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01 | 2010 NEWS

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Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko Steuerung der Liquiditätsposition vor dem Hintergrund aufsichtsrechtlicher Anforderungen Von Holger Dürr und Roland Wagner Bereits durch die Neufassung der MaRisk im August 2009 wurde der Betrachtung der Liquiditätsrisiken nach der Finanzkrise ein wesentlich höheres Gewicht im Risikomanagement eingeräumt. Damit wird die Entwicklung beim Management der Liquiditätsrisiken jedoch nicht beendet sein. Zum Beispiel werden aktuell von aufsichtsrechtlicher Seite weitere internationale Anforderungen an das Liquiditätsrisikomanagement diskutiert. Darüber hinaus stehen die Finanzinstitute aufgrund der gestiegenen Refinanzierungskonditionen am Interbankenmarkt vor der Frage, wie sie zukünftig die institutsindividuelle Refinanzierungsstruktur gestalten und die Risiko-Ertrags-Position in Bezug auf Liquiditätskosten optimieren wollen. 16 I NEWS 01/2010

Business t Unternehmenssteuerung / Risikomanagement t Umsetzung der MaRisk-Novelle 2009 Die Umsetzung der Novelle der MaRisk 2009 brachte für die Institute wesentliche Neuerungen für das Liquiditätsrisikomanagement. Die MaRisk stufen die Liquiditätsrisiken als nun grundsätzlich wesentliche Risiken ein, deren Überwachung durch organisatorisch-prozessorale und durch systemtechnische Anforderungen sichergestellt werden soll. Die Konsequenzen aus diesen Anforderungen sind in den vergangenen Monaten bereits intensiv diskutiert worden. Viele Kreditinstitute arbeiten aktuell verstärkt an der Umsetzung dieser Vorgaben. Aufgrund der erhöhten Anforderungen sind die Institute gefordert, das Liquiditätsrisikomanagement weiter auszubauen, detailliertere Analysen und Auswertungen durchzuführen, eine verbindliche und quantifizierbare Risikotoleranz einzuführen sowie Prozesse und Maßnahmen zu konkretisieren und ausführlich zu dokumentieren. Insgesamt resultieren hieraus in vielen Häusern keine eindimensionalen Standardauswertungen, sondern institutsindividuell zugeschnittene mehrdimensionale Steuerungs- und Limitierungssysteme. State-of-the-Art sind einerseits Liquiditätsvorschauanalysen, bei denen sowohl für den Normal Case als auch für verschiedene Stressszenarien die zukünftigen Liquiditätsabläufe simuliert werden. Zusätzlich werden im Rahmen dieser Analysen auch die im Notfall zur Verfügung stehenden liquiden Mittel (Liquiditätspotenzial / Liquiditätsreserven) in Form einer potenziell durchführbaren Maßnahme analysiert. Andererseits ist auch das laufende Monitoring der aktuellen Liquiditätssituation ein wesentliches Element der Steuerungsund Limitierungssysteme. Je nach institutsindividueller Liquiditäts- und Refinanzierungssituation stehen hier unterschiedliche Analysen wie z. B. Monitoring der Refinanzierungskonditionen, des Abrufverhaltens oder zukünftig verstärkt der aufsichtsrechtlichen Kennzahlen (vgl. hierzu den folgenden Abschnitt) im Mittelpunkt. Diese Analysen müssen anschließend in einem transparenten und nachvollziehbaren Limitsystem zusammengeführt werden. Die aktuellen Erfahrungen zeigen, dass diese Analysen teilweise mit hohem manuellen Aufwand verbunden sind. Zukünftig werden deshalb speziell auf Liquiditätsaspekte ausgerichtete Data-Warehouse-Lösungen bei der Analyse der Liquiditätssituation wertvolle Dienste leisten und das Liquiditätsrisikomanagement erleichtern. Anforderungen aus dem „International framework for liquidity risk measurement, standards and monitoring“ Parallel zum Umsetzungsprozess der MaRisk wird international bereits an einer Weiterentwicklung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen gearbeitet. Dies zeigt sich z. B. an der vor Kurzem zu Ende gegangenen Konsultationsphase zu dem Diskussionspapier „International framework for liquidity risk measurements, standards and monitoring“ des Basel Committee on Banking Supervision der BIS. Einer der Kernpunkte dieses Konsultationspapiers ist die Vorstellung zweier Kennzahlen zur Liquiditätsrisikosteuerung. Während die erste dieser Kennzahlen, die „Liquidity Coverage Ratio“ (LCR), in weiten Zügen der Liquiditätskennziffer der LiqV entspricht, stellt die „Net Stable Funding Ratio“ (NSFR) die zusätzliche Reglementierung der Liquiditätsfristentransformation in Aussicht. > Die aktuell diskutierten neuen aufsichtsrechtlichen Kennzahlen „Liquidity Coverage Ratio“ und „Net Stable Funding Ratio“ haben wesentlichen Einfluss auf die Liquiditätssteuerung in Kreditinstituten. Die LCR beschreibt das Verhältnis von hochliquiden Assets eines Instituts im Vergleich zu Netto-Liquiditätsabflüssen in einem vordefinierten Stressszenario. Der Zeitraum der Betrachtung stellt hierbei 30 Tage dar, und das Verhältnis muss größer als 100 % sein. Ziel der Kennzahl ist die Gewährleistung, dass eine Bank ein adäquates Volumen an freien, hochliquiden Assets vorhält, die auch in einem Stressszenario ausreichende Liquidität für den nächsten Monat generieren kann. In einer ersten Betrachtung erscheint die Größe ähnlich zur heutigen Meldekennzahl der Liquiditätsverordnung. Bei näherer NEWS 01/2010 I 17

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