWS

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Praxisbericht Technische

Praxisbericht Technische Unterstützung des Kapitalplanungsprozesses beim Sparkassenverband Niedersachsen von Dr. Sven Heumann, Claudia Schirsch und Ulf Schneemann (Sparkassenverband Niedersachsen) Mit der vierten MaRisk-Novelle wurde als eine wesentliche Neuerung die Forderung nach einem zukunftsgerichteten Kapitalplanungsprozess dokumentiert. Ziel ist es, den künftigen Kapitalbedarf aufzuzeigen und frühzeitig Kapitalengpässe zu erkennen. Grundlage für die Betrachtung ist ein angemessener, mehrjähriger, über den Betrachtungszeitraum des Risikotragfähigkeitskonzepts hinausgehender Planungshorizont. Auswirkungen auf den Kapitalbedarf, die von Veränderungen der eigenen Geschäftstätigkeit, der strategischen Ziele sowie des wirtschaftlichen Umfelds ausgehen, sollen aufgezeigt werden. Dabei müssen mögliche adverse Entwicklungen, die von den Erwartungen abweichen, berücksichtigt werden. Nachdem in der NEWS 01/2013 1 die Anforderungen an den Kapitalplanungsprozess erläutert und in der NEWS 02/2013 2 eine allgemeine Darstellung der Unterstützung der Kapitalplanung durch die Standardsoftware von msgGillardon dargestellt wurde, wird im folgenden Beitrag eine gemeinsam mit dem Sparkassenverband Niedersachsen realisierte technische Umsetzung vorgestellt. Ausgangslage Der Sparkassenverband Niedersachsen hatte bereits vor rund zweieinhalb Jahren seinen Sparkassen ein Excel-Sheet für die Abschätzung der zu erwartenden Basel-III-Auswirkungen und insbesondere der Abbildung der Wechselwirkungen zwischen den Baseler Säulen I und II zur Verfügung gestellt. Neben der Informationsaufbereitung für bestimmte Verbandsgremien eröffnete das Excel-Sheet den Sparkassen frühzeitig eine Reihe von flexiblen Simulationsmöglichkeiten. Deshalb lag es für viele Sparkassen nahe, die bereits vorhandene und etablierte Lösung auch für die Unterstützung zur Umsetzung des Kapitalplanungsprozesses nach MaRisk AT 4.1 Tz. 9 einzusetzen. Diese zentrale Bereitstellung hatte für die Sparkassen den Vorteil, dass gesetzliche Änderungen und Entwicklungen zeitnah zentral bewertet und, falls notwendig, integriert werden konnten. Die bisherige Lösung sollte nun in Zusammenarbeit mit msgGillardon durch eine DV-Lösung ersetzt werden, die zusätzlich zu den Vorteilen einer zentralen Bereitstellung auch den wesentlichen Anforderungen eines ordnungsgemäßen Einsatzes in der Sparkasse standhält. Darüber hinaus sollte das bisherige Praxisfeedback aus den Sparkassen die DV-Lösung um weitere Mehrwerte anreichern. Lösungsbeschreibung Die gemeinsame Lösung stellt die Konsistenz der Kapitalplanung bei der Jahresplanung sicher. Das Tool verfügt über eine intuitive Benutzerführung, eine Teilautomatisierung von Datenimportmöglichkeiten aus dem GuV-PLANER sowie Exportfunktionen. Das Ergebnis ist ein teilstandardisierter Kapitalplanungsprozess, bei dem Ist- sowie Simulationsdaten aus dem GuV-PLANER, ergänzt um manuelle Eingabeund Einstellungsmöglichkeiten, mittels der neuen Excel-Lösung individuell über mehrere Szenarien hinweg analysiert werden können. Dies ermöglicht die frühzeitige Identifikation von Kapitallücken. 34 I NEWS 01/2015

Praxisbericht t Navigation Die grundlegende Navigation zwischen den einzelnen Prozessschritten geschieht über die stets präsente Navigationsleiste ganz oben im Tool. Alle Schaltflächen im Tool sind durch Unterstreichung des Textes zu erkennen. Durch eine Hervorhebung in Orange wird dem Benutzer angezeigt, in welchem Bereich beziehungsweise Prozessschritt er sich aktuell befindet. Zusätzlich wird der Prozessschritt in der Überschriftzeile angezeigt. Unter der Navigationsleiste befinden sich die jeweils notwendigen Menüpunkte (Schaltflächen). Konfiguration Grundparameter (z. B. Institut, Szenarionamen) werden zentral erfasst. Individuell können bis zu 24 bilanzielle RWA 3 -Kategorien definiert und mit einer Gewichtung zur Unterlegung mit Eigenkapital im jährlichen Raster versehen werden. Die Importschnittstelle für die Erfolgsspannenrechnung kann frei konfiguriert werden, sodass das individuelle Erfolgskontenschema aus dem GuV-PLA- NER übernommen werden kann. Import Ausgangsbasis für den Kapitalplanungsprozess bilden Simulationsergebnisse aus dem GuV-PLANER. Hier können die grundlegenden Szenarien für den Kapitalplanungsprozess parametrisiert werden: RWA-Mapping Eine Verknüpfung des Kapitalplanungsprozesses mit der Gesamthausplanung erfolgt durch das RWA-Mapping, das eine Verknüpfung zwischen den Risikoaktivakategorien und den Bilanzpositionsnummern herstellt: Abbildung 1: Menüführung RWA-Mapping > > Input ist der Bilanzreport gemäß Mehrjahresplanung (szenarioabhängig). > > Jeder Bilanzposition können bis zu drei RWA- Kategorien zugeordnet werden (szenarioabhängig). > > Die Anteile der RWA-Kategorien an den Bilanzpositionen können im Jahresraster vorgegeben werden (szenarioabhängig). > > Je RWA-Kategorie wird eine Gewichtung (zur Unterlegung mit Eigenkapital) im Jahresraster durch den Anwender vorgegeben (szenariounabhängig). > > Dadurch werden aus den Beständen des Bilanzreports RWA- Volumenverläufe berechnet. Die Summe der Risikoaktiva geht schließlich in die Berechnung der SolvV-Quoten ein. > > Zinsgeschäftsszenarien > > Eigengeschäftsszenarien > > Erfolgskontenszenarien > > Zinsszenarien So wird gewährleistet, dass Bilanzsumme, Geschäftsvolumenverläufe, Zinsergebnisse und weitere Ertragsgrößen konsistent sind. Daten, die nicht im GuV-PLANER enthalten sind, werden in einem separaten Erfassungs-Sheet eingegeben. Bilanzreport, Erfolgsspannenrechnung und Erfassungs-Sheet werden in das Kapitalplanungstool per Importschnittstelle übernommen. Ein Überblick über die Importdaten schafft Transparenz. Die Zuordnung der Kategorien ist bequem per Mausklick oder per Auswahlliste möglich. Die Eingabewerte werden linear interpoliert. Separate Schaltflächen zum Aufrufen und Speichern der Szenarien ermöglichen das Aufrufen, Speichern, Bearbeiten und Kopieren von Szenarien in einer intuitiven Art und Weise. 1 Claudia Schirsch und Prof. Dr. Konrad Wimmer: Das richtige Maß: Umsetzungsempfehlungen zum Kapitalplanungsprozess, NEWS 01/2013 2 Rainer Alfes, Claudia Schirsch: Wertvolle Hilfe: Der Kapitalplanungsprozess in der Praxis – Unterstützung durch THINC, NEWS 02/2013 3 RWA = Risk Weighted Assets NEWS 01/2015 I 35

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