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01 | 2015 msg systems Studienband

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IT-Dienstleisungszentren in der öffentlichen Verwaltung

Lösungsansätze der

Lösungsansätze der IT-DLZ als Leistungserbringer standardisierte und virtualisierte Serverlandschaft überführt werden. Darüber hinaus wird auch das Portfolio der IT-DLZ zunehmend angepasst und standardisiert, um den dezentralen Fach- und Ressourcenanforderungen zu genügen. Hier erwähnt beispielsweise it@M, dass die Verwaltung einer Großkommune mit einem Gemischtwarenhandel vergleichbar sei, bei dem es wenige Synergien auf Anwendungsebene gibt und der nur durch Standardisierung der Infrastruktur und darauf aufbauende Services effizient zu betreiben ist. IT-DLZ übernehmen dazu zunächst einmal die laufenden Verfahren zusammen mit der heterogenen Infrastruktur. Nur mittelfristig wird Schritt für Schritt die Landschaft standardisiert. holen. Nur wenige Häuser berichten darüber, dass sie die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft reduzieren wollen, wie z. B. das IT-DLZ it@M, das die Zusammenarbeit mit Partnern in den letzten Jahren sehr exzessiv ausgebaut hat und jetzt wieder auf ein gesundes Maß reduzieren will. Die Langfristigkeit dieser Bindung an externe Partner kommt nach Aussagen der IT-DLZ-Gesprächspartner insbesondere dadurch zum Ausdruck, dass zunehmend Rahmenverträge geschlossen werden, die unter Beachtung der vergaberechtlichen Grenzen sicherstellen, dass ein über mehrere Jahre kontinuierlich angelegter Wissenstransfer vollzogen werden kann. Die Verwaltung in Deutschland arbeitet sehr effizient, aber eine Harmonisierung von Fachverfahren und IT könnte enorm viel Geld sparen! Andreas Reichel, Vorstand Technik Dataport Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft Im Zuge der Bewältigung ihrer Aufgaben und um die IT-Verfahren für bestimmte Verwaltungsbereiche spezialisieren zu können, arbeiten ausnahmslos alle IT-DLZ, mit denen Interviews durchgeführt wurden, mit Partnern aus der Wirtschaft zusammen. Sie beziehen zum einen Hard- und Software von IT-Herstellern. Zum anderen werden auch IT-Dienstleitungen von Partnern genutzt, um beispielsweise in Zusammenarbeit mit ihnen Fachverfahren zu erstellen, Standardapplikationen zu installieren oder die IT-Infrastruktur zu integrieren. Viele IT-DLZ berichten davon, dass sie die Zusammenarbeit mit Partnern verstärken wollen, um flexibler zu werden und sich außerdem das Wissen mittels Befähigung der eigenen Mitarbeiter langfristig ins Haus zu Umgang mit dem demografischen Wandel Besorgt zeigen sich die Gesprächspartner der IT-DLZ hinsichtlich der Erledigung der rasant wachsenden Zahl und Vielfalt der anstehenden Aufgaben, die zunehmend qualifiziertes Personal in allen Bereichen erfordern. Es bereitet vielen IT-DLZ Schwierigkeiten, ihr Personal im erforderlichen Umfang aufzustocken. Die Mehrheit der Befragten sieht eine mögliche Ursache in dem geringeren Gehalt, das im Vergleich zur privaten Wirtschaft bezahlt wird. Allerdings zeichnet sich ab, dass Angebote der IT-DLZ für die Beschäftigten z. B. im Hinblick auf Kinderbetreuung oder flexible Arbeitszeiten diesen Gehaltsverzicht teilweise ausgleichen können. Aber nicht überall wird dies möglich sein, denn vor allem in großen und teuren Städten sind Arbeitnehmer auf ein höheres Gehalt angewiesen, welches IT-DLZ nicht immer bieten können. Die Rekrutierung von geeignetem Personal bleibt langfristig ein anstrengendes Thema. Thomas Naefe, it@M München 36

