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01 | 2013 NEWS

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Ein Balanceakt

u Business Transparente

u Business Transparente Kosten Liquiditätstransferpricing – die neuen Anforderungen der MaRisk effizient umsetzen von Holger Dürr und Claudia Schirsch Die Anforderungen der MaRisk-Novelle vom 14. Dezember 2012 fordern von den Kreditinstituten eine angemessene interne Verrechnung von Liquiditätskosten (BTR 3.1 Tzn. 5-7). Hinsichtlich der Umsetzung ist zu differenzieren zwischen einem internen Verrechnungspreissystem und einem Liquiditätstransferpreissystem. Das Ziel beider Systeme ist die transparente Darstellung der Liquiditätskostensituation und deren Verrechnung zwischen verschiedenen Geschäftsbereichen. Dies beinhaltet die Ermittlung und Verrechnung der Liquiditätskosten auf der Aktiv- und der Passivseite sowie die Gegenüberstellung, welche Liquiditätserträge oder -kosten auf Gesamtbankebene periodisch oder barwertig realisiert werden. Zukünftige Methodik zur Liquiditätskostenverrechnung Im Rahmen der Einführung eines Verrechnungspreissystems ist zunächst grundlegend festzulegen, wie die Liquiditätskosten innerhalb eines Instituts zukünftig verrechnet werden. Speziell ist hierbei zu unterscheiden, ob Liquiditätskosten in voller Höhe bei allen Produkten angesetzt werden oder ob produktindividuell die Liquiditätskosten nur partiell angesetzt werden sollen (z. B. aufgrund von günstigeren Refinanzierungskonditionen bei einzelnen Positionen wie Pfandbriefen oder ABS). Diese Fragestellung ist insbesondere für Positionen der Passivseite relevant. Aufgrund der direkten Implikationen der Methodik auf die Preisgestaltung der Kundenprodukte sind bei dieser Entscheidung alle relevanten Geschäftsbereiche 1 mit einzubeziehen. 24 I NEWS 01/2013

Business t Unternehmenssteuerung t Abgrenzung von Liquiditätskosten Bezüglich der Abgrenzung von Liquiditätskosten in der Einzelgeschäftskalkulation wurden in den letzten Jahren fortgeschrittene Verfahren entwickelt. Sowohl barwertig als auch periodisch lassen sich die Liquiditätskosten mittels eines Mehrkurvenprinzips 2 abgrenzen. Hierbei werden die Geschäfte mithilfe der Marktzinsmethode einmal mit der risikolosen und einmal mit der risikobehafteten Zinsstruktur bewertet. Bezüglich der Kalkulation sei an dieser Stelle z. B. auf einen Beitrag von Prof. Dr. Konrad Wimmer 3 verwiesen. Diese Methodik zur Berücksichtigung von Liquiditätskosten in der Kalkulation bildet die Grundlage für die Abgrenzung der direkten Liquiditätskosten eines Verrechnungspreis- oder Liquiditätstransferpreissystems. Die Anwendung der Marktzinsmethode unter Berücksichtigung von Liquiditätsspreads unterstellt hierbei eine strukturkongruente Refinanzierung mit strukturkongruenten Liquiditätsspreads. Immer mehr Institute gehen dazu über, nicht die vollständigen Liquiditätskosten in der Produktkalkulation zu berücksichtigen, sondern nur die tatsächlich geplanten bzw. erwarteten Liquiditätskosten aufgrund einer Teil- oder Nichtweitergabe an verschiedene Kontrahenten auf der Passivseite. Diese Möglichkeit bietet sich insbesondere Instituten, die größere Passivpositionen nicht zu Kapitalmarktkonditionen refinanzieren müssen. Bei der Umsetzung dieser Verrechnungsmethodik ist jedoch darauf zu achten, dass gewisse Refinanzierungsquellen in Stressszenarien nicht mehr nur noch teilweise oder zu anderen Konditionen zur Verfügung stehen. Deshalb ist bei einer Reduktion der Liquiditätsspreads in der Kalkulation von Aktivprodukten ein ausreichender Risikoaufschlag zu berücksichtigen, sodass auch in markt- oder institutsspezifischen Stresssituationen die einkalkulierten Liquiditätskosten der Aktivgeschäfte für die Deckung der tatsächlichen Refinanzierungskosten ausreichen. Zusätzlich müssen indirekte Liquiditätskosten berücksichtigt werden. In diesem Kontext können produktspezifische Besonderheiten (z. B. Optionsrechte) in das Verrechnungspreissystem integriert werden. Dies kann durch eine Erweiterung der Positionen im Deckungsbeitragsschema erfolgen. Darüber hinaus müssen auch Kostenpositionen, die auf Portfolioebene entstehen, adäquat verteilt werden. Das bekannteste Beispiel hierfür ist die Verrechnung der Kosten für das Vorhalten der Liquiditätsreserve. Aufgrund der Niedrigverzinsung der Positionen der Liquiditätsreserve müssen diese Kosten auf die verursachenden Produktgruppen und Geschäftsbereiche verteilt werden. Verzahnung von Planung, Pricing und Controlling Die oben dargestellten Vorgehensweisen zeigen bereits deutlich die notwendige Verzahnung von Planung, Pricing und Controlling auf. Ein vollständiges Verrechnungspreis- oder Liquiditätstransferpreissystem ermittelt auf Basis der Planvolumina für alle Positionen der Aktiv- und Passivpositionen Mindestkonditionen bzw. Preisuntergrenzen der einzelnen Produkte. Hierbei ist auf Gesamtbankebene zu beachten, dass insgesamt (auch in Stressphasen) ein positives Liquiditätstransferpreisergebnis erzielt wird. Auf Basis dieser Planung werden die Mindestkonditionen im Rahmen der Konditionsvorgaben für die einzelnen Produkte berücksichtigt. Anschließend werden im Controlling (im Sinne eines Backtesting gemäß BTR 3.1 Tz.7) die tatsächlich realisierten Liquiditätskosten abgegrenzt und das Liquiditätstransferpreisergebnis laufend (z. B. auf Monatsbasis) kontrolliert. Dieses Vorgehen ermöglicht es, transparent die Liquiditätskostensituation laufend darzustellen und bei Abweichungen von den Planannahmen steuernd einzugreifen. 1 Das heißt neben dem Controlling sowohl Treasury als auch Vertriebseinheiten. 2 Das Mehrkurvenverfahren lässt sich immer auf ein Zweikurvenprinzip in der Kalkulation des Einzelproduktes reduzieren. 3 Deutliche Konsequenzen-MaRisk: Das neue Liquiditätstransferpreissystem und seine mutmaßlichen Folgen für Kalkulation und Preispolitik; Autor: Prof. Dr. Konrad Wimmer in BI 12/2012. NEWS 01/2013 I 25

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