Aufrufe
vor 3 Jahren

01 | 2014 public

  • Text
  • Verwaltung
  • Prozesse
  • Kanban
  • Regeln
  • Brms
  • Regel
  • Systeme
  • Anforderungen
  • Digitale
  • Bewertung
Was e-Government von e-Commerce lernen kann

Geben Sie Ihrer

Geben Sie Ihrer Geschäftslogik ein Framework Durch den Einsatz eines Business-Rule-Managementsystems (BRMS) können Verwaltungen Richtlinien, Ausführungs- und Verwaltungsvorschriften effizient in Anwendungen integrieren und spätere Änderungen schnell umsetzen. | von Dennis Huning Die Geschäftslogik ist nach den Daten der wichtigste Teil einer Verwaltungsanwendung. Sie besteht zumeist aus einer Vielzahl ganz unterschiedlicher Regeln. Das Spektrum ist breit und erstreckt sich beispielsweise von Regeln zum Validieren der Eingabe über solche, die den Zugriff auf Daten steuern und so sicherstellen, dass nur autorisierte Sachbearbeiter einen Datensatz einsehen können, bis hin zu solchen, die auf Basis der Eingabe die Gebühr für die Bearbeitung berechnen. Eines haben diese Regeln heutzutage häufig gemeinsam: Sie sind in der gesamten Anwendung verteilt, im Programmcode verborgen und daher bei Anpassungen schwer zu finden. Dreischichtenmodell Wird ein Softwaresystem vereinfacht betrachtet, teilt es sich in drei Schichten auf: • Präsentationsschicht • Logikschicht • Datenhaltungsschicht Die Präsentationsschicht bereitet die Daten auf und präsentiert sie dem Sachbearbeiter. In der Logikschicht wird der größte Teil der Geschäftslogik umgesetzt. In dieser Schicht werden Abläufe gesteuert und Berechnungen durchgeführt. Und in der Datenhaltungsschicht erfolgt das Laden und Speichern von Daten. Für die Präsentationsschicht und die Datenhaltungsschicht werden häufig Frameworks eingesetzt, die Standardfunktionen anbieten und komplexe technische Abläufe abstrahieren. In der Logikschicht hingegen wird mit Hinweis auf die Individualität der jeweiligen Verwaltungsabläufe und -regeln auf den Einsatz von Frameworks verzichtet. Dieses Vorgehen führt immer wieder dazu, dass in dieser Schicht sehr komplexe Entscheidungen in „If-else“-Konstrukten abgebildet werden 22 | .public 01-14 | Informationstechnologie