Die Zukunft der IT-DLZ Die Ergebnisse aus Befragung und Gesprächen zeigen, dass die Entwicklung der IT-DLZ noch lange nicht abgeschlossen ist. Dabei kommt die Initiative zur Einrichtung von IT-DLZ vor allem auf Bundes- und Landesebene nicht von den Behörden selbst, sondern von der übergeordneten politischen Ebene. Beim Bund ist die Konsolidierung der IT ein Teil des Koalitionsvertrags zur 18. Legislaturperiode und wurde konkretisiert durch den Beschluss des Haushaltsausschusses des Bundestags vom 17.6.2015 zur Gründung des Rechenzentrums des Bundes. In den Ländern sind die IT-DLZ meist Teil einer landeseigenen IT-Strategie. Die kleineren Kommunen nutzen IT-DLZ schon seit Langem aus praktischen Erwägungen, da die Entwicklung und der Betrieb eigener Fachverfahren zu kostenintensiv sind. Die meisten Großstädte haben die IT aufgrund ihrer finanziellen Möglichkeiten lange Zeit in internen IT-Referaten betrieben. Auch hier wurden mittlerweile eigene IT-DLZ in verschiedenen Rechtsformen eingerichtet. Im Folgenden erörtern wir unsere Einschätzung zu den zentralen Herausforderungen und Risiken für die weitere Entwicklung der IT-DLZ. Positionierung der Behörden als Kunden Viele der von uns befragten Behörden haben bisher interne IT-Referate und sind gewohnt, diese direkt zu steuern. Die Behördenleitung hat dabei den direkten Zugriff auf die IT, Änderungen können „ad hoc“ umgesetzt werden. Eine detaillierte und verbindliche Formulierung von Anforderungen – wie sie bei der Vergabe an externe Dienstleister erforderlich ist – ist in vielen Fällen nicht vorhanden. Mit der Verlagerung von IT-Dienstleistungen auf ein IT-DLZ müssen Behörden nun ihre Vorgaben ähnlich präzisieren wie gegenüber externen Lieferanten. Außerdem müssen gegebenenfalls Standards berücksichtigt werden, die von den IT-DLZ vorgegeben werden. Da viele Behörden ihre Anforderungen bisher nicht so genau formulieren mussten und verbindliche Standards nur selten vorgegeben waren, besteht aktuell das Risiko, dass Dienstleistungen auf IT-DLZ ohne ausreichend präzise Spezifikation verlagert werden. Ein weiteres Risiko im Zuge der Verlagerung ist der Verlust der IT-Kompetenz der eigenen Behörde. Eine Umstrukturierung der IT-Referate in den Behörden kann dem entgegenwirken. Die operativen Aufgaben wie der Betrieb der IT-Infrastruktur werden mehr und mehr an Bedeutung verlieren. Mit zunehmender Verlagerung von Aufgaben auf IT-DLZ müssen die IT-Referate ihre Kompetenz zur Formulierung von Spezifikationen und zur Steuerung der Lieferanten stärken. Ihre Aufgabe wird es in Zukunft sein, fachliche und technische Anforderungen zu formulieren, Projektvereinbarungen und SLA mit IT-DLZ zu vereinbaren sowie deren Einhaltung zu überwachen. Die IT-Referate müssen innerhalb ihrer Behörde die Anforderungen bündeln und als zentraler Ansprechpartner für IT-DLZ und andere Dienstleister agieren. Die Bedeutung der IT-Referate in den Behörden wird daher nicht abnehmen, sondern wird sich qualitativ verändern. Die IT-Referate werden weniger Personal für operative Aufgaben benötigen, stattdessen brauchen sie mehr Personal für konzeptionelle Aufgaben, die Entwicklung fachlicher Architekturen und Spezifikationen. In vielen Branchen wurde diese Umstrukturierung unter dem Stichwort Demand-IT bereits vollzogen. In Unternehmen wie beispielsweise der Lufthansa haben die IT-Abteilungen mittlerweile die Aufgabe, auf Basis der fachlichen Anforderungen möglichst klare Vorgaben für ihre internen und externen IT-Dienstleister zu formulieren. Zur Umsetzung dieser Vorgaben in technische Lösungen (Supply-IT) hat die Lufthansa bereits 1995 ihre verschiedenen internen IT-Abteilungen in der Lufthansa Systems zusammengefasst. 37

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Die Bandbreite unterschiedlicher Branchen- und Themenschwerpunkte decken im Unternehmensverbund eigenständige Gesellschaften ab: Dabei bildet die msg systems ag den zentralen Kern der Unternehmensgruppe und arbeitet mit den Gesellschaften fachlich und organisatorisch eng zusammen. So werden die Kompetenzen, Erfahrungen und das Know-how aller Mitglieder zu einem ganzheitlichen Lösungsportfolio mit messbarem Mehrwert für die Kunden gebündelt. msg nimmt im Ranking der IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen in Deutschland Platz 7 ein.


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