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01 | 2014 banking insight

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BCBS 239 - Überregulierung oder Impuls für ein besseres Risikomanagement? >> Ausgabe für nur 59,99€ >> Gratis Vorschau

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28 banking insight Dirk Jäger, Geschäftsführer für Bankenaufsicht, Bundesverband deutscher Banken Ralf Goebel, Direktor beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband und Sprecher der Geschäftsleitung der Rating- und Risikosysteme GmbH in Berlin Andreas Leonhard, Leiter des Bereichs Group Risk Control, BayernLB Meinung Vier Fragen an drei Experten Wie die Vertreter aus Verbänden und Praxis zu BCBS 239 stehen, wo sie sich einig sind und an welchen Stellen sich ihre Antworten unterscheiden. Ein Überblick. 1 2Änderungen BCBS 239 ist eine von vielen Baustellen, die Basel den Banken auferlegt hat. Welche Priorität sollten und können Banken den Vorgaben an IT-Architektur, Risikoberichterstattung & Co. einräumen? Was wird durch die besser?

Praxis 29 1. Jäger: Zunächst richten sich die Baseler Vorgaben an global systemrelevante Banken, die die Regeln bis 2016 umsetzen müssen. Dazu laufen seit 2013 in den betroffenen Häusern die Vorbereitungen. Banken, die künftig als national systemrelevant eingestuft werden, erhalten drei Jahre Zeit für die Umsetzung. Klar ist: Die Banken haben aktuell eine Fülle neuer Regeln und Anforderungen im Reporting und Meldewesen umzusetzen. Das alles passiert parallel und bindet enorme Ressourcen, gerade aufseiten der IT. Mit BCBS 239 kommt nun noch ein ebenso umfangreiches wie komplexes Thema der effektiven Risikodatenaggregation und des Risikoreportings hinzu. Da den Banken bis zum Ablauf der Umsetzungsfrist nur noch anderthalb Jahre verbleiben, räumen sie dem Thema natürlich eine hohe Priorität ein. 1.Goebel: Schon vor 15 Jahren hieß es verkürzt: „Banking ist Risikomanagement und IT.“ Bislang konzentrierte sich die Aufsicht aber nur auf Risikomanagement, Risikodeckungskapital, interne Organisation der Banken, Funktionstrennung und die Qualifikation der Mitarbeiter. Mit dem BCBS 239 komplettieren nun erstmals explizite IT-Regelungen diese Schlüsselkomponenten des Bankgeschäfts. Banken und Sparkassen räumen den Vorgaben daher eine sehr hohe Priorität ein. Das gilt, auch wenn die Umsetzung zunächst eine erhebliche Mehrbelastung darstellt. Die vielen regulatorischen Anforderungen nach der Finanzmarktkrise führen schließlich alle Institute personell und technisch an ihre Belastungsgrenze. Da der Standard aber die internen Prozesse zum Beispiel bei der Datenaggregation oder der Berichterstattung verbessern soll, erwarten wir bei sachgerechter Umsetzung auch langfristig Effizienzgewinne. 1. Leonhard: Die Vorgaben aus Basel sind nur ein Teil der aktuellen Regulierungsflut. Für die Banken sind daneben insbesondere auch die Vorgaben der EBA und nach wie vor auch der deutschen Regulierung maßgeblich. Leider sind diese unterschiedlichen Regeln nicht immer konsistent. Um Herr der Lage zu bleiben, analysieren wir daher nicht nur sämtliche neuen Vorschriften auf ihre Auswirkungen schon in der Konsultationsphase und nehmen aktiv am Konsultationsprozess teil, sondern wir müssen uns auch in die Lage versetzen, die Steuerung und die Meldeprozesse all dieser unterschiedlichen Regeln aus einer zentralen Datenquelle zu versorgen. Nur so können wir sicherstellen, dass am Ende eine konsistente und korrekte Steuerung und Risikoberichterstattung quer über alle Regeln gewährleistet ist. Damit wird die Umsetzung von BCBS 239 zu einer Kernkomponente der Banksteuerung, die die Basis schafft, um viele weitere Anforderungen zu erfüllen. Vor allem für komplexe Institutsgruppen ist es herausfordernd, alle Anforderungen gleichermaßen umzusetzen. 2. Jäger: BCBS 239 ist ein guter Anlass, die vorhandene Risikomanagementund Reportinglandschaft auf den Prüfstand zu stellen. Die Umsetzung verbessert die Datenqualität, macht Risikoinformationen transparenter und schneller zugänglich. All das sorgt für bessere Entscheidungen. Allerdings haben all die „ Vorteile auch eine Kehrseite. Wenn die Risikodaten zugleich schneller, flexibler, automatisiert und genauer erhoben werden, führt das zu klassischen Zielkonflikten. Vor allem für komplexe Institutsgruppen ist es herausfordernd, alle Anforderungen gleichermaßen umzusetzen. Also müssen Schwerpunkte gesetzt werden. Nach unseren Informationen legt die deutsche Aufsicht insbesondere Wert auf eine schnelle Datenaufbereitung. 2. Goebel: Durch die Anforderungen gewinnt das Datenmanagement weiter an „ Bedeutung und rückt zunehmend in den Fokus der Geschäftsleitung. Hier denke ich insbesondere daran, die Qualitätsstandards für All das wird unsere jetzt schon hohen Standards in der Datenqualität weiter verbessern. Daten zu definieren und zu überwachen, Verantwortlichkeiten für Daten festzulegen oder die Datenaggregationsfähigkeit und das Risikoberichtswesen durch eine unabhängige Einheit zu validieren. All das wird unsere jetzt schon hohen Standards in der Datenqualität weiter verbessern. BCBS 239 zielt zudem darauf ab, risikorelevante Informationen schneller verfügbar zu machen und flexibel zum Beispiel an geänderte Umweltsituationen anzupassen. Dies ermöglicht der Geschäftsleitung noch besser zum Beispiel Krisenauswirkungen einzuschätzen und frühzeitig gegenzusteuern. Wichtig ist nun, bei den IT-Anforderungen eine Stabilität zu erreichen, um die IT-Systeme nicht ständig wieder umstellen zu müssen. Dadurch werden die umfangreichen Abfragen der Aufsicht – wie zuletzt im Asset Quality Review – erheblich schneller und einfacher zu beantworten sein. 2. Leonhard: Im Grunde sind die Vorgaben zu BCBS 239 eine Sammlung dessen, woran die Banken schon seit einiger Zeit intern gearbeitet haben. Neu ist, dass erstmals ein Katalog mit allen Vorgaben in einer Regelung zusammengestellt wurde und dass damit auch ein Datum festgelegt wurde, ab dem die Regeln von den Banken verbindlich einzuhalten sind. Der „ große Nutzen wird sich dadurch einstellen, dass Banken in guten wie in Krisenzeiten auf Knopfdruck sämtliche relevanten Daten verfügbar haben werden und bei Bedarf schnell bis auf Einzelgeschäftsebene vordringen können. Dadurch werden die umfangreichen Abfragen der Aufsicht — wie zuletzt im Asset Quality Review — erheblich schneller und einfacher zu beantworten sein. Daneben, und dies ist mindestens genauso wichtig, werden diese neuen Möglichkeiten auch interne Risikosteuerungsprozesse erheblich verbessern und beschleunigen. ➔

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