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01 | 2015 NEWS

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Im Datendschungel

u Unternehmenssteuerung

u Unternehmenssteuerung Prognosemodul Das Prognosemodul basiert auf den aktuellen Geschäften im IFRS- Anwendungsbereich und auf flexiblen Neugeschäftsannahmen, für die die Risikovorsorge für die folgenden Jahre prognostiziert wird. Die zukünftigen Stage-Übergänge werden im Prognosemodul als stochastische beziehungsweise schwankende Größe angenommen. Neben der hohen Flexibilität des Tools ist auch die mögliche Integration in den bereits bestehenden Datenhaushalt ein Vorteil des gewählten Aufbaus. Insbesondere für Kunden, die bereits die msgGillardon-Suite THINC im Einsatz haben, ergeben sich wenige bis keine Anpassungen an der Struktur der Datenhaltung. Lediglich einige neue Felder und Schnittstellen müssen aufgenommen werden, um zu gewährleisten, dass sämtliche Informationen für die Berechnung der Risikovorsorge zur Verfügung stehen. Neukunden der Impairment-Standardkomponenten stehen einfache Standardschnittstellen zur Verfügung. Die Impairment-Standardkomponenten adressieren hauptsächlich die Änderungen im IFRS 9 Impairment gegenüber der alten IAS-39-Vorgabe und können mit bestehenden IFRS-Lösungen per Datenschnittstellen zusammenarbeiten. Herausforderungen der IT-Umsetzung Aufgrund der Komplexität der neuen Anforderungen entsteht eine Vielzahl neuer Datenanforderungen. Da eine detaillierte Darstellung zu umfangreich wäre, werden nachfolgend die wichtigsten Herausforderungen im Zusammenhang mit den neuen Datenanforderungen beschrieben. Der Fokus liegt hierbei auf der Berechnung der Risikovorsorge. Bezüglich der Offenlegung werden lediglich einige relevante Punkte genannt. Im Rahmen des Triggermoduls muss auf Mehrjahres-PDs zurückgegriffen werden, um die Stage-Zuordnung durchführen zu können. Diese müssen sowohl zum jeweils aktuellen Bewertungszeitpunkt als auch zum Zeitpunkt des erstmaligen Bilanzansatzes zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist eine Anlieferung von Verzugstagen bzw. einem vergleichbaren Kriterium erforderlich. Das Risikovorsorgemodul stellt aufgrund der Berechnung des Lifetime-EL in Stage 2 sehr hohe neue Anforderungen an den Datenhaushalt. So muss einerseits für jeden Vertrag die Cashflow-Struktur vorliegen und zwecks Nachvollziehbarkeit der Berechnung auch historisiert werden. Darüber hinaus ist für jeden zukünftigen Cashflow-Zeitpunkt eine LGD-Prognose, eine kumulierte beziehungsweise marginale PD sowie die erwartete zukünftige Inanspruchnahme vorzuhalten. Beispielsweise wird für einen Vertrag mit einer Restlaufzeit von fünf Jahren und einem quartalsweisen Ratenturnus eine Prognose der LGD und der Inanspruchnahme zu 20 zukünftigen Cashflow-Zeitpunkten benötigt. Zudem muss in Stage 2 eine Berechnungslogik für den Lifetime-EL spezifiziert werden. Hierbei ist die Besonderheit der jeweiligen Produktart, zum Beispiel Ratendarlehen, Kontokorrentkredite, Avale, zu berücksichtigen. Beachtet werden muss ebenfalls die Differenzierung zwischen aktueller Inanspruchnahme und offener Zusage, die seitens des IASB gefordert wird. Zu guter Letzt müssen bei der Umsetzung die bereits angesprochenen besonderen Anforderungen an modifizierte Finanzinstrumente nach IFRS 7 35J enthalten sein. In diesem Zusammenhang ist eine Abstimmung mit den aus dem Meldewesen zur Forbearance resultierenden Anforderungen dringend zu empfehlen. Da mit IFRS 9 deutlich erhöhte Anforderungen an die Offenlegung der Ergebnisse einhergehen, muss für die Offenlegung – neben der Integration der Neugeschäftsannahmen – zur Prognose der Risikovorsorge eine Datenhaltung der Ergebnisse der Risikovorsorgeberechnung auf granularster Ebene umgesetzt werden. Insbesondere sind eine Aggregation auf verschiedenen Teilsegmenten sowie gesonderte Analysen auffälliger Portfolios erforderlich, weswegen eine vorzeitige Aggregation lediglich Probleme bei der Nachvollziehbarkeit impliziert. Die für die Aggregation zu bildenden Teilsegmente sind nicht vorgeschrieben, sondern werden institutsspezifisch gewählt. Da die Erstellung einer Überleitungsrechnung zwischen Eröffnungs- und Abschlussbilanz gefordert ist, müssen zusätzlich sämtliche Werte der Vorjahresbilanz historisiert werden. Zudem 20 I NEWS 01/2015

Unternehmenssteuerung t müssen die Entwicklung der Risikovorsorge und des Wertberichtigungsverlaufs im Vergleich zum vorherigen Bewertungszeitpunkt offengelegt und Besonderheiten gegebenenfalls analysiert werden. Die erläuterten Herausforderungen sind in folgender Tabelle veranschaulicht: Infolge des engen Zeitplans sowie der großen Herausforderungen an die fachliche und technische Umsetzung empfiehlt es sich für alle Institute, die unter den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, zeitnah mit der Planung der Umsetzung zu beginnen. Bereich Risikocontrolling Rechnungs- und Meldewesen IT / Datenhaushalt Herausforderungen > Ableitung und Integration von IFRS-Risikoparameter (insbesondere Mehrjahres-PDs) > Szenarienanalyse > Störungskalkulation (Wiederverschlechterungsrate, IFRS 7 35J, Störungsaufwand) > Buchungssystematik > Überleitungsrechnung > Risikovorsorgeprognosemodell > Kalkulationsregeln (Avale, offene Zusagen) je IFRS-Kategorie > Cashflow-Historisierung > Historische Ratingklassen Ansprechpartner Susanne Hagner Produktmanagement, msgGillardon AG > +49 (0) 7252 / 9350 - 169 > susanne.hagner@msg-gillardon.de Stefan Quaschnewski Produktmanagement, msgGillardon AG > +49 (0) 89 / 943011 - 2191 > stefan.quaschnewski@msg-gillardon.de Abbildung 2: Übersicht über die Herausforderungen in den einzelner Bereiche IFRS-9-konforme Risikovorsorge betrifft viele Bereiche der Banksteuerung Aufgrund der Komplexität der neuen Methodik zur Berechnung einer IFRS-9-konformen Risikovorsorge handelt es sich dabei um ein Projekt, das viele Bereiche der Gesamtbanksteuerung tangiert und einen hohen Koordinationsaufwand erfordert. Neben der Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachbereiche verlangt die Umsetzung die Zusammenführung der relevanten Daten aus unterschiedlichen Systemen zu einer zentralen Datenhaltung, auf die die Systeme zur Berechnung der Risikovorsorge sowie der Zinsvereinbarung zugreifen und im Gegenzug ihren Output zwischenspeichern können. Die eigentliche Berechnung kann in einem weitestgehend losgelösten Modul erfolgen. NEWS 01/2015 I 21

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