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01 | 2014 NEWS

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u Praxisbericht Die KfW

u Praxisbericht Die KfW hat schließlich entschieden, Synergy abzulösen und Git als unternehmensweites Versionskontrollsystem einzuführen. Parallel zu Synergy ein weiteres VCS einzuführen, hätte zur Folge gehabt, dass die angestrebte Verschlankung und Standardisierung der Entwicklungsinfrastruktur nicht erreicht worden wären. Im Gegenteil: Zur bestehenden Infrastruktur wäre noch ein weiteres Versionierungswerkzeug hinzugekommen, mit all seinen Schnittstellen. Git ist ein Produkt aus dem Open-Source-Umfeld und gehört zur Familie der verteilten (distributed) Versionsverwaltungssysteme (DVCS). Die Tool-Evaluierung hat gezeigt, dass mit Git insbesondere Branching, Merging und verteilte Entwicklung optimal adressiert werden können. Die Identifikation von Softwareständen und die restlichen Migrationsprämissen werden eher durch eine adäquate Tool-Nutzung gewährleistet als durch werkzeugspezifische Funktionalitäten. chronologische Aufbau der Historie nicht ohne Probleme automatisiert durchgeführt werden kann. Es drohen manuelle Nacharbeiten, die den Aufwand schnell explodieren lassen können. Ein hohes Risiko, das schwer kalkulierbar ist und den Erfolg des gesamten Projekts gefährdet. Denn die aktuell verwendeten Stände in Entwicklung, Test und Produktion können erst dann migriert werden, wenn alle vorherigen Stände im neuen VCS konsistent verfügbar sind. Aus diesen Überlegungen lässt sich folgende Best Practice ableiten: Je Entwicklungsprojekt werden die letzten zehn produktiven Stände (falls vorhanden), der aktuelle Teststand und der aktuelle Entwicklungsstand migriert. Das Altsystem bleibt für den Zugriff auf die komplette Historie im Read-only-Modus verfügbar. Es gibt zwei Migrationsvarianten: > > Die Anzahl der produktiven Stände, die migriert werden, kann je nach Anforderung nach oben oder unten angepasst werden. Eine der zentralen Fragen, die sich im Zuge der Feinkonzeption stellt, ist, ob die gesamte Historie migriert werden soll oder nur ausgewählte Softwarestände. Nochmals zur Erinnerung: Über 20.000 aktive Entwicklungsprojekte mit ca. 65 Millionen Source Lines of Code sind zu migrieren. Und in diesem Mengengerüst sind die historischen Stände noch nicht enthalten. > > Kann das Altsystem nicht zur Verfügung gestellt werden, wird die komplette Historie in ein separates Repository migriert und steht im Read-only-Modus zur Verfügung. Die Migration der gesamten Historie in ein separates Repository kann damit abgekoppelt vom eigentlichen Migrationsprojekt durchgeführt werden. Wird die gesamte Historie migriert, die bei einigen Projekten zehn Jahre in die Vergangenheit reicht, ist damit zu rechnen, dass der Diese Best Practice wurde bei der KfW so konzipiert, dass neben aktuellem Entwicklungs- und Teststand nur der letzte produktive Abbildung 2: Best Practice zur Migration der Historie – Standardvorgehen Abbildung 3: Best Practice zur Migration der Historie – Variante (separates Repository) 34 I NEWS 01/2014

Praxisbericht t Stand migriert wurde und das Altsystem in Zukunft lesend zur Verfügung steht. Damit ergibt sich eine deutliche Aufwands- und Risikominimierung. Nichtsdestotrotz verblieben über 60.000 zu migrierende Source-Stände. Eine vollständige Automatisierung war daher unverzichtbar. Diese beinhaltete nicht nur den Export aus dem Altsystem und den Import in das neue VCS, sondern auch die Tests zur Überprüfung der Konsistenz und Fehlerfreiheit. Für die erfolgreiche Migration eines Softwarestands gilt daher: > > Identifikation und Export eines spezifischen Source- Standes aus dem Altsystem > > Import dieses Source-Standes in das neue VCS > > Identifikation und Export des Source-Standes aus dem neuen VCS und Vergleich mit dem ursprünglichen Stand > > Anstoßen eines Build sowohl mit dem Stand aus dem Altsystem als auch mit dem Stand des neuen VCS > > Vergleich, ob die beiden Build-Ergebnisse identisch sind lassen sich jeweils einem von rund 35 Projekttypen zuordnen. Für jeden dieser Typen ist ein eindeutiges Build- und Deployment-Modell definiert. Tatsächlich werden die konkreten Build-Skripte anhand des Typs und weiterer Metainformationen projektspezifisch generiert. Diese Struktur ermöglicht die Handhabung der Projektanzahl mit vertretbarem Aufwand – sei es im Tagesgeschäft oder bei der Migration hin zu einer neuen Landschaft. Um die Flexibilität der Builds für die kommenden Modernisierungsschritte zu erhöhen, wird diese statische Erzeugung durch ein parametrisierbares Build-Skript pro Projekttyp ersetzt. So ist es möglich, eine Build-Implementierung pro Projekttyp vorzuhalten und zentral zu pflegen. Das Kernstück der zentralen Damit wird nicht nur sichergestellt, dass alles konsistent migriert wurde, sondern auch gewährleistet, dass jeder Build-Prozess nach der Migration noch genauso funktioniert wie vorher. Die Migration der Sources nach Git schafft die Basis, den nächsten großen Projektabschnitt anzugehen: das zentrale Build- und Deployment-Management. Die strukturierte Verwaltung des Source- Codes ist die Grundvoraussetzung für eine stabile und dennoch flexible Anwendungslandschaft. Durch Git kann die Softwareentwicklung über das optimal unterstützte Branching und Merging einfach parallelisiert werden. Allein damit ist schon eine Effizienzsteigerung zu erwarten. Wird die Parallelisierung auch in den folgenden Prozessschritten und Systemen weitergeführt, fällt diese Steigerung deutlich höher aus. Zentrales Build- und Deployment-Management Die Gesamtanzahl der Projekte lässt die Zentralisierung der Builds zunächst als hochgradig aufwendig erscheinen. Jedoch ist der überwiegende Teil der Projekte stark strukturiert; etwa 90 Prozent Die KfW wurde 1948 gegründet und beschäftigt ca. 5.200 Mitarbeiter. Heute ist die KfW eine der führenden Förderbanken der Welt. Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung setzt sich die KfW im Auftrag des Bundes und der Länder dafür ein, die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lebensbedingungen weltweit zu verbessern. Allein 2012 hat sie dafür ein Fördervolumen von 73,4 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Davon flossen 40 Prozent in Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz. Die KfW besitzt keine Filialen und verfügt nicht über Kundeneinlagen. Sie refinanziert ihr Fördergeschäft fast vollständig über die internationalen Kapitalmärkte. Im Jahr 2012 hat sie zu diesem Zweck 78,7 Milliarden Euro aufgenommen. Die Bilanzsumme lag 2012 bei 511,6 Milliarden Euro. In Deutschland ist die KfW-Bankengruppe mit Standorten in Frankfurt/Main, Berlin, Bonn und Köln vertreten. Weltweit gehören mehr als 70 Büros und Repräsentanzen zu ihrem Netzwerk. NEWS 01/2014 I 35

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