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01 | 2011 NEWS

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u Business u Produktmanagement und Kalkulation Liquiditätskosten in der Kalkulation Überblick über den Diskussionsstand in der Liquiditätskostenkalkulation bei msgGillardon und deren Umsetzung in der Softwarelösung MARZIPAN® Von Regina Zühlsdorf Die Finanzmarktkrise hat die Kreditinstitute vor eine neue Herausforderung gestellt, die bis heute anhält: die adäquate Berücksichtigung und Steuerung der Liquiditätskosten. Auch die Aufsicht fordert mit der MaRisk-Novelle und den Papieren CEBS CP 36 und BCBS CD 165 die Berechnung von Liquiditätskennzahlen und ein adäquates Monitoring des Liquiditätsrisikos. allen teilnehmenden Landesbanken im Einsatz ist. Ziel ist eine Ergebnistrennung an jedem Einzelgeschäft in die Komponenten Zins, Marge und Liquidität als Basis für die Zuordnung der Ergebnisbeiträge zu den verschiedenen Steuerungseinheiten. Dabei soll eine einheitliche Vorgehensweise für Festzinsgeschäfte und variable Geschäfte (Roll-Over-Geschäfte) gefunden werden. Die Refinanzierungsspreads der Kreditinstitute haben sich im Zuge der Finanzmarktkrise in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet. Dies führt dazu, dass sich auch Darlehenskunden der deutlich höheren Schwankungen bewusst werden, die sich letztlich in den Konditionen widerspiegeln. Ein verstärktes Ausstiegsverhalten ist gerade bei variablen Darlehen spürbar, was die Unsicherheit hinsichtlich der Eindeckung der Kreditinstitute mit Liquidität weiter verstärkt. Das Thema Liquiditätskosten ist vielschichtig: Es reicht von der Forderung nach einer transparenten Kalkulation und Ergebniszuordnung über eine adäquate Steuerung bis hin zu einem handhabbaren Hedging des Liquiditätsrisikos. Im ersten Schritt wurde dafür ein Swap-Verfahren entwickelt, das mithilfe einer Mischung aus endfälligen Swaps ein Roll-Over- Darlehen in ein Festzinsdarlehen überführt. Annahme hierbei ist, dass die verwendeten Swaps selbst keine Liquiditätskosten auf- fest variables Darlehen KI Euribor + Margin Euribor + Liquispread Kunde Auf der von msgGillardon seit 2008 jährlich durchgeführten Fachtagung für Landesbanken steht das Thema Liquiditätskosten regelmäßig als ein Hauptthema auf der Agenda. Ausgangspunkt der Diskussion ist die Kalkulationssoftware MARZIPAN, die bei Swap Abbildung 1: Überführung Roll-Over-Darlehen in Festzinsdarlehen 44 I NEWS 01/2011

Begriffsdefinition: Unter Liquiditätskosten werden in diesem Artikel die Eindeckungskosten mit Liquidität für die Refinanzierung eines zinstragenden Kundengeschäfts eines Kreditinstituts verstanden, die über die Refinanzierungskosten mit einer Referenzkurve, die im Folgenden als „risikolose Kurve“ bezeichnet wird, hinausgehen. Die Liquiditätskosten repräsentieren also die Bonität des Kreditinstituts. Dabei beinhalten die Liquiditätskosten rein die Kosten für die Beschaffung des Kapitals am Markt. Die Kosten etwa für die Verbarwertung der Marge sind nicht Bestandteil der Liquiditätskosten. weisen, sodass das geswappte Geschäft dieselben Liquiditätskosten beinhaltet wie das Ausgangsgeschäft. Diese Vorgehensweise geht auch einher mit der praktischen Handhabung, variable Darlehen in Festzinsdarlehen zu swappen und umgekehrt (vgl. Abb. 1). Die prozentualen Liquiditätskosten (der „Liquiditätsspread“) errechnen sich dann sowohl beim Festzinsgeschäft als auch beim (geswappten) variablen Geschäft als Differenz der Einstandssätze, einmal berechnet mit der Refinanzierungskurve des Instituts und einmal berechnet mit der „risikolosen Kurve“. Somit bleiben wir in der Berechnung der Liquiditätskosten über die Einstandssatzermittlung konform mit der Methode der strukturkongruenten Refinanzierung, die das „Herzstück“ von MARZIPAN darstellt. Der Barwert der Liquiditätskosten ergibt sich als Verbarwertung des Liquiditätsspreads mit der „risikolosen Kurve“. Das folgende Beispiel eines Roll-Over-Darlehens soll die Berechnung verdeutlichen: Tilgender Roll-Over > Nominalbetrag: 1.000.0000,- EUR > Tilgungstranchen: 100.000,- EUR pro Jahr > Vertragsdauer: 5 Jahre > Referenzzinskopplung an den 12-Monats-Euribor Tabelle 1 zeigt die Zusammensetzung der „risikolosen Zinsstrukturkurve“ aus der Swapkurve gegen den 6-Monats-Euribor und dem Basisswap Spread sechs Monate gegen zwölf Monate (gemäß des Fixingrhythmus des Roll-Over-Darlehens) und der Refinanzierungskurve aus der Swapkurve gegen 6-Monats-Euribor zuzüglich eines Refinanzierungsspreads des Kreditinstituts. Zinsstruktur in % 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr Swap (6-Monats-Euribor) 3,000 3,500 3,800 4,000 4,150 Basisswap 0,180 0,160 0,140 0,120 0,100 Swap (12-Monats-Euribor) 3,180 3,660 3,940 4,120 4,250 Spread (6-Monats-Euribor) 0,200 0,250 0,300 0,350 0,400 Refinanzierung 3,200 3,750 4,100 4,350 4,550 Tabelle 1: Zusammensetzung der „risikolosen Zinsstrukturkurve“ und der Refinanzierungskurve NEWS 01/2011 I 45

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