Aufrufe
vor 3 Jahren

01 | 2014 public

  • Text
  • Verwaltung
  • Prozesse
  • Kanban
  • Regeln
  • Brms
  • Regel
  • Systeme
  • Anforderungen
  • Digitale
  • Bewertung
Was e-Government von e-Commerce lernen kann

Success Story

Success Story Methodenhandbuch DLZ-IT Das Methodenhandbuch des DLZ-IT erleichtert die pragmatische Anwendung des V-Modells XT in IT-Projekten der öffentlichen Verwaltung. | von Werner Achtert und Katrin Schill (TÜV Nord Group) msg und die TÜV Informationstechnik GmbH, TÜV NORD GROUP, haben gemeinsam ein Methodenhandbuch zur Durchführung von IT-Projekten für die Bundesanstalt für IT-Dienstleistungen (DLZ-IT) entwickelt. Der zentrale IT-Dienstleister im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) nutzt das Handbuch bei der Durchführung eigener Projekte sowie als Basis für die Beratung anderer Behörden. Das Methodenhandbuch für die Durchführung von IT-Projekten basiert auf dem V-Modell XT, dem Standard-Vorgehensmodell der öffentlichen Verwaltung für die Abwicklung von IT-Projekten. Eine Stärke dieses Modells liegt in der Möglichkeit des Tailorings sowie in der Entwicklung organisationsspezifischer Vorgehensmodelle und ihrer Anpassung an die jeweiligen Rahmenbedingungen, die dann auf V-Modell XT-Konformität überprüft werden. Dementsprechend beschreibt das neue Methodenhandbuch ein generisches Phasenmodell sowie einfach anzuwendende Prozesse. Darüber hinaus unterstützt es Projektleiter mit Best-Practice-Beispielen und direkt nutzbaren Vorlagen. Projektphasen und Entscheidungspunkte Den Schwerpunkt des Methodenhandbuchs bilden die auftraggeberseitigen Prozesse, die Projektleiter in Behörden bei der Vergabe von Entwicklungsprojekten an Unternehmen im Auge behalten müssen. Dazu gehören unter anderem Projektplanung und -steuerung seitens des Auftraggebers, Anforderungs- und Testmanagement sowie Lieferantenmanagement. Das generische Phasenmodell (Abbildung 1) des Methodenhandbuchs gliedert Projekte in neun Projektphasen nebst einer Vorphase zur Projektgenehmigung und einer Abschlussphase zur Ergebnissicherung. Die einzelnen Projektphasen können – speziell im Bereich der Realisierung (Spezifikation, Design, Implementierung und Test) eines Projekts – inkrementell wiederholt werden. Jede einzelne Phase wird durch einen Entscheidungspunkt abgeschlossen, für den definierte Ergebnisse festgelegt sind. Die Prüfung dieser Ergebnisse bildet jeweils die Basis für die Entscheidung über die Fortführung des Projekts mit oder ohne Nacharbeiten. Prozesse für Projektmanagement und Realisierung Teil 1 des Methodenhandbuchs beschreibt Projektmanagementprozesse von der Idee über die Initialisierung, Planung und Umsetzung bis hin zur Abnahme und Überführung in den Betrieb. Teil 2 konzentriert sich auf Prozesse im Rahmen von Anforderungsmanagement, Usability, Auftragnehmersteuerung und Testmanagement. Dabei werden für jeden Prozess sowohl die Prozessaktivitäten während der einzelnen Projektphasen beschrieben. 20 | .public 01-14 | Management

