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01 | 2015 NEWS

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Im Datendschungel

u Unternehmenssteuerung

u Unternehmenssteuerung Das Risikocontrolling ist in Relation zu IAS 39 aufgrund der Umstellung auf den Expected-Loss-Ansatz wesentlich bedeutender. So ist es für die Bereitstellung der Risikoparameter verantwortlich. Dies umfasst unter anderem die Ermittlung von Ein- und Mehrjahres- PDs, die Prognose von LGDs und CCFs zum Bewertungsstichtag sowie zu zukünftigen Zeitpunkten. Darüber hinaus müssen die verwendeten Methoden detailliert beschrieben werden, wodurch es zu einer wesentlichen Erweiterung der Risikoberichte kommen wird. Dies bedingt die IT-Umsetzung zur Berechnung der notwendigen Größen sowie eine umfassende Schnittstellenerweiterung, um sämtliche Informationen für das Reporting zur Verfügung zu haben. In der internen Risikosteuerung muss die Berechnung der Risikovorsorge innerhalb der Stages durchgeführt werden, woraus insbesondere in Stage 2 erhebliche Umsetzungsaufwände resultieren. Aufgrund der Verwendung des Lifetime-EL muss die Cashflow-Struktur in Abhängigkeit vom Portfolio – hierunter werden die vertraglichen oder die erwarteten Cashflows verstanden 3 – herangezogen werden. Wenn auch mit Abstrichen aufseiten der EL-Algorithmik auf die Cashflow-Struktur verzichtet werden kann, werden wir in einem Folgeartikel darlegen, dass der in den meisten Fällen risikovorsorgeoptimale Lifetime-EL-Algorithmus den Cashflow als notwendigen Input hat. Der Cashflow erweist sich damit auch unter Ausschöpfung der Umsetzungsfreiheiten als optimaler Input für die Lifetime-EL-Berechnung. Um die erweiterten Offenlegungsanforderungen erfüllen zu können, sollten zudem als Output sowohl die Höhe der Risikovorsorge als auch die Zinsvereinbarung auf granularster Ebene zur Verfügung stehen. Auch die im Basel-II-Papier BCBS 239 festgelegten IT- Grundsätze zur Aggregation von Risikodaten sprechen dafür, für die Risikovorsorge eine einzelgeschäftsbasierte Datenhaltung vorzusehen. Hierbei sind insbesondere die Prinzipien des Anpassungsvermögens der Datenaggregation an unterschiedliche Fragestellungen und Nutzerbedürfnisse sowie der Datenintegrität zu erwähnen. Darüber hinaus stellen die Prinzipien der zeitnahen Aggregation nutzerspezifischer Anfragen zusätzliche Performanceanforderungen an Aggregationstools, -mechanismen und -hardware. In einem IFRS-9-Impairment-Gesamtbankprojekt ist das Rechnungswesen verantwortlich für die Koordination und die fachlichen Teilprojektbestanteile zur Bilanz, zur GuV sowie zur Offenlegung nach IFRS 7. Insbesondere aus den deutlich erweiterten Anforderungen an die Offenlegung ergeben sich erhöhte Datenanforderungen im Umfeld des Rechnungswesens. Eine Umstellung der Berechnung der Zinsvereinnahmung sowie eine Anpassung des Bilanzsansatzes und damit auch des in der Bilanz angesetzten Wertes sind ebenfalls erforderlich. Zudem muss die Risikovorsorge für eine adäquate Kapitalplanung über einen Risikohorizont von drei bis fünf Jahren prognostiziert werden, womit eine Integration von Neugeschäftsannahmen in die Risikovorsorgeberechnung zwingend zu empfehlen ist. Im Meldewesen erfolgt die Integration der Wertberichtigungen differenziert nach KSA und IRB-Portfolien. Für KSA-Portfolien werden die spezifischen Wertberichtigungen direkt von der Bemessungsgrundlage abgezogen, vermindern die RWA und somit auch das erforderliche Eigenkapital. Für IRB-Portfolien erfolgt im Rahmen des Wertberichtigungsvergleichs eine Gegenüberstellung zwischen den gebildeten Wertberichtigungen sowie dem EL nach IRB. Für beide Meldeansätze müssen gegebenenfalls Risikocontrolling PD, LGD, CCF IFRS- Bilanzierung Triggermodul Prognosemodul msgGillardon IFRS 9 Impairment Change Suite Datenhaushalt Zinsergebnis Offenlegung Risikovorsorgemodul Basel III/ CRD IV Meldewesen Internes Berichtswesen Abbildung 1: IT-Umsetzung der IFRS-9-Anforderungen mittels der IFRS 9 Solution Ergebnisdatenverwendung 18 I NEWS 01/2015