(siehe Beispiel 1). Im Listing aus Beispiel 1 wird ein Teil der Verwaltungsvorschrift zur Berechnung der Kfz-Steuer umgesetzt. Dieser Teil berechnet für Personenkraftwagen, die älter als 30 Jahre sind oder vor dem 4. November 2008 zugelassen wurden, die Kfz-Steuer. if(kfz instanceof PKW){ if(aelterAls30Jahre(kfz.getErstzulassung())){ kfz.setSteuer(191.73) }else if (datumBis2008Nov04(kfz.getErstzulassung())){ if(kfz.getEmissionsgruppe().equals(Emissionsgruppe. Euro4)){ if(kfz.getMotorart().equals(Motorart.Diesel)){ kfz.setSteuer(kfz.getHubraum()/100*15.44); }else if(kfz.getMotorart().equals(Motorart.Diesel){ kfz.setSteuer(kfz.getHubraum()/100*6.75); } }else if(kfz.getEmissionsgruppe().equals (Emissionsgruppe.Euro3){ ... } } Beispiel 1: „If-else“-Konstrukt in Pseudocode Wesentlichen aus drei Komponenten: • dem Regel-Repository zum Auslagern und Versionieren der Geschäftslogik, • Werkzeugen zum Erzeugen und Bearbeiten der Geschäftslogik, • der Business Rules Engine (BRE) zum Auswerten der Geschäftslogik. Wird ein BRMS eingesetzt, wird zunächst die Geschäftslogik deklarativ in Form von „Wenn-dann“-Regeln beschrieben. Wenn also das Listing aus Beispiel 1 für ein BRMS umgeschrieben wird, sehen die Regeln in etwa so aus, wie im Listing in Beispiel 2 dargestellt: wenn pkw:PKW( erstzulasssung < „2008-Nov-04“ und kfz.motorart == Motorart.Diesel und kfz.emissionsgruppe = Emissionsgruppe.Euro4) dann pkw.steuer = kfz.hubraum / 100 * 15.44 wenn pkw:PKW( erstzulasssung < „2008-Nov-04“ und kfz.motorart == Motorart.Ottomotor und kfz.emissionsgruppe = Emissionsgruppe.Euro4) dann pkw.steuer = kfz.hubraum / 100 * 15.44 Neben diesen eher unübersichtlichen „If-else“-Konstrukten ist die Geschäftslogik nicht an zentraler Stelle in der Logikschicht zu finden. Ganz im Gegenteil: Eingabevalidierungen finden meistens direkt in der Präsentationsschicht statt, der Datenzugriff wird in der Datenhaltungsschicht gesteuert. In vielen Systemen ist die Logik in ähnlicher Form in verschiedenen Schichten mehrfach vorhanden. Änderungen an der Geschäftslogik führen nicht selten dazu, dass Anpassungen in allen Schichten der Anwendung durchgeführt werden müssen. Auch Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen den Regeln verschiedener Geschäftsobjekte werden bei solchen Änderungen häufig übersehen. Doch eigentlich will man in einer modernen IT so agil sein, dass Änderungen mit möglichst wenig Aufwand, idealerweise zentral an einer Stelle, umgesetzt werden können. Was ist ein BRMS? Beispiel 2: Code aus Listing 1 neu geschrieben als deklarative Regeln Diese Regeln werden direkt im BRMS spezifiziert. Da sich damit sämtliche Geschäftsregeln an einer zentralen Stelle befinden, lassen sie sich auch leichter lokalisieren, analysieren und pflegen. Und wenn sich nun die Anforderungen an die Geschäftslogik ändern, muss nicht mehr die ganze Anwendung untersucht und geändert werden. Mit einem BRMS können Änderungen zielgenau an einer Stelle durchgeführt werden. An denjenigen Stellen im Programmcode, an denen in Systemen ohne BRMS Teile der Geschäftslogik implementiert waren, finden mit BRMS nur noch Aufrufe der BRE statt. ruleEngine.berechneKfzSteuer(kfz) Die korrekte Kfz-Steuer wird von nun an innerhalb des BRMS durch das Auswerten der Regeln berechnet. Die Lösung für dieses Problem ist ein Framework, das Möglichkeiten bietet, die Geschäftslogik zentral und intelligent zu verwalten. Ein sogenanntes BRMS – ein Business Rules Management System – ist ein solches Framework. Es besteht im Anbieter von BRMS Am Markt gibt es viele Anbieter von BRMS. Sie alle bieten eine eigene Variation an, wie Regeln erfasst und verwaltet werden. Informationstechnologie | .public 01-14 | 23

msg

01 | 2018 public
02 | 2017 public
01 | 2017 public
02 | 2016 public
01 | 2016 public
02 | 2015 public
01 | 2015 public
01 | 2014 public
01 | 2014 msg systems study
01 | 2015 msg systems Studienband
Future Utility 2030
Lünendonk® Trendstudie
Digitale Transformation | DE
Digital Transformation | EN
DE | inscom 2014 Report
EN | inscom 2014 Report

msgGillardon

02 | 2018 NEWS
03 | 2016 NEWS
02 | 2016 NEWS
01 | 2016 NEWS
03 | 2015 NEWS
02 | 2015 NEWS
01 | 2015 NEWS
02 | 2014 NEWS
01 | 2014 NEWS
02 | 2013 NEWS
01 | 2012 NEWS
02 | 2011 NEWS
01 | 2010 NEWS
MaRisk
01 | 2017 banking insight
01 | 2015 banking insight
01 | 2014 banking insight
01 | 2013 banking insight
01 | 2012 banking insight
02 | 2011 banking insight
01 | 2011 banking insight
01 | 2010 banking insight
2018 | Seminarkatalog | Finanzen

Über msg



msg ist eine unabhängige, international agierende Unternehmensgruppe mit weltweit mehr als 6.000 Mitarbeitern. Sie bietet ein ganzheitliches Leistungsspektrum aus einfallsreicher strategischer Beratung und intelligenten, nachhaltig wertschöpfenden IT-Lösungen für die Branchen Automotive, Banking, Food, Insurance, Life Science & Healthcare, Public Sector, Telecommunications, Travel & Logistics sowie Utilities und hat in über 35 Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Branchenspezialist erworben.

Die Bandbreite unterschiedlicher Branchen- und Themenschwerpunkte decken im Unternehmensverbund eigenständige Gesellschaften ab: Dabei bildet die msg systems ag den zentralen Kern der Unternehmensgruppe und arbeitet mit den Gesellschaften fachlich und organisatorisch eng zusammen. So werden die Kompetenzen, Erfahrungen und das Know-how aller Mitglieder zu einem ganzheitlichen Lösungsportfolio mit messbarem Mehrwert für die Kunden gebündelt. msg nimmt im Ranking der IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen in Deutschland Platz 7 ein.


© 2018 by msg systems ag - powered by yumpu Datenschutz | Impressum