Vorphase Gesamtprojekt Phase 1: Initialisierung des Gesamtprojekts Phase 2: Definition der fachlichen Prozesse und Anforderungen Phase 3: Definition Lastenheft für IT-System Phase 4: Realisierung ausschreiben Phase 5: Realisierung beauftragen Phase 6: Definition Pflichtenheft für IT-System Phase 7: Design und Implementierung Phase 8: Test und Abnahme Phase 9: Inbetriebnahme Input Input 1 Input 2 (vom Auftragnehmer) Input kommt von extern in das Projekt (hier vom Auftragnehmer) Ergebnis hängt inhaltlich vom Input ab Input wird im Prozess fortgeschrieben zu Ergebnis (z. B. QS-Handbuch Version 1 wird fortgeschrieben zu QS-Handbuch Version 2) Ergebnisse Ergebnis 1 Ergebnis 2 Ergebnis 3 Ergebnis wird in diesem Prozess fortgeschrieben Ergebnis wird in diesem Prozess erzeugt (und ist in diesem Beispiel unabhängig von einem Input) Abschluss Gesamtprojekt Abbildung 1: Generisches Phasenmodell für IT-Projekte Abbildung 2: Inhaltliche Abhängigkeiten zwischen Input und Ergebnissen eines Prozesses Die inhaltlichen Abhängigkeiten (Abbildung 2) zwischen Input und Ergebnissen werden für alle Prozessaktivitäten dargestellt. • Input kann in Form von Dokumenten oder Modellen aus anderen Prozessaktivitäten einfließen oder von außen an das Projekt herangetragen werden. • Auf Basis des Inputs können neue Arbeitsergebnisse erzeugt oder bestehende Arbeitsergebnisse fortgeschrieben werden. • In Prozessaktivitäten können neue Arbeitsergebnisse erzeugt werden. Inhaltliche Abhängigkeiten haben Auswirkungen auf die Qualitätssicherung der Ergebnisse. Das bedeutet: Wenn ein Ergebnis inhaltlich von einem Input abhängt, muss bei der Qualitätssicherung die Konsistenz zum letzten freigegebenen Stand dieses Inputs geprüft werden. Neben der klaren Strukturierung bewährt sich in der Praxis die eindeutige Zuordnung der verantwortlichen Rolle zu den Prozessaktivitäten und Ergebnissen. V-Modell XT-konformes Projektmanagement Um als V-Modell XT-konform zertifiziert zu werden, musste das Methodenhandbuch einige zentrale Anforderungen erfüllen: • Die Beschreibung des organisationsspezifischen Prozesses muss vollständig, verständlich und konsistent sein, um die Güte der Prozessmodellierung zu gewährleisten. • Die im Projektverlauf entstehenden Produkte, die Beziehungen zwischen diesen Produkten, die Aktivitäten zu deren Erstellung sowie die Modellierung von Projektabläufen müssen vollständig beschrieben sein. WEIT e. V. hat als zuständige Zertifizierungsinstanz die Konformität des Methodenhandbuchs mit dem V-Modell XT bestätigt. Damit liegt erstmals eine zertifizierte Prozessbeschreibung vor, die nicht aus dem V-Modell XT abgeleitet wurde. Effizientes Projektmanagement durch schlanke Prozesse Das Methodenhandbuch kann von allen Einheiten im öffentlichen Sektor genutzt werden. Durch seine offene und flexible Struktur lässt es sich auf unterschiedliche Vorhaben wie Individualentwicklung oder SAP-Projekte übertragen. Ein Vorteil des Methodenhandbuchs ist die detaillierte Beschreibung der Aktivitäten im Rahmen des Lieferantenmanagements, die für beide Seiten klare Anforderungen und Qualitätsmaßstäbe darlegt. „Das neu entwickelte Methodenhandbuch trägt dazu bei, die Anwendung des V-Modells XT in unseren IT-Projekten einfacher zu gestalten“, erläutert Dr. Mike Rösler, Projektleiter PMO beim DLZ-IT. „Insbesondere die enge Verknüpfung der Aktivitäten zur Projektsteuerung mit den Aktivitäten zur Erzeugung von Projektergebnissen vereinfachen die Projektplanung und die Verfolgung des Projektverlaufs deutlich.“• Ansprechpartner – Werner Achtert Leiter IT-Consulting Public Sector • +49 89 96101-1706 • werner.achtert@msg-systems.com Erschienen im Behördenspiegel, Heft 06/2014 Management | .public 01-14 | 21

msg

01 | 2018 public
02 | 2017 public
01 | 2017 public
02 | 2016 public
01 | 2016 public
02 | 2015 public
01 | 2015 public
01 | 2014 public
01 | 2014 msg systems study
01 | 2015 msg systems Studienband
Future Utility 2030
Lünendonk® Trendstudie
Digitale Transformation | DE
Digital Transformation | EN
DE | inscom 2014 Report
EN | inscom 2014 Report

msgGillardon

03 | 2016 NEWS
02 | 2016 NEWS
01 | 2016 NEWS
03 | 2015 NEWS
02 | 2015 NEWS
01 | 2015 NEWS
02 | 2014 NEWS
01 | 2014 NEWS
02 | 2013 NEWS
01 | 2012 NEWS
02 | 2011 NEWS
01 | 2010 NEWS
MaRisk
01 | 2017 banking insight
01 | 2015 banking insight
01 | 2014 banking insight
01 | 2013 banking insight
01 | 2012 banking insight
02 | 2011 banking insight
01 | 2011 banking insight
01 | 2010 banking insight
2016 | Seminarkatalog | Finanzen

Über msg



msg ist eine unabhängige, international agierende Unternehmensgruppe mit weltweit mehr als 6.000 Mitarbeitern. Sie bietet ein ganzheitliches Leistungsspektrum aus einfallsreicher strategischer Beratung und intelligenten, nachhaltig wertschöpfenden IT-Lösungen für die Branchen Automotive, Banking, Food, Insurance, Life Science & Healthcare, Public Sector, Telecommunications, Travel & Logistics sowie Utilities und hat in über 35 Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Branchenspezialist erworben.

Die Bandbreite unterschiedlicher Branchen- und Themenschwerpunkte decken im Unternehmensverbund eigenständige Gesellschaften ab: Dabei bildet die msg systems ag den zentralen Kern der Unternehmensgruppe und arbeitet mit den Gesellschaften fachlich und organisatorisch eng zusammen. So werden die Kompetenzen, Erfahrungen und das Know-how aller Mitglieder zu einem ganzheitlichen Lösungsportfolio mit messbarem Mehrwert für die Kunden gebündelt. msg nimmt im Ranking der IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen in Deutschland Platz 7 ein.


© 2018 by msg systems ag - powered by yumpu Datenschutz | Impressum