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01 | 2014 NEWS

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Liquidität im Fokus

Kundenaktiva Abgrenzung

Kundenaktiva Abgrenzung der einkalkulierten Liquiditätskosten (= positive Liquiditätsbeiträge) Kundenpassiva Abgrenzung der zu bezahlenden Liquiditätskosten (= negative Liquiditätsbeiträge) Nicht weiter betrachtet: weitere Positionen des DB-Schemas NEU Aufteilung SB in die Komponenten Liquiditätsund Zinsfristentransformationsbeitrag möglich Controlling auf Gesamtbankebene Regelmäßige Ermittlung der Liquiditätsfristentransformationsbeiträge (periodisch und auch barwertig) Abbildung 1: Vereinfachte Darstellung einer Erfolgsspaltung im Gegenseitenkonzept den ersparten Spread (interpretierbar als Liquiditätsnutzen aus diesen Einlagen) angibt. Dieser könnte als gesonderte Erfolgsposition ausgewiesen werden, alternativ das Liquiditätsfristentransformationsergebnis erhöhen oder aber dem Einlagenbereich gutgeschrieben werden und so den Margenbarwert der Vertriebseinheiten erhöhen. Im folgenden vereinfachten Beispiel wird die mit dem Verrechnungspreissystem verbundene Erfolgsspaltung aufgezeigt. Dabei wird vom Gegenseitenkonzept ausgegangen. Das heißt, die Kredite werden laufzeitkongruent mit der risikobehafteten Zinskurve bewertet, die Einlagen hingegen laufzeitkongruent mit der risikolosen Zinskurve. Hervorzuheben ist der bereits erwähnte Nettingeffekt: Die Bank zahlt im Beispiel keinen Spread auf die Einlagen, d. h., der Beitrag aus der Liquiditätsfristentransformation beläuft sich im Beispiel auf zwei Prozent (zugleich Spread der „langen“ Aktivseite). Deshalb wird der zunächst negative Liquiditätsbeitrag der Einlagenseite (= minus ein Prozent) um den nicht gezahlten Spread (= plus ein Prozent) korrigiert. Das Bilanzstrukturmodell – eine alternative Bewertungslogik Seminartipp aus „Themen und Termine 2014“ Liquiditätskosten – Auswirkungen auf die Gesamtbank-/Vertriebssteuerung und das Pricing > 25. Juli 2014 in Würzburg Liqui-Woche im Herbst (siehe Anzeige Rückseite) > 20. bis 24. Oktober 2014 in Würzburg Kontakt: seminare@msg-gillardon.de Eine Ergänzung des bewährten Gegenseitenkonzepts kann darin bestehen, ein Kapitalstrukturmodell zu verwenden, das die Bilanzstruktur des Instituts würdigt. Beispielsweise könnte man bei der Kalkulation eines Kredits die Zusammensetzung der Passivseite als konstant annehmen. So würde jeder neue Kredit z. B. zu 15 Prozent mit Eigenkapital, 75 Prozent Kundeneinlagen und zu zehn Prozent über den Geld- und Kapitalmarkt glattgestellt. Der relevante Credit Spread würde damit nur zu zehn Prozent auf die Marge des Kreditgeschäfts durchschlagen, sofern für die Einlagen kein Spread im Kundengeschäft zu entrichten ist. Um vorsichtig zu bewerten, würde man in der Praxis einen Abschlag für einen etwaigen Abfluss von Kundeneinlagen vornehmen und z. B. nur eine Einlagenquote von 65 Prozent verwenden. 8 I NEWS 01/2014

Unternehmenssteuerung t Konditionsbeitrag Kreditkondition Risikobehaftete Kurve Preisobergrenze Einlage Spielraum für den internen Verrechnungspreis Einlagengeschäft Marktrenditen Liquiditätsnutzen Konditionsbeitrag Einlagenkondition Leitplanken des internen Verrechnungspreissystems Liquiditätskosten Risikolose Kurve Preisuntergrenze Kredit Spielraum für den internen Verrechnungspreis Kreditgeschäft Duration Abbildung 2: Schematische Darstellung des Verrechnungspreissystems Wohlgemerkt: dieser Ansatz darf nicht mit einer traditionellen Schichtenbilanz verwechselt werden, denn die unterstellten Refinanzierungsanteile werden nach dem Ansatz der Marktzinsmethode bewertet. Ausblick Verrechnungspreissystem 4 Insofern kann man generell Bewertungsspielräume in einem Verrechnungspreissystem 5 identifizieren (vgl. Abb. 2). Das Einlagengeschäft kann damit bis zur Preisobergrenze, das Aktivgeschäft bis zur Preisuntergrenze bewertet werden. Ein Verrechnungspreissystem, das diesen Bewertungsspielraum aufgreift, muss in engem Zusammenhang zur Preispolitik gesehen werden. Letztlich geht es darum, Volumeneffekte abzuschätzen, wenn die Konditionspolitik das Pricing verändert („Preis-Absatz-Funktion“). So kann der Liquiditätsnutzen teilweise in die Einlagenkondition einfließen beziehungsweise der Kreditzins eventuell gesenkt werden, wenn bislang der volle Spread einkalkuliert wurde, er jetzt aber – mit Blick auf die Bilanzstruktur – nur zum Teil einfließen soll. So können komparative Wettbewerbsvorteile des Instituts genutzt werden. Insgesamt erfolgt dann über das Verrechnungspreissystem ein Wechsel von der dezentralen Steuerungslogik hin zu einer zentralen Steuerung. Damit steht die Banksteuerung vor neuen Herausforderungen, denn die mit den Preisspielräumen verbundenen Volumeneffekte müssen zeitnah zentral gesteuert werden. Autoren Claudia Schirsch Lead Business Consultant, msgGillardon AG > +49 (0) 89 / 943011 - 1639 > claudia.schirsch@msg-gillardon.de Prof. Dr. Konrad Wimmer Leiter Strategische Themenentwicklung, msgGillardon AG > +49 (0) 89 / 943011 - 1539 > konrad.wimmer@msg-gillardon.de 4 Vgl. Endmann/Wimmer, Verursachungsgerechte Verrechnung von Liquiditätskosten, -nutzen und -risiken in: BankenTimes 05/2014. 5 Vgl. weiterführend Wagner/Wimmer, ÖBA 2010, S. 232-239. NEWS 01/2014 I 9

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