Unternehmenssteuerung t Schnittstellen erweitert werden, um eine Anlieferung an die Meldewesensoftware sicherzustellen. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass sich eine Erhöhung der Risikovorsorge aufgrund des Ausschlusses aus der KSA-Bemessungsgrundlage sowie des IRB-Wertberichtigungsabgleichs nicht notwendigerweise direkt auf die Eigenkapitalunterlegung auswirkt. Die erhöhte Risikovorsorge nach IFRS 9 wirkt sich erst dann in Form einer geringeren Eigenkapitalunterlegung aus, wenn ein etwaiger momentaner Wertberichtigungsfehlbetrag vollständig aufgebraucht ist. Unsere Lösungsszenarien Abbildung 1 zeigt ein Lösungsszenario zur technischen Umsetzung der IFRS-9-Anforderungen von msgGillardon. Den Kern der Lösung bilden die Standardkomponenten von IFRS 9 Impairment, die die erforderlichen Daten aus einem zentralen Datenhaushalt ziehen und den Output der Berechnungen ebenfalls an diesen übergeben. Aus dem zentralen Datenhaushalt werden über geeignete Schnittstellen die erforderlichen Informationen an die im vorherigen Abschnitt vorgestellten Folgesysteme und Abteilungen geliefert beziehungsweise davon abgezogen. Zwecks Gewährleistung einer flexiblen Lösung wurde für die einzelnen Elemente ein modularer Aufbau gewählt. So besteht die Möglichkeit, entweder sämtliche Module zu verwenden oder auf Teile der Lösung zurückzugreifen. Grundsätzlich setzt sich die Lösung aus vier Modulen zusammen: > > Triggermodul, > > Risikovorsorgemodul, > > Reporting-/Offenlegungsmodul, > > Prognosemodul. Triggermodul Das Triggermodul dient der Zuordnung der Finanzinstrumente zu den Stages. Konfigurierbare feste und flexible Triggerkriterien sorgen für eine schnelle und sichere Evaluation möglicher Triggerkriterien in szenariobasierten Berechnungen sowie die Customizierbarkeit der Software an die fachlichen Anforderungen unterschiedlicher Institute. Risikovorsorgemodul Im Risikovorsorgemodul erfolgt die Berechnung des Einjahres- EL beziehungsweise Lifetime-EL. Hierbei kann die SLLP (Specific Loan Loss Provision) aus anderen Systemen in Stage 3 integriert werden. Für das homogene Geschäft wird eine PLLP (Portfolio Loan Loss Provision) berechnet. Für Stage 2 stehen mehrere alternative Algorithmen zur Evaluation des Lifetime-EL zur Verfügung. Eine HGB- und Steuerbilanzsicht zur Risikovorsorge kann optional im Risikovorsorgemodul integriert werden. Szenariobasierte Berechnungen für Stress- und Normalausfallparameter sind ebenfalls vorgesehen. Reporting- und Offenlegungsmodul Das Reporting- und Offenlegungsmodul setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Einerseits werden sämtliche Daten bereitgestellt, die zur Erfüllung der Offenlegungsanforderungen nach IFRS 9 notwendig sind, wobei es sich hierbei im Wesentlichen um spezielle Aggregationsmechanismen auf Basis gängiger Datenbankabfragesprachen handelt. Hiermit können die ganz grundlegenden Aggregationsanforderungen aus IFRS 7 35M, der Risikovorsorgebilanzabgleich nach IFRS 7 35H sowie die Anforderungen aus IFRS 7 35L zu den Zwangsmaßnahmen und IFRS 7 35K zur Besicherung abgedeckt werden. Zusätzlich wird im Rahmen der Offenlegung ein Störungskalkulator integriert, der die besonderen Anforderungen 4 an modifizierte Finanzinstrumente nach IFRS7 35J abgebildet. 3 Auf erwartete Cashflows sollte dann zurückgegriffen werden, wenn erwartete vorzeitige Rückzahlungen keine nachrangige Materialität besitzen. 4 Hierunter fällt u. a. der Ausweis eines „Modificiation Gain/Loss“ zum Zeitpunkt der Modifikation, für welchen die ursprüngliche und die aktualisierte Cashflow-Struktur benötigt werden. Modifikationen in Bucket 3 müssen gesondert beobachtet und Wiederverschlechterungsraten ausgewiesen werden. NEWS 01/2015 I 19

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